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Leicht, leise und ökologisch vorteilhaft

Werkstoff Holz im Fokus: Wissenschaftler der Professur Fördertechnik der TU Chemnitz stellen Forschungstransferprojekte vom 31. Mai bis 2. Juni 2016 auf der Leichtbaumesse LiMA vor

Einsatzszenarien von Holz im Maschinen- und Anlagenbau erforscht die Arbeitsgruppe Anwendungstechnik erneuerbarer Werkstoffe an der Professur Fördertechnik der Technischen Universität Chemnitz. Ergebnisse ihrer Tätigkeit stellt sie auf der Leichtbaumesse LiMA vom 31. Mai bis 2. Juni in der Messe Chemnitz vor. Die Wissenschaftler zeigen den Demonstrator einer hängenden Montagevorrichtung, die für einen deutschen Automobilhersteller entwickelt und gefertigt wurde. Dieser sogenannte C-Haken aus Holz ist etwa 60 Prozent leichter als eine konventionelle Stahlkonstruktion und trägt durch sein geringeres Gewicht zu einem energieeffizienten Betrieb der Fördertechnik bei.

"Leicht, leise und ökologisch vorteilhaft" – mit diesen Worten beschreibt Christoph Alt, Wissenschaftler an der Professur Fördertechnik und Mitglied der Arbeitsgruppe, die wesentlichen Vorteile, die Holz als Werkstoff für den konstruktiven Leichtbau bietet. Nachgewiesen haben die Forscher diese Eigenschaften bereits in Skidförderern mit Holzgestell, mit denen Pkw-Karossen innerbetrieblich transportiert werden. Die Funktionsweise der Skidförderer wird ebenfalls auf der LiMA gezeigt.

„Nach mehrjähriger Forschungstätigkeit sind wir in der Lage, Transferleistungen in die Industrie anzubieten und das Thema ‚Holz im Maschinen- und Anlagenbau‘ durch konkrete Praxisprojekte wiederzubeleben. Unser Anspruch ist es, die bisher erarbeiteten Ergebnisse in einfachen, technisch vorteilhaften Konstruktionen umzusetzen und damit die technischen, ökonomischen und ökologischen Vorteile von ausgewählten Holzwerkstoffen wieder in das Bewusstsein potenzieller Anwender zu rücken“, betont Alt.

Die Chemnitzer Forscher verwenden für ihre Projekte ausgewählte Holzwerkstoffe, die nach den Brandschutznormen zertifiziert sind. Bei der Fertigung arbeiten sie mit der flömö GmbH Falkenau zusammen, einem Spezialisten für Holzbearbeitung in der Chemnitzer Region.

Weitere Innovationen auf der Leichtbaumesse

Neben nachwachsenden Rohstoffen stehen auf der LiMA weitere Leichtbau-Anwendungen aus Textilien, Kunststoffen und Metalle sowie Werkstoffverbunden im Fokus. International renommierte Forschungseinrichtungen aus dem sächsischen Leichtbaucluster Chemnitz-Freiberg-Dresden präsentieren ihre Innovationen für viele Branchen. Die Voith Engineering Services GmbH Chemnitz stellt Leichtbaulösungen für die Bahntechnik in den Mittelpunkt ihres LiMA-Auftritts. Gemeinsam mit den Partnern Cotesa Mittweida, Lakowa Wilthen, RCS Königsbrück, Havel metal foam Brandenburg, Fraunhofer IWU und TU Chemnitz offeriert der Schienenfahrzeugentwickler Potenziale in diesem Bereich am Beispiel eines Triebzuges der Reihe VT 642, einem der meistgenutzten Wagen im bundesdeutschen Regionalverkehr, den die DB Erzgebirgsbahn für die Messe zur Verfügung stellt.

Im begleitenden Fachprogramm der LiMA stellt die VDMA-Innovationswerkstatt Leichtbau neue Hybridtechnologien sowie Maschinenbaukompetenzen in den Mittelpunkt. Ziel der Veranstaltung am 1. Juni ab 13 Uhr ist unter anderem der Technologietransfer aus der Forschung in die Industrie.

Profitieren können LiMA-Aussteller und –Besucher zudem von den Angeboten der parallel stattfindenden Internationalen Messe für Technische Textilien mtex+ und der Sächsischen Industrie- und Technologiemesse SIT. Zu diesen drei Veranstaltungen werden rund 250 Aussteller aus Deutschland, Israel, den Niederlanden, Österreich, Polen und der Tschechischen Republik erwartet. Partner der LiMA 2016 sind die CWE Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH und der Industrieverein Sachsen 1828 e.V.

Weitere Informationen: http://www.holz-im-maschinenbau.de, http://www.lima-chemnitz.de

(Autorin: Ina Reichel)

Mario Steinebach
29.04.2016

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