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Auf dem Weg zum automatisierten und vernetzten Fahren

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur übergab Förderbescheid an die Professur für Allgemeine Psychologie und Arbeitspsychologie - Mensch-Maschine-Interaktion steht im Projektfokus

Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, hat weitere Förderbescheide aus Mitteln der "Förderrichtlinie automatisiertes und vernetztes Fahren auf digitalen Testfeldern in Deutschland" erteilt. „Mit den Förderbescheiden bringen wir innovative Forschungsprojekte rund um das automatisierte und vernetzte Fahren auf die Straße. Wir nutzen dafür unsere weltweit einzigartigen digitalen Testfelder und stellen rund 100 Millionen Euro Fördergelder bereit. Mein Ziel ist, dass Deutschland Leitanbieter für automatisierte und vernetzte Fahrzeuge ist, zum Leitmarkt wird und als erstes Land den Regelbetrieb dieser Technologie einleitet“, sagt Dobrindt.

In der zweiten Runde der Förderrichtlinie überreichte die Parlamentarische Staatssekretärin Dorothee Bär vor wenigen Tagen die Förderbescheide für zwei Forschungsvorhaben auf den innerstädtischen digitalen Testfeldern in Berlin und Dresden. Das Vorhaben „Harmonize DD“ auf dem Testfeld Dresden erhält insgesamt zehn Förderbescheide in Höhe von 3,8 Millionen Euro für die BMW AG, Fraunhofer IVI, Technische Universität Chemnitz, TU Dresden, IAV GmbH, MUGLER AG, Noritel GmbH, Preh Car Connect GmbH, Vodafone GmbH und IVM gGmbH. Ziel des bis Juni 2019 laufenden Projektes ist die Entwicklung eines neuartigen Cloud-basierten Gesamtsystems zur Unterstützung hochautomatisierter und konventioneller Fahrzeuge in innerstädtischen Bereichen - für eine verbesserte Interaktion im Mischverkehr.

„Die neuen Funktionen basieren auf dem komplementären Einsatz aktueller Mobilfunktechnologien sowie Mobile- bzw. Edge-Cloud-Lösungen mit neuen streckenseitigen Cloud-Diensten“, erläutert Prof. Dr. Josef Krems, Inhaber der Professur für Allgemeine Psychologie und Arbeitspsychologie, der an der TU Chemnitz die Forschung koordiniert. Die im Projekt entwickelten Ansätze werden im Digitalen Testfeld Dresden/Sachsen experimentell untersucht und demonstriert, um daraus Schlussfolgerungen für den Ausbau zukünftiger verkehrstechnischer und kommunikationsseitiger urbaner Infrastrukturen abzuleiten. Die Chemnitzer Psychologen spezifizieren in HarmonizeDD insbesondere die Anforderungen an die Mensch-Maschine-Interaktion aus Nutzersicht. Erforscht wird dabei insbesondere das Interaktionsverhalten von Fahrerinnen und Fahrern im Mischverkehr von automatisierten und nicht-automatisierten Fahrzeugen. Die Forschungsarbeit in Chemnitz wird mit mehr als 250.000 Euro gefördert. Das Projekt wird laut Krems auch die Kernkompetenz „Mensch und Technik“ der Technischen Universität Chemnitz weiter stärken.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Josef Krems, Telefon 0371 531-36421, E-Mail josef.krems@psychologie.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach
13.04.2017

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