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Willkommene Investitionen auf dem Campus

Das Studentenwerk Chemnitz-Zwickau erhält Zuschüsse vom Freistaat Sachsen und ergreift zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Studienbedingungen

  • Sozialberaterin Anke Just steht internationalen Studierenden seit Juli 2015 mit Rat und Tat zur Seite. Ihre Stelle wurde über die Zuschüsse vom Freistaat finanziert. Foto: Anett Halke

Bei frischem Kaffee im Gebäude der Mensa an der Reichenhainer Straße auf das kommende Seminar vorbereiten, ohne dass dabei die Akkulaufzeit des Laptops unaufhaltsam zur Neige geht – schon bald ist das kein Wunschdenken vieler Studenten der TU Chemnitz mehr. Sächsische Studentenwerke erhalten eine deutliche Erhöhung des Landeszuschusses zum laufenden Betrieb. Im Doppelhaushalt für 2015/16 werden zehn Millionen statt bisher knapp sechs Millionen Euro pro Jahr festgeschrieben. Einen Großteil der Zuschusserhöhung wird das Studentenwerk Chemnitz-Zwickau für die Deckung laufender Infrastruktur­vorhaltungskosten der Mensen und Cafeterien einsetzen. „Die Mensa auf unserem Campus wurde zuletzt im Jahr 2001 saniert. Inzwischen treten erste Alterserscheinungen ein, denen wir mit den zusätzlichen Geldern entgegenwirken werden“, berichtet Anja Schönherr, Geschäftsführerin des Studentenwerks Chemnitz-Zwickau. So sollen trüb gewordene und teils gerissene Glasscheiben an der Mensaaußenwand ausgetauscht, veraltete Küchengeräte erneuert, ein Teil der Lüftungsanlage modernisiert und zusätzliche Sitz- und Arbeitsplätze geschaffen werden. Schönherr ergänzt: „Wir sind sehr froh, dass uns der Freistaat die Gelder zur Verfügung stellt. Allein die Kosten für den Einsatz einer modernen und energieeffizienten Lüftungsanlage bewegen sich im sechsstelligen Bereich. Ohne den Zuschuss wäre die Deckung der Kosten nicht möglich gewesen.“ Mit der Umsetzung einiger Maßnahmen wurde bereits begonnen und viele der alten Küchengeräte sind inzwischen durch moderne Gerätschaften ersetzt worden. Am deutlichsten sichtbar werden die Umbauarbeiten im Foyer der Mensa sein, die im November starten. Dabei werden auf den bisher ungenutzten Flächen zusätzliche Sitzplätze gewonnen, die mit Steckdosen zur Arbeit am Computer ausgestattet sind. Bisher war das Arbeiten in der Cafeteria ungern gesehen und das Ergattern eines Platzes in der Nähe einer freien Steckdose ohnehin seltenes Glück. Mit der Bereitstellung gut ausgestatteter Arbeitsplätze im Mensagebäude wird der Wunsch vieler Studierender umgesetzt.

Zusätzliche Ausweitung sozialer Dienste

Erstmalig seit der Neugründung der sächsischen Studentenwerke vor 24 Jahren werden dem Studentenwerk zudem Gelder für soziale Dienste zur Verfügung gestellt. „Unser Budget hat sich dadurch knapp verdoppelt und beläuft sich nun auf etwa 170.000 Euro. Damit zeigt uns die Landesregierung, dass ihr die sozialen Unterstützungsleistungen für Studierende ungemein wichtig sind“, freut sich Manja Buze, Sachgebietsleiterin der Bereiche Beratung, Kultur und Öffentlichkeitsarbeit. Mit dem Landeszuschuss plant das Studentenwerk den weiteren Ausbau der Leistungen zur Willkommenskultur, Barrierefreiheit, psycho-sozialen Betreuung der Studierenden sowie zur Vereinbarkeit von Studium und Familie. Im Juli 2015 wurde bereits eine Stelle für die Sozialberatung internationaler Studierender geschaffen. TU-Absolventin Anke Just berät ausländische Studierende in Fragen wie Versicherung, Finanzierung, Kinderbetreuung und Nebenjobs. „Aktuell gibt es an der TU Chemnitz knapp 20 Prozent ausländische Studierende, die in Frau Just nun eine direkte Ansprechpartnerin in allen Bereichen sozialer Belange finden. Zudem ist für das Jahr 2016 eine zweisprachig gestaltete Webseite geplant. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf barrierearmen Nutzungsmöglichkeiten. So soll die Webseite für Benutzer von sogenannten Screenreadern angepasst werden oder auch die Bedienung der Webseite ausschließlich über die Tastatur möglich sein. Mit diesen Maßnahmen sollen die dort befindlichen Informationen auch für beeinträchtigte Studierende nutzbar gemacht werden“, erklärt Buze.

Für den Bereich Sozialberatung ist weiterhin der Einsatz einer Fachkraft geplant, die direkt auf die Studierenden zugeht. Ähnlich einem Streetworker wird der Sozialarbeiter versuchen, durch aktive Ansprache Zugang zu den Studierenden herzustellen. Seit vergangenem Jahr wird die aufsuchende Sozialarbeit anhand eines Modellversuches in Zwickau getestet. Die Evaluation des Vorhabens ist inzwischen abgeschlossen, nun soll es aufgrund positiver Resonanz auf Chemnitz übertragen werden. Neben innovativen Ideen werden auch bestehende Angebote wie die flexible Kinderbetreuung gefördert. „Dank des erweiterten finanziellen Spielraums konnten wir das Betreuungsangebot im Zwergencampus kurzfristig im Prüfungszeitraum des Sommersemesters 2015 aufstocken und somit gewährleisten, dass sich die Studierenden mit Kind angemessen auf die Prüfungen vorbereiten können“, so Buze.

Zuschüsse ab 2017 bisher unklar

Bisher wurden die Zuschüsse ausschließlich für die Jahre 2015 und 2016 zugesichert. Ob anschließend weitere Gelder bewilligt werden, ist bisher unklar. Schönherr bleibt zuversichtlich: „Mit den vorhandenen Geldern haben wir neue Möglichkeiten, um die Bedingungen rund ums Studium zu verbessern. Wir möchten dazu beitragen, dass sich sowohl ausländische und beeinträchtigte Studierende als auch Studierende mit Kind bei uns willkommen fühlen und ihr Studium möglichst schnell und erfolgreich abschließen können.“

Weitere Informationen: Manja Buze, Telefon 0371 5628-120, E-Mail manja.buze@swcz.de

(Autorin: Katharina Preuß)

Katharina Thehos
15.09.2015

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