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Risiko Geisterfahrer

TV-Tipp: In der MDR-Sendung „Echt – Das Magazin zum Staunen“ wagt Moderator Sven Voss am 10. Mai um 21.15 Uhr den Selbstversuch mit dem an der TU Chemnitz entwickelten Alterssimulationsanzug MAX

Die A14 zwischen Döbeln und Mutzschen. Frank Kirsche aus Leipzig ist mit seinen Hockeyfreunden auf dem Weg zu einem Turnier nach Bautzen. Plötzlich kommt ihnen auf derselben Spur ein Auto entgegen. Keine Chance mehr, zu reagieren. Mit voller Wucht prallen die Fahrzeuge zusammen. Drei Menschen sterben. Nur Frank Kirsche überlebt den Unfall 2011. Geisterfahrer sind besonders ein deutsches Phänomen. Jeden Tag sind bei uns sechs Autos auf der Gegenspur unterwegs und etwa 20 Menschen sterben jährlich dadurch.

Vor diesem Hintergrund fragt die MDR-Sendung „Echt – Das Magazin zum Staunen“ am 10. Mai 2016 in seiner Sendung um 21.15 Uhr: Warum geraten Menschen auf die falsche Spur in den Gegenverkehr? Wie lässt sich solch eine Irrfahrt stoppen? Und mit welchen technischen Maßnahmen gelingt es, Geisterfahrten zu verhindern? Laut einer Studie ist jeder dritte Falschfahrer älter als 65 Jahre. Hauptgrund hier: Orientierungsschwierigkeiten. Bei jungen Menschen ist es meist Alkohol, der Reaktion und Sicht einschränkt. "Echt"-Moderator Sven Voss wagt deshalb ein Experiment. Auf einen Schlag wird er um dreißig Jahre altern. Er schlüpft dazu in den Alterssimulationsanzug MAX - entwickelt von der Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement der TU Chemnitz gemeinsam mit der AutoUni, der Wolfsburg AG, der Audi AG und der Volkswagen Konzernforschung. Warum fällt es jetzt so schwer, den richtigen Weg zu finden? Dieser Anzug schränkt Bewegung und Sicht ein. Sven Voss stieg bei den Dreharbeiten an der TU in einen Fahrsimulator ein und erfuhr hautnah verschiedene altersbedingte physiologische Einschränkungen beim Sehen, Hören, Fühlen und der Motorik. Der Selbstversuch zeigt, wie leicht Menschen auf die falsche Spur geraten können.

"Echt" spricht mit Experten über Lösungen, um Geisterfahrer rechtzeitig zu stoppen und schwere Unfälle zu verhindern. Im Rennsteigtunnel hat es Pilotversuche gegeben, Falschfahrer in Echtzeit zu erkennen. Induktionsschleifen in der Fahrbahn melden den Falschfahrer und der Tunnel kann sofort gesperrt werden. Andere Systeme setzen auf Rüttelstreifen, die nur für den Falschfahrer hör- und fühlbar sind. Ein Gerät zur Verhinderung von Geisterfahrten stellt sofort den Motor ab und blockiert bei Falschfahrt das Auto. Nur die Polizei kann die Blockierung wieder aufheben.

Danny Rüffert von der Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement der TU Chemnitz unterstützte das Team vom MDR gern bei den Dreharbeiten im Labor: "Für uns ist dies eine erneute Möglichkeit, im Fensehen auf die Forschungsarbeiten unserer Professur und auf den Alterssimulationsanzug MAX hinzuweisen." Seinen wohl größten Medienauftritt hatte MAX im Jahr 2010 bei einem umfangreichen stern TV-Experiment an der Universität Witten/Herdecke. Auch der damalige stern TV-Moderator Günter Jauch legte selbst den Anzug an.

Weitere Informationen zum Alterssimulationsanzug MAX gibt Danny Rüffert, Telefon 0371 531-34886, E-Mail danny.rueffert@mb.tu-chemnitz.de

Nachtrag vom 11. Mai: Der TV-Beitrag findet sich mittlerweile in der MDR-Mediathek.

(Quelle: MDR)

Mario Steinebach
10.05.2016

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