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Mit dem Doppelabschluss ins Berufsleben

In Kooperation der TU Chemnitz mit der Universität Brno erhielt Ondrej Rygl einen Doppelabschluss im Studiengang Produktionssysteme - Auf seine Erfahrungen in Deutschland blickt er gerne zurück

  • Ondrej Rygl (r.) forschte für seine Masterarbeit bei der LSA GmbH. Im Bild bespricht er mit Juniorchef Dr. Steffen Leischnig die Wirkungsweise eines flexiblen Werkzeuges. Foto: Matthias Degen

"Letztendlich kann ich sagen, dass das Studienprogramm für mich ein voller Erfolg war und ich jedem Studenten an meiner Heimatuniversität den Doppelabschluss empfehlen würde", meint Absolvent Ondrej Rygl. Im März präsentierte Rygl seine Masterarbeit und beendete somit den Studiengang Produktionssysteme an der TU Chemnitz und der Technische Universität Brno mit dem Doppelabschluss. Über sechs Monate forschte er dazu an der LSA GmbH in Hilmersdorf bei Zwickau in der Werkzeugentwicklung. Dabei entwickelte der Student eine flexible Werkzeugform, die vor allem beim Bau von Prototypen zum Einsatz kommen könnte. Rygl war vor allem der Praxisbezug in einem deutschen Unternehmen wichtig: "Viele Absolventen beschäftigen sich in ihren Abschlussarbeiten mit theoretischen Problemen. Ich dagegen wollte auch etwas Praktisches machen und innerhalb eines Unternehmens erste Arbeitserfahrungen sammeln. Deswegen habe ich mich über die Zusage der LSA GmbH sehr gefreut."

Die Zeit in Deutschland will der 26-jährige Maschinenbauer nicht missen. "Als ich damals meinen Bachelor in Maschinen und Anlagebau an der Universität Brno abgeschlossen habe, machte ich mich auf die Suche nach geeigneten Masterangeboten", erzählt Rygl. Dabei stieß er auf den deutsch-tschechischen Masterstudiengang Produktionssysteme, der in Kooperation mit der Technischen Universität Chemnitz angeboten wurde. "Für meinen Master wollte ich gerne ins Ausland, um dort neue Erfahrungen zu sammeln. Deutschland bot sich da natürlich an, weil ich seit der Grundschule Deutsch als Fremdsprache lerne. Als ich dann von dem deutsch-tschechischen Studienprogramm mit Chemnitz hörte, musste ich nicht lange überlegen", so Rygl weiter. Der Masterstudiengang dauert vier Semester, wovon jeweils im Wechsel zwei an der Universität Brno und zwei an der TU Chemnitz absolviert werden.

Computerpools, die bis 2 Uhr morgens geöffnet haben

"Für mich war es vor allem spannend, eine neue Kultur und Mentalität kennenzulernen. In meiner Zeit in Chemnitz habe ich durch den Sprachkurs viele internationale Studienfreunde gewonnen. Aber auch der Studienablauf und die Möglichkeiten an der Universität in Chemnitz sind hervorragend für Studenten", sagt Rygl und konkretisiert: "Da wären unter anderem die Organisation der Bibliothek, der gute Kontakt der Dozenten zu den Studierenden und die sehr gute technische Ausstattung zu nennen. In Tschechien wäre es zum Beispiel undenkbar, dass die Computerpools bis 2 Uhr morgens geöffnet haben." Auch die Nähe zu seinem Heimatland war für Rygl entscheidend bei der Wahl des Masterprogramms. Insgesamt würde der TU-Absolvent das deutsch-tschechische Studienprogramm jedem Interessierten sehr weiterempfehlen, auch wenn es hier und da immer noch kleine Verbesserungen geben kann. "Der bürokratische Aufwand ist schon sehr hoch in Deutschland. Aber man wir dabei auch sehr gut vom Internationalen Universitätszentrum und vom Mentoren-Programm für ausländische Studierende unterstützt", erklärt Rygl.

Nach seinem Abschluss hat Rygl auch schon einen Job angenommen. "Im Mai werde ich in Tschechien an einem Trainee-Programm der Firma Honeywell, die unter anderem Flugzeugmotoren entwickelt, teilnehmen. Das bietet mir die tolle Möglichkeit, einen Einblick in die verschiedenen Abteilungen eines internationalen Großkonzerns zu erhalten", stellt Rygl fest. Für die Zukunft kann sich der TU-Absolvent auch gut einen Job in Deutschland vorstellen: "Natürlich wäre es schön, irgendwann einmal wieder in Deutschland zu arbeiten, aber erst einmal will ich daheim in Tschechien Arbeitserfahrung sammeln. Erst dann fände ich es sinnvoll, im Ausland in ein Unternehmen zu gehen. Aber viele meiner Freunde werde ich selbstverständlich dennoch ab und zu in Deutschland - insbesondere in Chemnitz - besuchen."

(Autor: Antonin Fischer)

Katharina Thehos
05.05.2014

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