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Krieg und Gewalt im Computerspiel

Arbeitskreis Militärgeschichte richtet Jahrestagung an der Technischen Universität Chemnitz aus – mehr als 20 Referenten werden erwartet

Videospiele sind ein gesamtgesellschaftliches Phänomen: Gespielt wird heute in jeder Alters- und Berufsgruppe. Konfliktlösung mit Hilfe von Gewalt spielt dabei eine wichtige Rolle – häufig ist sie ein entscheidender Spielinhalt. Historische Kriege bilden neben aktuellen und fiktionalen Konflikten einen beliebten Hintergrund für Spiele aller Genres. Der „Arbeitskreis Militärgeschichte e.V.“ (AKM) – mit mehr als 500 Mitgliedern einer der größten thematischen Zusammenschlüsse deutschsprachiger Historiker – widmet daher seine Jahrestagung 2015 dem Phänomen „Krieg und organisierte Gewalt im Computerspiel“. Vom 26. bis 28. November findet die mehrtägige Konferenz erstmals in Chemnitz statt.

„Videospiele – egal ob am PC oder auf Konsolen – sind in den letzten Jahren zu einem gesellschaftlich relevanten Medium von Geschichtsinformation und Geschichtsverständnis geworden“, betont Prof. Dr. Martin Clauss, Inhaber der Professur Europa im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit an der TU Chemnitz. Gemeinsam mit Prof. Dr. Peter Ohler von der Professur Medienpsychologie und dem Historiker Dr. Markus Pöhlmann vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam gehört er zu den Organisatoren der Tagung. „Zu untersuchen, welche Bilder von Gewalt und Krieg in Spielen vermittelt werden, ist somit eine wichtige Aufgabe einer modernen Militärgeschichte“, erläutert Prof. Clauss weiter. Auf der Konferenz soll diese Aufgabe an zahlreichen Beispielen umgesetzt werden. Von den zahlreichen Reaktionen auf einen internationalen Call for Papers wurden 15 Themenvorschläge ausgewählt, die von mehr als 20 Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen präsentiert werden – darunter auch mehrere Beiträge von Angehörigen und Studierenden der TU Chemnitz.

Zu den Zielen des Arbeitskreises Militärgeschichte gehören die Information der Öffentlichkeit über alle Bereiche der Militärgeschichte und die Vernetzung der wissenschaftlich an der Militärgeschichte Interessierten. Die Tagung ist daher für alle Besucher geöffnet. Für Teilnehmer, die nicht dem AKM angehören, wird eine - vor Ort zu begleichende - Tagungsgebühr in Höhe von zehn Euro erhoben.

Veranstaltungsort: TU Chemnitz, Böttcher-Bau, Straße der Nationen 62, Raum 305

Das Tagungsprogramm zum Download: https://www.tu-chemnitz.de/phil/geschichte/gdma/docs/FlyerKriegComputer20150925.pdf

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Martin Clauss, martin.clauss@phil.tu-chemnitz.de.

(Autor: Martin Munke)

Mario Steinebach
23.11.2015

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