Springe zum Hauptinhalt
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion
TUCaktuell
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion 
TUCaktuell Forschung

SMART in Madrid

Sonderforschungsbereich der TU Chemnitz präsentiert Forschung zu intelligenten Materialien vom 5. bis 8. Juni 2017 auf internationaler Fachkonferenz

Die Entwicklung intelligenter Systeme gehört zu den Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Die Technische Universität Chemnitz trägt mit dem durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Sonderforschungsbereich (SFB) „Großserienfähige Produktionstechnologien für Leichtmetall- und faserverbundbasierte Komponenten mit integrierten Piezosensoren und -aktoren“ (PT-PIESA) zur Entwicklung intelligenter Systeme bei. „Smart Systems in Leichtbaustrukturen gelten im Maschinenbau sowie in der Automobil- und Luftfahrtindustrie als eine aussichtsreiche Möglichkeit, Emissionen zu reduzieren und Bauteile sicherer zu machen“, erklärt Dr. Thomas Mäder, Geschäftsführer des SFB, an dem neben der TU Chemnitz auch die Universitäten Dresden, Erlangen-Nürnberg sowie weitere Forschungseinrichtungen aus Sachsen und Bayern beteiligt sind.

Um die Forschung am SFB auch international sichtbarer zu machen, präsentiert sich der Chemnitzer SFB vom 5. bis 8. Juni 2017 mit sieben verschiedenen Konferenzbeiträgen auf der 8. SMART 2017 in Madrid, der Fach-Konferenz für smarte Strukturen und Materialien. Der SFB der TU Chemnitz forscht hauptsächlich an der Entwicklung zukunftsfähiger Produktionstechnologien. Er gliedert sich in die drei Arbeitsgruppen „Umformen“, „Faserkunststoffverbunde“ und „Guss“, die auch mit eigenen Beiträgen in der sogenannten „Special Session“ der Konferenz vertreten sein werden. 

Drei Arbeitsgruppen für neue Produktionstechnologien in Fahrzeug- und Maschinenbau

Die Herstellung intelligenter metallischer Halbzeuge mit integrierter Sensor- und Aktorfunktionalität sowie deren Umformung zu Strukturbauteilen sind Gegenstand der Forschung in der Arbeitsgruppe „Umformen“. Ein vielversprechendes Anwendungsgebiet ist hier die Abstandssensorik bei Fahrzeugen: „Mit integrierten Sensoren und Aktoren – sogenannten Piezomodulen – ist es beispielsweise möglich, Abstände exakt zu detektieren. In einer typischen Parkplatzsituation bedeutet das, dass ein Warnsignal ertönt, wenn die geöffnete Tür des eigenen Fahrzeuges der Tür des Nebenfahrzeuges zu nahe kommt“, erklärt SFB-Geschäftsführer Mäder.
Forschungsschwerpunkt der Gruppe „Faserkunststoffverbunde“ ist die seriengerechte Herstellung aktiver Strukturbauteile in Faserverbundbauweise, welche etwa in Rotorblättern von Windkraftanlagen oder in Karosserie- und Anbauteilen in Kraftfahrzeugen verbaut werden. Mithilfe der integrierten Sensor-Aktor-Systeme ist eine strukturelle Überwachung von Bauteilen möglich, wodurch zum Beispiel Veränderungen der Masse, ungünstige Schwingungen oder Defekte frühzeitig erkannt und anhand geeigneter Maßnahmen behoben werden können.

Die gießtechnische Integration von piezokeramischen Modulen in Aluminium-Druckgussbauteile stellt den Schwerpunkt der Arbeitsgruppe „Guss“ dar. Derartige integrative Bauteile haben gegenüber aufgeklebten Modulen den Vorteil, dass sie vor äußeren Umwelteinflüssen wie Feuchtigkeit oder mechanischer Beanspruchung geschützt sind und die Funktionalität über die Einsatzdauer erhalten bleibt. Denkbar sind zahlreiche Anwendungen in der Fahrzeugtechnik und Luftfahrtindustrie. (Matthias Fejes/Mandy Polster)

Der Sonderforschungsbereich/Transregio „PT-PIESA“

Im Sonderforschungsbereich/Transregio „Großserienfähige Produktionstechnologien für leichtmetall- und faserverbundbasierte Komponenten mit integrierten Piezosensoren und -aktoren“ werden wissenschaftliche Grundlagen für eine ökonomische Herstellung aktiver Strukturbauteile erarbeitet. Die bisher getrennten Prozessketten der Bauteilfertigung und der Piezomodul-Fertigung werden dazu verschmolzen, sodass eine großserienfähige Fertigung aktiver Strukturbauteile möglich wird. Das Anwendungspotenzial dieser Systeme ist enorm.

Weitere Informationen: www.pt-piesa.tu-chemnitz.de

Matthias Fejes
02.06.2017

Alle „TUCaktuell“-Meldungen
Hinweis: Die TU Chemnitz ist in vielen Medien präsent. Einen Eindruck, wie diese über die Universität berichten, gibt der Medienspiegel.

  • Menschen stehen in einer Runde vor dem Campus und schauen zu einer Attraktion

    Studentenwerk Chemnitz-Zwickau feiert Sommerfest

    Auf dem Vorplatz der Mensa auf dem Campus der TU Chemnitz gibt es am 24. Juni 2026 viele Mitmach- und Gratisaktionen – Für ein sommerliches Gefühl sorgen Studierende als TUCdjs mit ihren Musiksets …

  • Eine Frau steht neben einer geöffneten Tür und zeigt in einen Raum, in dem Sitzmöbel stehen.

    Eintauchen in die Vielfalt der TU Chemnitz

    #wirsinddivers: Der 4. Diversity Day der TU Chemnitz am 21. Mai 2026 stellte religiöse Vielfalt in den Mittelpunkt …

  • Frau steht vor einem Tisch

    Nachteilsausgleich im Sommersemester beantragen

    Online-Infoveranstaltung und offene Sprechzeiten unterstützen Studierende mit gesundheitlicher Beeinträchtigung bei der Beantragung von Nachteilsausgleichen innerhalb der Prüfungsphase …

  • Mädchen blickt in einen Monitor

    Physik erleben statt pauken

    Institut für Physik der TU Chemnitz lädt am 16. und 17. Juni 2026 Jugendliche der Klassenstufen 10 bis 12 zu Experimenten, Vorträgen und Forschungseinblicken ein – Anmeldung ist bis 24. Mai 2026 möglich …