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Spiele(n) im Wandel der Zeit

Mitmach-Projekt für „875 Jahre Chemnitz“: Schulklassen können in die Historie des Spielens eintauchen und für einen Spielplatz-Check Kriterien erarbeiten

  • Kinder spielen im Sandkasten der Kindertagesstätte auf dem Campus der TU Chemnitz.
    Spielen im Sand - über Generationen hinweg gehört dies zu den beliebten Freizeitaktivitäten von Kindern. Foto: Universitätsarchiv/Hans Schröder

Was haben Spiele mit dem 875-jährigen Jubiläum der Stadt Chemnitz zu tun? „Eine ganze Menge“, meint Jun.-Prof. Dr. Meike Breuer, Inhaberin der Juniorprofessur Grundschuldidaktik Sport und Bewegungserziehung an der Technischen Universität Chemnitz. „Denn Spielen, Spiele und Spiel gehören zum menschlichen Leben“, sagt die Wissenschaftlerin. Gerade für Kinder sei das Phänomen des Spiels ein wichtiger Baustein einer gelungenen Entwicklung. „In Spielen werden gesellschaftlich relevante Dinge quasi auf Vorrat gelernt, daher ist das Spiel immer sowohl vom historischen als auch vom kulturellen Kontext abhängig“, sagt Breuer. Vor diesem Hintergrund möchte sie 2018 - im Jubiläumsjahr der Stadt – gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern sowie weiteren Interessierten, dem Phänomen „Spiel im Wandel der Zeit“ in Chemnitz nachgehen. Zudem beabsichtigt sie, gemeinsam mit den Projektbeteiligten verschiedene Spiele und das Spielen auf Spielplätzen zu überprüfen.

Was macht ein „gutes Spiel“ aus?

Zusammen mit interessierten Schulklassen sollen Kriterien erarbeitet werden, wie ein „gutes Spiel“ beschaffen und wie „gutes Spielen“ möglich ist. „Vor diesem Hintergrund sollen historische Spiele gesammelt, Materialen erstellt und die Spiele erprobt werden“, blickt Breuer voraus. Im Vergleich zu aktuellen „guten“ Spielen werden die Spiele eingeordnet und sollen u.a. als Möglichkeit zur Pausen- und Freizeitbeschäftigung dienen. „Ich kann mir gut vorstellen, dass wir gemeinsam mit den Kindern auch einige historische Spiele nachbauen“, so die Juniorprofessorin, die am Zentrum für Lehrerbildung der TU tätig ist. Zur Präsentation der Projektergebnisse sollen die Spiele und die dazugehörigen Rechercheergebnisse auf dem Chemnitzer Rathausplatz an mehreren Tagen vorgestellt werden und können dort auch getestet werden – so der Plan.

Kinder sollen Spielplatz-Check durchführen

Darüber hinaus soll gemeinsam mit den Kindern ein Bewertungsbogen erarbeitet werden, mit dem die Spielplätze in mehreren Stadtteilen überprüft werden können. „Unter wissenschaftlicher Begleitung erschließen sich die Kinder in Gruppen die Spielplätze in ihrer Wohnumgebung einmal anders“, so Breuer. Aus den durch die Kinder gesammelten Beobachtungen und Erfahrungen beim Testen der Spielgeräte könne dann einen besonderen stadtteilbezogener Spielplatzführer entstehen, der beschreibt, wo man sich wie bewegen kann oder welche Spielgeräte genutzt werden können. 

Nachhaltigkeit fest im Blick

„Der Projektablauf ist aber nicht an feste Vorgaben geknüpft“, sagt Breuer und fügt hinzu: „Die Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie weitere Interessierte können eigene Ideen einbringen.“ Es wäre schön, wenn am Ende des Projekte im Sinne der Nachhaltigkeit Verbesserungspotenziale an Chemnitzer Spielplätzen aufgezeigt oder auch historische Spiele in den Schulunterricht aufgenommen werden könnten.  

Wer Interesse hat, am Projekt mitzuwirken, kann sich bei Jun.-Prof. Dr. Meike Breuer, Telefon 0371 531-34427, E-Mail meike.breuer@zlb.tu-chemnitz.de, melden.

Mario Steinebach
19.12.2017

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