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Leben, Lernen, Lieben, Leiten und Leiden in der SED-Diktatur

Ringvorlesung "Friedliche Revolution und Demokratie - Perspektiven nach 25 Jahren": Dr. Stefan Wolle, Historiker und Kenner von Gesellschaft und Politik in der DDR, referiert am 13. Mai 2014

  • Dr. Stefan Wolle spricht an der TU Chemnitz. Foto: DDR-Museum, Berlin

Am Dienstag, dem 13. Mai 2014, geht die Vortragsreihe "Friedliche Revolution und Demokratie - Perspektiven nach 25 Jahren" weiter. Referent ist der Historiker Dr. Stefan Wolle. Die Ringvorlesung findet jeweils dienstags (und am Donnerstag, dem 12. Juni) um 18 Uhr im Hörsaalgebäude der TU Chemnitz, Reichenhainer Straße 90, im Raum N 112 statt. Der Eintritt ist frei.

Stefan Wolle, Jahrgang 1950, machte im Jahr 1969 in Berlin sein Abitur. Sein Studium der Geschichte, das er 1971 an der Humboldt-Universität Berlin aufgenommen hatte, musste er 1972 zunächst aus politischen Gründen abbrechen. Nach einem Jahr "Bewährung in der Produktion" konnte er die Hochschulausbildung fortsetzen und 1976 erfolgreich beenden. Danach war Wolle bis 1989 Mitarbeiter am Zentralinstitut für Geschichte bzw. am Institut für Allgemeine Geschichte der Akademie der Wissenschaften der DDR. Hier, in der "ideologisch indoktrinierten Geschichtswissenschaft der DDR", so Wolle später, gab es "windstille Ecken und trockene Plätzchen", in denen eine "kleine Notgemeinschaft" verharrte. So trägt seine 1984 abgeschlossene Dissertation den Titel "Der Beitrag deutscher Historiker zur Erforschung der altrussischen Geschichte zu Beginn des 19. Jahrhunderts (1801-1815)". 1990 arbeitete der Historiker unter anderem für das "Komitee zur Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit", publizierte mit Armin Mitter eine erste Dokumentation der Befehle und Lageberichte des MfS im Jahr 1989 und gründete zusammen mit anderen den "Unabhängigen Historikerverband". Danach durchlief er beruflich verschiedene Stationen, war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der HU Berlin, bei der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur sowie beim Forschungsverbund SED-Staat an der FU Berlin. Seit 2006 ist Stefan Wolle wissenschaftlicher Leiter des DDR-Museums in Berlin. Seine nach fast 20 Jahren - mehr oder minder steter - Schreibarbeit 2013 abgeschlossene Trilogie zur DDR-Alltagsgeschichte sucht ihresgleichen. Die Bestseller beleuchten wissenschaftlich fundiert Leben, Lernen, Lieben, Leiten und Leiden in der SED-Diktatur. Mit Dr. Stefan Wolle ist ein ausgewiesener Kenner von Gesellschaft und Politik in der DDR zu Gast an der TU Chemnitz. Wolle verbindet wie kein zweiter "mit historischem Sachverstand, Witz und erzählerischer Leichtigkeit die Analyse der Herrschaftsverhältnisse mit der Perspektive der Zeitgenossen und den Geschichten des Alltags in der DDR" - so sein Verleger Christoph Links.

Weitere Informationen erteilen Prof. Dr. Eckhard Jesse, Telefon 0371 531-27720, E-Mail eckhard.jesse@phil.tu-chemnitz.de, oder Dr. Thomas Schubert, Telefon 0371 531-36953, E-Mail thomas.schubert@phil.tu-chemnitz.de.

(Autor: Dr. Thomas Schubert)

Katharina Thehos
08.05.2014

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