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So wird Industriegeschichte zum Erlebnis

Interaktive Stadtrundgänge im App-Format: Schüler aus Chemnitz forschen gemeinsam mit Wissenschaftlern der Institute für Europäische Studien und Europäische Geschichte der TU

Im November 2014 startete an der Juniorprofessur „Humangeographie Ostmitteleuropas“ das Forschungsprojekt „Industriegeschichte erleben“, das im Rahmen des Programms „Denkwerk – Schüler, Lehrer und Geisteswissenschaftler vernetzen sich“ durch die Robert-Bosch-Stiftung über einen Zeitraum von zwei Jahren gefördert wird. Etwa 100 interessierte Schüler der Waldorfschule Chemnitz und des Chemnitzer Schulmodells kamen am 25. November zur Auftaktvorlesung an die Universität. In den nächsten Wochen werden die Schüler eine Vertiefung in das wissenschaftliche Arbeiten erhalten und dann auf eigene Faust erforschen, wie die Industrie das Bild der Stadt Chemnitz nachhaltig prägte.

Mit anschaulichen Bildern, demographischen Daten und einiger Interaktion führten die Projektleiterin Jun.-Prof. Dr. Birgit Glorius und die Projektkoordinatorin Ivonne Reichmann durch den ersten Teil der Vorlesung und stellten die wichtigsten Etappen der Chemnitzer Industriegeschichte vor. Schnell wurde klar, dass sich der Begriff der Industriegeschichte nicht nur der Industrialisierung zuwendet. Auch die Entwicklungen während des Sozialismus, der Strukturwandel der 1990er Jahre und die heutige Zeit sind mit eingeschlossen. Gespannt lauschten die Schüler dem zweiten der Teil der Vorlesung, in der die vier Arbeitsgruppen vorgestellt wurden: Historische Spurensuche, Urbane Erkundungen, Geographische Strukturanalyse und Diskurs- und Medienanalyse. Die Schüler wählen selbst, in welcher Gruppe sie forschen wollen und arbeiten dort eng mit Wissenschaftler der Institute für Europäische Studien und Europäische Geschichte zusammen. So setzen sie sich in jeder Arbeitsgruppe mit einer wissenschaftlichen Methode auseinander und erforschen die Industriegeschichte der Stadt Chemnitz anhand einer selbstgewählten Fragestellung.

Die erforschten Ergebnisse sollen in eine App einfließen, mit der interaktive Stadtrundgänge durch Chemnitz erlebt werden können. So sollen ortsgebundene Informationen zu Schauplätzen der Industriegeschichte zugänglich gemacht werden, die wiederum in einem Spaziergang erkundet werden können. Die Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Industriemuseum soll eine langfristige Nutzung der App ermöglichen. Die Umsetzung dieser App liegt bei der Interaction-Designerin Mary-Anne Kockel. Vorbild der interaktiven Stadtrundgänge ist das von Katja Manz initiierte Projekt "Sonnenberg erleben".

Projekt-Homepage: http://www.industriegeschichte-erleben.de

Ansprechpartner: Jun.Prof. Dr. Birgit Glorius, Telefon 0371 531-33435, E-Mail birgit.glorius@phil.tu-chemnitz.de, und Katja Manz, Telefon 0371 531-38328, E-Mail katja.manz@phil.tu-chemnitz.de.

(Autorin: Ellen Hieber)

Mario Steinebach
11.12.2014

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