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TU-Absolventin Nina Weißbach begeistert sich seit Kindertagen für ingenieurwissenschaftliche Tätigkeiten und wurde nun mit dem Eleonore-Dießner-Preis ausgezeichnet

Nina Weißbach ist Ingenieurin mit Leib und Seele. Als die Klassenkameradinnen zu Schulzeiten Deutsch und Englisch als Wahl- oder Leistungsfächer wählten, entschied sie sich für Mathematik und Physik. „Die naturwissenschaftlichen Fächer bereiteten mir in der Schule immer am meisten Spaß. Wenn es Problemstellungen gab, habe ich mir gerne etwas ausgedacht, um diese zu lösen. Basteleien und Konstrukteurtätigkeiten waren mein größtes Hobby“, erinnert sich die Maschinenbauingenieurin. So war es naheliegend, dass Weißbach nach dem Abitur im Jahr 2009 das Bachelorstudium des Maschinenbaus an der TU Chemnitz aufnahm. „Anfangs wollte ich mich allerdings für den Studiengang Sports Engineering einschreiben“, erzählt sie und ergänzt: „Während meiner Schulzeit am Sportgymnasium Chemnitz habe ich Leichtathletik gemacht und aktuell spiele ich in der Volleyballmannschaft des SV Chemnitz Harthau. Die Entwicklung von Sportgeräten war für mich ein interessanter Bereich. Doch letztlich entschied ich mich dann für das allgemeine und klassische Maschinenwesen.“

Ab Oktober 2009 studierte die gebürtige Mittweidaerin den Bachelorstudiengang Maschinenbau an der TU Chemnitz und schloss ihn mit hervorragenden Leistungen in Regelstudienzeit ab. Auch den anschließenden Master der gleichen Fachrichtung absolvierte sie mit Bravour. Für ihr Engagement während des Studiums erhielt Weißbach insgesamt drei Mal das Deutschlandstipendium. Ihre wissenschaftliche Abschlussarbeit mit dem Titel „Implementierung eines Materialmodells mit Payne-Effekt in die explizite FEM zur Simulation der dynamischen Steifigkeiten von Elastomerkomponenten im Fahrwerksbau” wurde mit der Note „sehr gut“ bewertet und zugleich mit dem Eleonore-Dießner-Preis 2015 ausgezeichnet. Die Verleihung dieses Preises fand erstmals im Jahr 2013 statt und richtet sich an Absolventinnen der MINT-Fächer, die ihr Studium an der TU Chemnitz vorbildlich gemeistert haben. „Es ist eine sehr schöne Auszeichnung, die die getane Arbeit belohnt. Die Chemnitzer Uni ist keine kleine Universität und es freut mich, eine positive Rückkopplung zu erfahren“, sagt die 25-Jährige. Allerdings bringt Weißbach auch einen Punkt an, der ihr zu denken gibt: „Als Frau in einem technischen Beruf hat man immer einen besonderen Status. Es sollte nichts Besonderes sein, dass wir Frauen die gleichen Dinge machen wie unsere männlichen Kollegen.“ Das Maschinenbaustudium bewertet Weißbach insgesamt als gut und vor allem im Bereich Angewandte Mechanik passen Bachelor- und Masterstudium optimal zusammen. Die geringe Anzahl der Masterstudenten in dem Bereich trage zusätzlich dazu bei, ein familiäres und angenehmes Arbeits- und Studienklima zu schaffen.

Ihre theoretischen sowie praktischen Fähigkeiten stellt Weißbach nun tagtäglich bei ihrem Job als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Mechanik und Thermodynamik unter Beweis. Seit einem Jahr beschäftigt sich die Ingenieurin mit der Simulation von Luftfedern, die vor allem in Nutzfahrzeugen zum Einsatz kommen. Dabei arbeitet sie mit einer dreidimensionalen Repräsentation der im Luftfederbalg enthaltenen textilen Festigkeitsträger. Bereits während ihres Studiums legte sie Wert auf praktische Erfahrungen. Im Wintersemester 2012/13 absolvierte die Maschinenbaustudentin ein fünfmonatiges Praktikum beim Automobilzulieferer Schaeffler Group USA Inc. in der Nähe von Detroit, USA. Anschließend arbeitete sie als studentische Hilfskraft an ihrem Institut. „Der Promotionsgedanke kam bei mir tatsächlich im Laufe meiner Tätigkeit als Hilfskraft auf. Zugleich wollte ich nach meinem Abschluss in Sachsen bleiben, denn hier fühle ich mich zu Hause. Ich bin sehr froh, die Anstellung an der TU bekommen zu haben“, resümiert Weißbach. Langfristig könne sie sich auch vorstellen, weitere Erfahrungen in der Industrie zu sammeln.

Unter folgendem Link ist das wissenschaftliche Poster der prämierten Abschlussarbeit Weißbachs zu finden: https://www.tu-chemnitz.de/gleichstellung/Wissenschaftliches%20Poster_Eleonore%20Die%C3%9Fner-Preis_Maschinenbau_Nina%20Wei%C3%9Fbach_25-11-15_final.pdf

(Autorin: Katharina Preuß)

Katharina Thehos
02.02.2016

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