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Balanceakt zwischen Sport und Studium

Leichtathlet Martin Schumann trainiert seit frühester Kindheit intensiv und mehrfach pro Woche – Neben seiner sportlichen Aktivität als Diskuswerfer studiert er Regenerative Energietechnik

Die Leidenschaft für den Sport allgemein und das Werfen im Speziellen entdeckte der gebürtige Sachse bereits früh für sich. Schon während seiner Grundschulausbildung in Rochlitz bei Leipzig wurden auch Trainer auf den jungen Martin Schumann aufmerksam, der im Rahmen eines Schul­vergleichs mit seiner Leistung im Werfen erstmals aus der Masse der Mitschüler und Konkurrenten herausstach. Die anschließenden, nahezu täglichen Trainings­einheiten sollten schließlich den Startschuss einer ambitionierten Sport­laufbahn bilden. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Grundschule erfolgte schließlich der Wechsel an das Sport­gymnasium Chemnitz, um den Fokus auch weiter auf die sportliche Ausbildung konzentrieren zu können. „Zu diesem Zeitpunkt war es natürlich mein großes Ziel, später als professioneller Leistungs­sportler aktiv zu sein“, so Schumann. Das Schulmodell des Chemnitzer Sport­gymnasiums kam ihm bei diesem Vorhaben sehr gelegen, denn es bot die Möglichkeit, das Abitur in 13 Jahren abzuschließen. Neben täglich vier Stunden regulärem Unterricht blieb so noch genügend Spielraum für zwei weitere Stunden intensiven Trainings – und das, ohne die Freizeit gänzlich zu opfern. Der Sprung vom Jugend- zum Leistungs­sport gestaltete sich dennoch schwierig für den ambitionierten und erfolgreichen Diskus­werfer. Um sich beruflich ein sicheres Standbein zu schaffen, hörte Schumann daher auf das sprich­wörtlich zweite Herz in seiner Brust: die Begeisterung für technische Sach­verhalte.

Was läge für den Chemnitzer Abiturienten also näher, als an der hiesigen Technischen Universität zu studieren? „Während meiner Schul­zeit habe ich hier viele soziale Kontakte geknüpft. Außerdem kann ich in Chemnitz weiterhin im Kreise meiner Stamm­trainer sportlich aktiv sein, trainieren und auf den Grundsteinen aufbauen, die hier ja auch gelegt wurden“, erläutert Schumann seine Gründe für die Wahl der Universität. Entsprechend seines großen technischen Interesses sowie den sicheren Zukunftsprognosen der Branche fiel die Auswahl des Studiengangs schließlich auf Regenerative Energie­technik. Zudem sammelt der technik­begeisterte Sportler neben dem Studium auch praktische Erfahrungen - beispielsweise im Rahmen seiner Tätigkeit als studentische Hilfskraft im Chemnitzer Labor des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Systeme und Bau­elemente­technologie IISB. Trotz des Fokus‘ auf das Studium trainiert Schumann auch weiterhin circa fünf Mal pro Woche und nimmt aktiv an Sport­wettkämpfen teil. So erreichte der Diskuswerfer sowohl 2013 als auch 2014 den zweiten Platz bei den Deutschen Hochschul­meister­schaften. Auch für das Jahr 2015 zählt die Verteidigung der Vize­meister­schaft erneut zu den deklarierten sportlichen Zielen Schumanns. Zudem entdeckte der 23-Jährige jüngst auch eine Winter­sportart für sich: das Bobfahren. Als Mitglied des Sportclub Ober­bärenburg e. V. in Altenberg ist er seitdem auch regelmäßig im steilen Eiskanal anzutreffen.

Trotz seiner anhaltenden Faszination für den Sport sieht Schumann seine berufliche Zukunft dennoch im Bereich der Elektro­technik: „Nach meinem Bachelor­abschluss möchte ich hier an der Technischen Universität zunächst auch meinen Master im Bereich des Wirtschafts­ingenieur­wesens anschließen und danach in diesem Berufs­feld tätig sein. Dies ändert aber nichts daran, dass der Sport zumindest als Hobby immer ein wichtiger Bestandteil meines Lebens bleiben wird.“

(Autor: Martin Blaschka)

Katharina Thehos
29.01.2015

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