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TU Chemnitz zählt zu den Siegern des Wettbewerbs „Study & Work“

Universität wurde für ihre Strategien zur Bindung künftiger internationaler Fachkräfte an den deutschen Arbeitsmarkt ausgezeichnet – Enge Kooperation im Arbeitskreis Fachkräftesicherung Chemnitz

Auch in der Region Chemnitz ist der Fachkräftemangel nicht zuletzt aufgrund der guten Konjunktur in vielen Branchen deutlich spürbar. Ein möglicher Lösungsweg liegt dabei im Zuzug von ausländischen Fachkräften, die jedoch erst einmal erreicht und überzeugt sein wollen, ihre berufliche Perspektive in Chemnitz zu suchen. Wesentlich erfolgversprechender ist der Ansatz, internationale Studierende der Technischen Universität Chemnitz – deren Anteil an der Gesamtstudierendenzahl liegt derzeit bei etwa 19 Prozent - in der Region zu halten. „Wir sind immer wieder überrascht, wie viele internationale Studierende an einem Berufseinstieg in regionalen mittelständischen Unternehmen und Start-ups interessiert sind und hier eine neue Heimat finden möchten“, so Dr. Christian Genz, der Projektgeschäftsführer des Career Service der Technischen Universität Chemnitz. Vor diesem Hintergrund hat sich das Zentrum für Wissens- und Technologietransfer (ZWT) der TU Chemnitz am Wettbewerb Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft „Study & Work“ beteiligt. Mit Erfolg: Die Ostbeauftragte und Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundeswirtschaftsminister, Iris Gleicke, und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft haben zehn Netzwerke, bestehend aus Hochschulen, Wirtschaft und regionalen Akteuren im Wettbewerb „Study & Work“ prämiert. Die Gewinner haben die besten Konzepte für die Integration internationaler Studierender in die regionalen Arbeitsmärkte präsentiert. Zu den zehn Siegerhochschulen zählt auch die TU Chemnitz.

„Internationale Studierende zu einem erfolgreichen Studienabschluss zu führen, frühzeitig über berufliche Perspektiven - insbesondere in unserer Region - zu informieren und beim Übergang von der Universität in den Arbeitsmarkt geeignete Hilfestellungen zu geben, ist für die TU Chemnitz ein wichtiger Aspekt innerhalb der Hochschulentwicklungsplanung“, sagt Prof. Dr. Arnold van Zyl, Rektor der TU Chemnitz. Durch das Projekt „Study and Work“ könne der Career Service internationale Studierende und Absolventen noch intensiver bei der Aufnahme von Praktika und Arbeitsverhältnissen in der Region Chemnitz unterstützen. „Unsere Türen sind für die Wirtschaft weit geöffnet, die Unternehmen können unseren Studierenden jederzeit zeigen, welche attraktive Perspektiven sie bieten - insbesondere auf dem regionalen Arbeitsmarkt“, so der Rektor. Dies sei eine Win-win-Situation, denn jeder internationale Absolvent bringe seinen eigenen Blickwinkel in das Unternehmen mit ein und helfe so, Zugänge zu neuen Märkten zu finden. „Dabei profitieren die potenziellen Arbeitgeber auch von der an der TU Chemnitz im Studium vermittelten interkulturellen Kompetenz“, sagt Prof. van Zyl.

In der ersten Projektphase werden Studierende unter anderem durch englischsprachige Informationsveranstaltungen für den Berufseinstieg in Sachsen, die damit verbundenen Anforderungen sowie die Unterstützungsangebote des Projekts sensibilisiert. Für die Teilnahme an der zweiten Phase des Projekts müssen sich die internationalen Studierenden bewerben. Die talentiertesten werden in Workshops und Beratungen auf den Berufseinstieg vorbereitet und während der gesamten Phase des Berufseinstiegs begleitet. Kernziele sind die Sensibilisierung internationaler Studierenden für die Chancen des deutschen Arbeitsmarkts sowie die Integration von mindestens 25 internationalen Studierenden der TU Chemnitz in versicherungspflichtige Vollzeitarbeitsverhältnisse bei regionalen Arbeitgebern.

Das Projekt baut dabei auf dem seit mehreren Jahren bestehenden „Arbeitskreis Fachkräftesicherung Chemnitz“ auf, dem derzeit folgende Institutionen angehören: TU Chemnitz (Career Service / Internationales Universitätszentrum), Agentur für Arbeit Chemnitz, Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft, Industrieverein Sachsen 1828 e.V., Industrie- und Handelskammer Chemnitz, Handwerkskammer Chemnitz, Ausländerbehörde Stadt Chemnitz, Jobcenter Chemnitz sowie Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft. Die im letzten Jahr an der Universität vollzogene Integration des Career Service ins Zentrum für Wissens- und Technologietransfer bringt zusätzliche Vorteile für das Projekt. „Die vielfältigen Partner des Zentrums für Wissens- und Technologietransfer stehen dem Career Service natürlich ebenfalls als mögliche Arbeitgeber zur Verfügung. Zudem sind internationale Studierende, die den Schritt in die Selbstständigkeit gehen möchten, beim ebenfalls am ZWT angesiedelten Gründernetzwerk SAXEED jederzeit gern gesehen“, sagt Prof. Dr. Andreas Schubert, Prorektor für Wissens- und Technologietransfer und Direktor des Zentrums für Wissens- und Technologietransfer.

Dr. Eva-Maria Stange, Sachsens Ministerin für Wissenschaft und Kunst, gratuliert der TU Chemnitz und den beiden anderen technischen Universitäten aus dem Freistaat, die ebenfalls zu den zehn Siegerhochschulen gehören: „Ich bin sehr froh über diese Ehrung und die damit verbundene finanzielle Förderung. Mit liegt es sehr am Herzen, dass möglichst viele ausländische Absolventen der sächsischen Hochschulen auch im Freistaat eine berufliche Perspektive finden und den Fachkräftebedarf der Wirtschaft decken helfen. Das erhöht die Attraktivität unserer Hochschulen und ist ein effektives Gegenmittel gegen den drohenden Fachkräftemangel in den Unternehmen.“

Stichwort: Study & Work

„Study & Work“ ist eine gemeinsame Initiative der Beauftragten für die neuen Bundesländer und für den Mittelstand im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. Insgesamt hatten sich 46 Hochschulen an dem Wettbewerb „Study & Work“ beteiligt, davon 17 aus den ostdeutschen Bundesländern. In den kommenden zwei Jahren werden die Wettbewerbssieger bei der Umsetzung ihrer Vorhaben mit jeweils bis zu 120.000 Euro unterstützt. „Study & Work“ wurde erstmalig von der Ostbeauftragten und dem Stifterverband ausgelobt. Ziel dieses Wettbewerbs ist es, die gesellschaftliche und berufliche Integration ausländischer Fachkräfte zu verbessern und gleichzeitig zur Nachwuchskräftesicherung in der regionalen Wirtschaft beizutragen.

In regelmäßigen Netzwerktreffen soll das Thema Fachkräftesicherung und internationale Studierende weiter vorangetrieben werden. Auf Veranstaltungen werden die Ergebnisse aus der Initiative und aus einer flankierenden Studie des Forschungsbereichs des Sachverständigenrates für Integration und Migration der Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert. Die Auftakttagung findet am 9. Dezember 2015 in Berlin statt. www.study-work.de


Weitere Informationen erteilt Dr. Christian Genz, Telefon 0371 531 38391, E-Mail christian.genz@verwaltung.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach
29.05.2015

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