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Preisgekrönte Energieeffizienz für ein Bestandsrechenzentrum

TU Chemnitz zählt zu den Gewinnern des Deutschen Rechenzentrumspreises 2015 – Neuartige Klimasteuerung überzeugt die Jury

Für ein Konzept der energieeffizienten Klimatisierung eines Bestandsrechenzentrums wurde die Technische Universität Chemnitz in einer von acht Kategorien mit dem Deutschen Rechenzentrumspreis 2015 geehrt. Im Rahmen einer Gala anlässlich des Kongresses „future thinking“ wurde der Preis am 20. April in Darmstadt an PD Dr. Matthias Vodel, Leiter der Facharbeitsgruppe Systemsoftware im Universitätsrechenzentrum der TU Chemnitz, übergeben. Insgesamt wurden deutschlandweit 60 Projekte für den diesjährigen Wettbewerb eingereicht.

Das Universitätsrechenzentrum der TU Chemnitz überzeugte mit dem Projekt „TUCool“ die Jury. Das Ziel der Chemnitzer ist es, den Betrieb zentraler IT-Systeme energetisch und wirtschaftlich zu optimieren. Ein zentraler Ansatzpunkt ist hierbei die Klimatisierung der Serverräume. Im Gegensatz zu anderen am Markt befindlichen Lösungen und Ansätzen nutzt TUCool ausschließlich vorhandene Datenquellen der verbauten Hardware-Komponenten. Der kosten- und zeitintensive Einbau zusätzlicher Messsysteme entfällt. „Lastinformationen, Temperaturen und Lüfterdrehzahlen sind aus jedem System lesbar, sie müssen nur sinnvoll analysiert und interpretiert werden“, erläutert Vodel. Die so gewonnenen Informationen ermöglichen Rückschlüsse auf den Zustand der Geräte sowie auf die Klimaeffizienz. Somit ist es zum Beispiel möglich, die Klimaanlage des Serverraums besser und vorausschauender anzusteuern.

Aktuelle Entwicklungsarbeiten an der TU Chemnitz konzentrieren sich auf das automatisierte Anlernen wiederkehrender Lastsituationen und somit auf die proaktive Vermeidung thermischer Lastspitzen. „Neben der nicht unerheblichen Energieeinsparung wird das Risiko von Systemausfällen deutlich reduziert, und zwar für alle Server- und Speichersysteme. Dies ist für uns als zentrales Rechenzentrum für die Bereitstellung aller IT Dienste von größter Wichtigkeit“, erklärt Prof. Dr. Wolfram Hardt, Direktor des Universitätsrechenzentrums. Vodel und Hardt sind davon überzeugt, dass TUCool auch für anderen Rechenzentren ein enormes Optimierungspotential bei minimalem Kostenaufwand bietet. "Gerade im Bereich der Universitäten, Hochschulen und öffentlichen Einrichtungen existieren sehr viele Rechenzentren mittlerer Größe mit herkömmlicher Umluftklimatisierung und unterschiedlichen Hardware-Generationen. Genau hier sollte TUCool zum Einsatz kommen und die Betriebskosten senken", ergänzt Vodel. An der Entwicklung des sogenannten „adaptiven AirFlow-Managements“ beteiligt sind an der TU Chemnitz auch Experten aus der Informatik sowie der Technischen Thermodynamik.

Weitere Informationen erteilt PD Dr.-Ing. habil. Matthias Vodel, Telefon 0371 531-36499, vodel@hrz.tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach
22.04.2015

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