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Werkzeug Stimme

Ronald Herzog vom Zentrum für Lehrerbildung trainiert Lehrer in Sachsen – Angebote auch für Lehrende und Studierende der TU Chemnitz sowie im Rahmen der Kinder-Uni

Lehrer sind Sprechprofis, ihre Stimmen elementare Werkzeuge der Wissensvermittlung. Keine Stimme, keine Lehre. Deshalb ist Sprecherziehung nicht nur Bestandteil der Lehramtsausbildung an der TU Chemnitz, sondern darüber hinaus ein gefragter Gegenstand der Lehrerfortbildung. So war Ronald Herzog, Mitarbeiter des Zentrums für Lehrerbildung und des Instituts für Germanistik und Kommunikation der TU Chemnitz, zu Beginn des Schuljahres als Gastdozent an sächsischen Schulen unterwegs. In praxisorientierten Workshops vermittelte er Lehrern Tipps für den physiologischen Stimmgebrauch und Trainingsmethoden für den täglichen Einsatz. Mit dabei war auch Dr. Adelheid Hofmann, Fachleiterin am Beruflichen Gymnasium Schwarzenberg. Sie hatte die Fortbildung für ihre Schule organisiert und weiß um die Bedeutung des Themas: „Die Stimme ist unser Hauptarbeitsmittel. Am Feedback und dem abschließenden Beifall war ganz deutlich abzulesen, dass diese Fortbildung den Kollegen sehr gut gefallen hat. Mitgenommen haben wir ein umfangreiches Stimmübungsprogramm, das wir nicht nur ausprobiert haben, sondern auch als Handout mit nach Hause nehmen konnten. So ist die Nachhaltigkeit gesichert“, sagt Dr. Hofmann. Auch am Chemnitzer Schulmodell wurde das Angebot der TU Chemnitz positiv aufgenommen. Hier sind für das Wintersemester Folgetermine mit interessierten Lehrerinnen geplant, um einen signifikanten Trainingseffekt zu erzielen.

Mit Beginn des neuen Semesters wird es auch auf den Gängen des Zentrums für Lehrerbildung wieder lauter. In der Übung „Sprechbildung und Praktische Rhetorik“ arbeiten dann die Erstsemester an ihrem „Werkzeug Stimme“. „Im Wesentlichen geht es darum, künftigen Lehrern einen bewussten Umgang mit der eigenen Stimme zu erschließen. Nicht jeder nutzt seine physiologischen Voraussetzungen intuitiv richtig und nicht jeder ist ein rhetorisches Naturtalent. Hier versuchen wir positiv einzuwirken“, sagt Dipl.-Sprechwissenschaftler Ronald Herzog. Er leitet zudem das Seminar „Sprechwerkstatt“, das erstmalig im Sommersemester 2015 angeboten wurde. Dabei lernen die Teilnehmenden ausgehend von grundlegenden Darstellungstechniken ihr eigenes Theaterstück zu inszenieren und Sprechen als primäres künstlerisches Mittel einzusetzen. Das daraus entstandene Projekt soll Ende November mit einer öffentlichen Aufführung in Chemnitz abgeschlossen werden.

Wissenschaftlich betreut wird die Sprecherziehung an der TU Chemnitz durch Prof. Dr. Ellen Fricke (Professur Germanistische Sprachwissenschaft). Unter ihrer Leitung wird derzeit das „Center for Rhetorics, Semiotics and Multimodal Communication“ aufgebaut, in dem die Forschung sowie das Weiterbildungsangebot der Sprechwissenschaft und Gestenforschung gebündelt werden soll.

Für Lehrende der TU Chemnitz bietet Ronald Herzog ab dem Wintersemester eine „Stimm-Sprech-Stunde“ an. Und auch für die ganz jungen Studierenden gib es einen Veranstaltungstipp zu diesem Thema: „Wunder-Werkzeug Stimme“, eine Vorlesung im Rahmen der Kinder-Uni am 24. Januar 2016.

Weitere Informationen sowie Anmeldung für die Stimm-Sprech-Stunde: Ronald Herzog, Telefon 0371 531-38447, E-Mail ronald.herzog@hrz.tu-chemnitz.de

(Autorin: Lisa Anders)

Katharina Thehos
16.09.2015

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