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Jetzt kommt Bewegung in die Zeitschrift

Gründungsteam der Professur Digitale Drucktechnologie und Bebilderungstechnik erhält Förderung durch EXIST-Forschungstransfer, um gedruckte organische Leuchtdioden zur Marktreife zu bringen

Die Herstellung organischer Leuchtdioden (OLEDs) ist schon seit einiger Zeit das Ziel des Gründungsteams SIOD um Marcin Ratajczak. OLEDs sind ultradünn und können auf flexiblen Folien gefertigt werden. „Allein diese Eigenschaften legen die Einbindung in Druckerzeugnisse wie Zeitschriften oder Verpackungen nahe“, erläutert er. Vorstellbar sei damit neben leuchtenden Flächen auch die Darstellung einfacher, animierter Grafiken, was beispielsweise für die Werbung in Druckerzeugnissen enorm attraktiv sei. Hier könnten künftig Leuchtende Autoscheinwerfer, ein tickender Sekundenzeiger oder blinkende Logos die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich ziehen.

Der Markt kann jedoch nur erschlossen werden, wenn man kostengünstig und in hohen Stückzahlen produzieren kann. Dazu sollen die OLEDs – wie auch die Druckerzeugnisse selbst – vollständig gedruckt werden. „Anstelle von Farben werden Tinten verdruckt, mit denen elektrisch und optisch aktive Schichten erzeugt werden können“ ergänzt Patrick Barkowski. Die Forschergruppe hat im Vorfeld bereits erste Prototypen entwickelt. Das Ziel von SIOD ist nun die Übertragung der Laborprozesse auf die industrielle Fertigung und die einhergehende Gründung eines Start-Ups.

Auf der Suche nach einer Finanzierungsmöglichkeit für das Gründungsvorhaben wandte sich das zunächst in Berlin ansässige Team an „profund“, die Gründungsförderung der Freien Universität Berlin. „profund“ unterstützte das Projektteam bei der erfolgreichen Antragstellung auf Fördermittel aus dem Programm EXIST-Forschungstransfer des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. In Chemnitz fand das Team dann die erforderlichen Strukturen zur Umsetzung des Vorhabens und man beschloss, die Arbeiten an der Professur Digitale Drucktechnologie und Bebilderungstechnik der Technischen Universität Chemnitz unter der Leitung von Prof. Dr. Reinhard R. Baumann durchzuführen. „Die Idee passt zu unserer Ausrichtung, innovative Druckprodukte zu entwickeln“, sagt der Professor. Seine Arbeitsgruppe verfügt über die zur Umsetzung der Projektziele passende Maschinenausstattung und über jahrelange Erfahrung im Bereich des Funktionsdrucks. An der TU Chemnitz wird das Team nun vom Gründernetzwerk SAXEED betreut und auf dem Weg in die Selbstständigkeit begleitet. Darüber hinaus existieren bereits intensive Kontakte zur ortsansässigen Industrie.

Das vierköpfige Gründungsteam von SIOD kombiniert Chemnitzer und Berliner Know-how. Patrick Barkowski bringt mehrjährige wissenschaftliche Erfahrung aus dem Bereich der organischen Halbleiter und OLEDs ein. Alexandra Mikityuk ist verantwortlich für das System- und Produktdesign, während Marcin Ratajczak für die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens verantwortlich ist. Der Chemnitzer Doktorand Jens Hammerschmidt komplettiert das Team mit seinem Wissen um den Funktionsdruck mit der digitalen Drucktechnologie Inkjet. Neben dem Mentor Prof. Baumann unterstützt Prof. Dr. Norbert Koch von der Humboldt Universität Berlin weiterhin das Team.

Weitere Informationen erteilt Marcin Ratajczak, 0371 531-35486, Telefon marcin.ratajczak@mb.tu-chemnitz.de

(Autoren: Jens Hammerschmidt und Susanne Patzig)

Mario Steinebach
15.08.2014

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