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Von der flachen Hand bis zur Stinkefinger-Geste

TU Chemnitz und Sächsisches Industriemuseum Chemnitz laden im Dezember zu besonderen Führungen durch die Sonderausstellung „Gesten – gestern, heute, übermorgen“ ein

Im Rahmen der Sonderausstellung „Gesten – gestern, heute, übermorgen“, die noch bis zum 4. März 2018 im Sächsischen Industriemuseum Chemnitz zu sehen ist, finden im Dezember öffentliche Führungen statt, die von Gestenforschern der Technischen Universität Chemnitz angeboten werden. Ganz im Sinne der Adventszeit steht bei den öffentlichen Führungen durch die Sonderausstellung zunächst die flache Hand im Mittelpunkt. Am 3. Dezember können Interessierte von einem Mitarbeiter der Professur Germanistische Sprachwissenschaft, Semiotik und Multimodale Kommunikation der TU Chemnitz erfahren, wie aus dem Überreichen eines Geschenks eine kommunikative Geste werden konnte, die anzeigt, dass etwas doch selbstverständlich sei – eben auf der Hand liege. Als Intros gehören solche Kurzvorträge zu jeder der angebotenen öffentlichen Führungen.

Drei Tage später, am 6. Dezember, wird die Orientierung der Handflächen der flachen Hand einfach geändert: Beim Intro zur Weghalten-Geste zeigen die Handflächen von einem selbst weg hin zum Gesprächspartner. So kann man etwas – beispielsweise auch ein Geschenk – ablehnen oder es physisch von sich wegschieben. Auch hier führt im Anschluss an den kurzen Vortrag ein Chemnitzer Gestenforscher durch die Ausstellung und bringt den Gästen verblüffende Zusammenhang näher, die zwischen Handhabungen der Vergangenheit, kommunikativen Gesten der Gegenwart und kontaktloser Gestensteuerung der Zukunft bestehen.

Und wenn einem der Vorweihnachtsstress ein wenig zu viel wird, kann es vielleicht nicht schaden, am 17. Dezember etwas über die Stinkefinger-Geste, ihre bis in die Antike zurückreichende Geschichte und ihre sich wandelnde Bedeutung zu erfahren. Dieses Intro wird von einem Gebärdensprachdolmetscher begleitet. Der „schamlose Finger“, wie er im antiken Rom genannt wurde, ist übrigens kein Bestandteil der Deutschen Gebärdensprache. Allerdings bedeutet die Stinkefinger-Geste in der Japanischen Gebärdensprache – wenn sie mit einer kurzen Aufwärtsbewegung kombiniert wird – „großer Bruder“.

In der Zeit zwischen den Jahren bietet das Sächsische Industriemuseum Chemnitz noch eine Führung speziell für Familien an. Bei einem Rundgang durch die Ausstellung wird am 28. Dezember erkundet, warum die Hand des Menschen so besonders ist und was unsere Hände bzw. Finger alles können – sowohl im Umgang mit Gegenständen als auch im Umgang mit Argumenten. Die Führung lädt Familien zum Mitdenken, Fragenstellen und Ausprobieren ein.

Öffentliche Führungen im Dezember:

  • Sonntag, 3. Dezember 2017, um 14:00 Uhr mit dem  Intro: „Es liegt auf der Hand“: Die Geste der flachen Hand
  • Mittwoch, 6. Dezember 2017, um 15:30 Uhr mit dem Intro: Abwehr und Verneinung: Die Weghalten-Geste
  • Sonntag, 17. Dezember 2017, um 14:00 Uhr mit dem Intro: Die Stinkefinger-Geste (mit Gebärdensprachdolmetscher)
  • Donnerstag, 28. Dezember 2017 um 14 Uhr für Führung durch die Gesten-Ausstellung für Familien mit Kindern bis zwölf Jahren

(Es gilt jeweils der reguläre Museumseintritt.)

Weiterführende Informationen zu den Exponaten, zum Forschungshintergrund, zur Museumspädagogik und zu weiteren Aspekten der Ausstellung sind zu finden unter http://www.gesten-im-museum.de.

Gefördert wird die Ausstellung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Chemnitz, durch die Kulturstiftung des Freistaats Sachsen sowie durch den Freistaat selbst.

Öffnungszeiten des Industriemuseums: Dienstag bis Freitag: 9 bis 17 Uhr / Samstag, Sonntag, Feiertag: 10 bis 17 Uhr / Sonderöffnungszeiten zum Jahreswechsel.

Weitere Informationen zur Ausstellung erteilen Prof. Dr. Ellen Fricke, E-Mail: sekretariat.efricke@phil.tu-chemnitz.de, Telefon +49 371 531-27220 (Sekretariat) / Christopher Lindinger und Marianne Eisl, E-Mail: Christopher.Lindinger@aec.at, Marianne.Eisl@aec.at, Telefon +43 732 727280, und Dr. Oliver Brehm, E-Mail: dr-brehm@saechsisches-industriemuseum.de, Telefon +49 371 3676-140.

Mario Steinebach
29.11.2017

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