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Architektenwettbewerb für Weinhold-Bau ist entschieden

Entwurf des Münchner Architektenbüros Burger Rudacs überzeugte die Jury - Ausstellung zeigt bis 30. Juni 2006 alle zehn Wettbewerbsarbeiten

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Bild oben: Preisgekrönter Entwurf: Der Weinhold-Bau von der Reichenhainer Straße aus gesehen. Grafik: Burger Rudacs Bild unten: Birgit Rudacs und Stefan Burger (3.v.l.) diskutieren mit Rektor Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes (2.v.l.), Kanzler Eberhard Alles (r.) und SIB-Niederlassungsleiter Peter Voit anhand eines Entwufsmodells die künftige bauliche Gestaltung des Gebäudes. Foto: Christine Kornack.

Das Büro der Münchner Architekten Stefan Burger und Birgit Rudacs wird mit der Planung und Ausführung der Sanierung des Hochschulgebäudes "Adolf-Ferdinand-Weinhold-Bau" (Hauptnutzfläche: etwa 20.000 Quadratmeter) der TU Chemnitz beauftragt. Dies entschied am Donnerstag nach einer zwölfstündigen Sitzung das elfköpfige Preisgericht unter dem Vorsitz des Berliner Architekten Prof. Ivan Reimann.

159 Architekturbüros, darunter zwei aus dem Ausland, hatten sich um eine Teilnahme am Wettbewerb beworben. Davon wurden zehn Büros zur Abgabe eines Entwurfes ausgewählt. Im Rahmen des Wettbewerbs sollte insbesondere für die künftige Bibliothek ein schlüssiges Konzept entwickelt werden. Die bisherige Südfassade aus dem Jahr 1974 mit ihren markanten Verschattungselementen aus Beton kann aus statischen Gründen nicht erhalten werden. Deshalb waren die Architekten aufgefordert, eine zeitgemäße Lösung zu finden.

"Der mit dem ersten Preis gekürte Entwurf des Büros Burger Rudacs hat die Jury insbesondere durch seinen städtebaulich betonten Bibliotheksbereich, der direkt vom Campus aus erschlossen werden kann, überzeugt", berichtet Peter Voit, Chemnitzer Niederlassungsleiter des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB), im Rahmen der Ausstellungseröffnung der Wettbewerbsarbeiten. Stefan Burger, der sich über das Wettbewerbsergebnis sehr gefreut hat, erklärt, dass die Bibliothek künftig vom niedrigen Gebäudeteil direkt von der Reichenhainer Straße aus erlebbar sein wird. "Jetzt kommt jede Menge Arbeit auf uns zu. Sicher müssen wir unser vierköpfiges Team vergrößern", so der Münchner Architekt. "Jetzt gilt es die Empfehlungen des Preisgerichtes bezüglich der Fassadengestaltung zu berücksichtigen."

"Wie der Ursprungsbau wird auch das sanierte Gebäude das äußere Erscheinungsbild der TU Chemnitz in Zukunft wesentlich bestimmen.", meint Rektor Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes. Das Ergebnis sei ein wichtiger Beitrag für die Entwicklung der Universität am Campus Reichenhainer Strasse. Die neugestaltete Bibliothek werde ein neuer zentraler und vor allem repräsentativer Anlaufpunkt an der Universität. "Mit dem Weinholdbau wird das erstklassige Niveau der Universität als international anerkannter Forschungs- und Studienort in einer modernen Architektursprache sichtbar zum Ausdruck gebracht", so die Einschätzung des sächsischen Finanzministeriums.

Die Planungen des neuen Weinhold-Baus stehen unter der Leitung des SIB, Niederlassung Chemnitz. Baubeginn ist 2008. Die Sanierung erfolgt in zwei Bauabschnitten. 2012 sollen die Universitätsangehörigen das sanierte Gebäude nutzen können. Der Freistaat Sachsen und der Bund stellen für die Sanierung in den nächsten Jahren über 50 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Wettbewerbsarbeiten können noch bis zum 30. Juni 2006 täglich in der Zeit von 9 bis 18 Uhr im Hörsaalgebäude der TU Chemnitz, Reichenhainer Straße 90 (Raum N 001) besichtigt werden. Führungen durch die Ausstellung werden am 24. Juni 2006 um 11 und 16 Uhr angeboten.

Mario Steinebach
19.06.2006

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