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TU-Sportlerin gewinnt EM-Silber im Bankdrücken

Spannendes Finale: Vivien Röder verbesserte in Spanien ihre persönliche Bestleistung auf 152,5 Kilogramm

Die Chemnitzer Kraftsportlerin Vivien Röder gewann bei den Europameisterschaften im Bankdrücken, die im spanischen La Manga stattfanden, die Silbermedaille. In der Kategorie bis 84 Kilogramm brachte die 29-Jährige beim dritten Durchgang 152,5 kg in die Wertung ein. Damit verbesserte sie zugleich ihren eigenen deutschen Rekord um zweieinhalb Kilogramm. "Ich bin überglücklich, das ist mein bisher größter Erfolg", sagte die Athletin vom SV Rotation Langenbach nach ihrer Rückkehr.

Bei der Europameisterschaft durfte sie nach ihrem dritten Versuch sogar zwischenzeitlich auf Gold hoffen. Aufgrund der niedrigsten Losnummer hatte sie vorlegen müssen und sich mit den 152,5 kg erfolgreich auf den ersten Platz geschoben. Anschließend konnten jedoch die Schwedin Frida Wik und die Russin Ekaterina Bratus versuchen, eine höhere Last zu drücken als sie. Der Schwedin gelang dies nicht, die Russin drückte jedoch 2,5 kg mehr nach oben und ließ so die Goldträume der Chemnitzerin platzen. „So nah war ich noch nie an einem internationalen Titel. Gehofft hatte ich natürlich schon, aber auch Silber ist ein Riesenerfolg und ich brauche ja noch Ziele für die nächsten Jahre,“ sagte Vivien Röder schmunzelnd.

Die Kraftsportlerin hatte sich bewusst für einen Start bei der EM im Bankdrücken und nicht für die Deutschen Meisterschaften in Chemnitz entschieden. Beide Ereignisse fanden zeitgleich am vergangenen Wochenende statt. „Ich habe dies nicht bereut, zumal ich ja nach drei Bronzemedaillen bei vorangegangenen Europameisterschaften nun Silber mit nach Hause bringen konnte“, sagt Röder, die seit drei Jahren als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Promovendin an der Professur Forschungsmethodik und Evaluation in der Psychologie tätig ist.

Die gebürtige Karl-Marx-Städterin, die zuvor in Chemnitz ihren Master in Psychologie absolvierte, fand zum Kraftsport vor fast dreizehn Jahren in den USA während eines High School-Jahres. Auf der Suche nach einer Sportart für den Winter ging sie die örtlichen Angebote durch: „Fürs Cheerleading bin ich nicht der Typ und für Basketball war ich zu schlecht, also entschied ich mich für Powerlifting. Dabei habe ich Blut geleckt.“ Bei der im Deutschen unter Kraftdreikampf bekannten Sportart müssen die Athleten nacheinander die Teildisziplinen Kniebeugen, Bankdrücken und Kreuzheben bewältigen.

Mario Steinebach
18.10.2017

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