Springe zum Hauptinhalt
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion
TUCaktuell
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion 
  • Der deutsche Schriftsteller Arnold Zweig (l.) gehörte zu den jüdischen Soldaten, die im Ersten Weltkrieg dienten. Er wurde 1915 eingezogen und war unter anderem 1916 vor Verdun als Armierungssoldat eingesetzt. Aus seinen Erlebnissen entstanden seine Werke "Erziehung vor Verdun" und "Der Streit um den Sergeanten Grischa". Foto: Bundesarchiv, Bild 183-28224-0009 / CC-BY-SA
TUCaktuell Veranstaltungen

Die deutschen Juden und der Erste Weltkrieg

Ringvorlesung "Sachsen, Europa und der Erste Weltkrieg": Dr. Monika Gibas spricht am 7. Mai 2014

Dr. Monika Gibas (Magdeburg) setzt sich im fünften Teil der Ringvorlesung "Sachsen, Europa und der Erste Weltkrieg" mit dem Thema "Die deutschen Juden und der Erste Weltkrieg" auseinander. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges waren die deutschen Juden weitgehend integriert. Prozentual zur Gesamtbevölkerung meldeten sich ebenso viele jüdische wie nichtjüdische junge Männer kriegsfreiwillig und die Verluste unter den jüdischen Soldaten der deutschen Armee entsprachen mit zwölf Prozent dem der nichtjüdischen männlichen Bevölkerung. Dennoch sah sich das deutsche Judentum mit dem Fortgang des Krieges, insbesondere nach dem für Deutschland so schweren Jahr 1916, in steigendem Maße mit antisemitischer Hetze konfrontiert. Die jüdischen Organisationen waren gezwungen, dem weitgehend hilflos zuzusehen. Gleichzeitig war so bereits zu diesem Zeitpunkt der Grundstein für eine antisemitische Grundhaltung nicht weniger Deutscher in der Weimarer Republik gelegt.

Monika Gibas wurde 1951 in Lutherstadt Eisleben geboren. Nach dem Abschluss des Studiums der Geschichte, Philosophie und politischen Ökonomie promovierte und habilitierte sie sich auf dem Gebiet der Historiographiegeschichte und lehrte an den Universitäten Leipzig (1973 bis 1992) und Jena (2001 bis 2011). Sie kuratierte mehrere Ausstellungen zum Themengebiet Arisierung und leitet seit Januar 2012 den Fachbereich Geschichte und Öffentlichkeit am Institut für Geschichte der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. 2013 erschien von ihr "Ausgegrenzt und ausgeplündert: Judenverfolgung in Thüringen 1933 - 1945".

Die öffentliche Vorlesung beginnt am 7. Mai 2014 um 19 Uhr im Raum NK 003 im Hörsaalgebäude der TU Chemnitz, Reichenhainer Straße 90. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen erteilt Dr. Hendrik Thoß, Telefon 0371 531-32615, E-Mail hendrik.thoss@phil.tu-chemnitz.de.

(Autor: Dr. Hendrik Thoß)

Katharina Thehos
05.05.2014

Mehr Artikel zu:

Alle „TUCaktuell“-Meldungen
Hinweis: Die TU Chemnitz ist in vielen Medien präsent. Einen Eindruck, wie diese über die Universität berichten, gibt der Medienspiegel.

  • Eine junge Frau sitzt am Computer.

    Rund um die Uhr die Hausarbeit abschließen

    Einfach dranbleiben: Universitätsbibliothek der TU Chemnitz hat unmittelbar im Anschluss an die „Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten“ am 5. Februar 2026 erstmals noch bis 14. Februar gegen Mitternacht 24/7 geöffnet …

  • Logo vor einer Gebäudeansicht

    TU Chemnitz im Ranking von StudyCheck.de auf Platz 4 der beliebtesten Universitäten in Deutschland

    Ein „StudyCheck Award 2026“ mit dem Zertifikat „Top Universität 2026“ geht dank der sehr positiven Bewertung ihrer Studierenden sowie Absolventinnen und Absolventen an die TU Chemnitz – Zudem ist die TUC aktuell die zweitbeste staatliche Universität im Live-Ranking „Digital Readiness“ …

  • Mehrere Personen spielen Tischtennis.

    Wenn der Deutschkurs in die Werkhalle verlagert wird

    Tischtennisturnier krönte Premiere des Sprach- und Praxisprojekts „Deutsch für Ingenieure“ – Internationale Studierende präsentierten ihre selbstgebauten Schläger und bewiesen dabei ihre neugewonnene Sprachkompetenz …

  • Blick auf ein schiff, das neben einem Gebäude ankert.

    Spurensuche in der Stadt

    Wie Migration Stadtbilder und Lebensgeschichten prägt, zeigt das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven bis zum 1. März 2026 – Ausstellung „Aufbrüche – Umbrüche“ verknüpft Bremerhaven und Chemnitz in einem Dialog über Wandel, Erinnerung und Identität – Professur Humangeographie mit Schwerpunkt Europäische Migrationsforschung der TU Chemnitz wirkte an der Konzeptentwicklung mit …