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Von der Rechtsanwaltsgehilfin zur Diplom-Psychologin

Sabine Weimershaus studierte an der TU Chemnitz Psychologie und konnte sich ihren Traum erfüllen – Heute ist sie an der Leitung einer der psychiatrischen Stationen im Klinikum Bad Salzungen beteiligt

„Nach dem Abitur 1995 in Hildburghausen war ich mir noch nicht so schlüssig, in welche Richtung es für mich gehen sollte“, sagt Sabine Weimershaus. „Deshalb entschied ich mich zunächst, eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten zu machen.“ Drei Jahre später, nach dem Ende der Berufsausbildung, schloss sich ein kurzer Ausflug in das Studium der Wirtschaftspädagogik in Nürnberg an. „Ich wollte Berufsschullehrerin werden“, erklärt Weimershaus. „Aber ich habe dann recht schnell gemerkt, dass das nicht das Richtige für mich ist.“

Ein Interesse für Psychologie hatte sie schon immer. „Aus diesem Grund habe ich mich dann für ein Psychologiestudium beworben. Schon immer haben mich die Fragen `Warum bin ich, wie ich bin?´ und `Was bestimmt das Denken und Handeln der Menschen?´ beschäftigt. Das war auch der ausschlaggebende Punkt, der mich zu dem Psychologie-Studium gebracht hat.“ Obwohl die Familie davon anfangs gar nicht begeistert war. „Alle rieten mir von dieser `brotlosen´ Kunst ab.“ Davon ließ sie sich allerdings nicht beirren und ging 1999 zum Studium nach Chemnitz. „Es war sehr angenehm an der TU Chemnitz zu studieren“, erzählt die gebürtige Erfurterin. „Dadurch, dass es ein recht kleines Institut war, war das Studium intensiver und ich habe viele ganz wunderbare Menschen kennen lernen dürfen während meiner Studienzeit.“ Ihr Diplom machte Weimershaus 2006. Heute ist sie froh über diesen Schritt: „Im Laufe der Zeit merkte dann auch mein Umfeld, dass es genau das Richtige für mich war.“ Besonders das familiäre Umfeld an der TU Chemnitz gefiel Sabine Weimershaus. „Man kannte sich auf dem Campus. Mit den Dozenten waren wir teilweise per Du und die Professoren sprachen mit uns nicht von oben herab. Es war ein sehr angenehmes Miteinander.“

Der Weg nach dem Studium führte sie zuerst nach Tabarz. „Dort hatte ich zunächst eine befristete Anstellung in der psychoonkologischen Abteilung.“ Seit 2008 macht Weimershaus eine zusätzliche Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin am Institut für Psychologische Therapie in Leipzig. „Außerdem habe ich noch eine Zusatzausbildung im Sinne eines Weiterbildungsstudiengangs an der FH in Erfurt als Mediatorin absolviert, wobei ich diese Ausbildung derzeit nur bedingt beruflich nutze. Aber natürlich fließen die dort erworbenen Fähigkeiten beispielsweise in Paar- oder Familiengesprächen mit ein.“

Seit Ende 2008 arbeitet die Diplom-Psychologin am Klinikum Bad Salzungen. „Zusammen mit unserer Stationsärztin leite ich eine von sechs psychiatrischen Stationen mit 18 Betten.“ Viel Arbeit, die aber genau das ist, was Sabine Weimershaus wollte. „Das Tätigkeitsfeld umfasst das Stationsmanagement, die Aufnahme von Patienten, deren psychologische Begleitung und Therapie sowie das Verordnen entsprechender Therapien während ihres Aufenthaltes in der Psychiatrie und das abschließende Verfassen von Epikrisen.“ Außerdem betreut sie als Psychoonkologin an Darmkrebs erkrankte Menschen im Klinikum Bad Salzungen. „Gerade wegen der vielen verschiedenen Patienten und ihren Geschichten kann ich sagen, dass mich meine Arbeit ungemein bereichert und mir viel Freude bereitet. Ich fühle mich in der Psychologie `zu Hause´.“

(Autorin: Caroline Staude)

Katharina Thehos
07.08.2014

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