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Ein Mitgestalter des politischen Umbruchs 1989/90

Ringvorlesung "Friedliche Revolution und Demokratie - Perspektiven nach 25 Jahren": Dr. Andreas H. Apelt, Mitbegründer des Demokratischen Aufbruchs, referiert am 29. April 2014

Am Dienstag, dem 29. April 2014, spricht Dr. Andreas H. Apelt in der Ringvorlesung "Friedliche Revolution und Demokratie - Perspektiven nach 25 Jahren" an der TU Chemnitz. Apelt, der 1989 Mitbegründer des Demokratischen Aufbruchs war, ist der vierte Referent der Vorlesungsreihe, die jeweils dienstags (und am Donnerstag, dem 12. Juni) um 18 Uhr im Hörsaalgebäude der TU Chemnitz, Reichenhainer Straße 90, im Raum N 112 stattfindet. Der Eintritt ist frei.

Andreas H. Apelt, Jahrgang 1958, lernte nach der Oberschule von 1974 bis 1976 Forstfacharbeiter und arbeitete zunächst in seiner Niederlausitzer Heimat in diesem Beruf. Nach seinem Umzug nach Berlin-Ost schlug er sich mit Gelegenheitsjobs durch und legte parallel das Abitur an der Abendschule ab. Aus politischen Gründen lange Zeit am Studium gehindert, konnte er sich schließlich 1983 an der Humboldt-Universität in den Fächern Germanistik und Geschichte immatrikulieren. 1988 schloss er das Studium erfolgreich ab. Er publizierte beiläufig in niederländischen und französischen Zeitungen, später auch in westdeutschen Zeitungen. Im Oktober 1989 gehörte Apelt zu den Gründungsmitgliedern der oppositionellen Vereinigung "Demokratischer Aufbruch" (DA), leitete hier beim Bundesvorstand den Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, wo er Angela Merkel die Tür zur Politik öffnete. Im Januar 1990 wurde er Landesvorsitzender des Berliner DA, 1991 erstmals in das Berliner Abgeordnetenhaus gewählt, wo er bis zum Jahr 2006 für die CDU-Fraktion unter anderem als Leiter des Arbeitskreises Kultur und Wissenschaft politisch wirkte. Die von ihm im Januar 1990 mit gegründete Deutschen Gesellschaft e.V., eine über-parteiliche Organisation, die europaweit Bildungsveranstaltungen organisiert, leitet er heute als Geschäftsführer. Der wegen zahlreicher Beiträge über kulturelle, gesellschaftliche und politische Themen für eine rege Publikationstätigkeit bekannte Apelt, wurde 2009 an der TU Chemnitz mit einer Arbeit über "Die Opposition in der DDR und die deutsche Frage 1989/90" promoviert. Er selbst war stets ein Gegner der Zweistaatlichkeit, forderte im Dezember 1989 in einer DA-Presseerklärung "Die Einigung der deutschen Nation". Ein halbes Jahr zuvor hatte er in einem Essay an Martin Walser seine Beweggründe geäußert: "Ich bin ein Deutscher. Ich komme daran nicht vorbei, so wenig wie an mir selbst." Mit Dr. Andreas Apelt ist ein ehemaliger Bürgerrechtler zu Gast an der TU Chemnitz, der den politischen Umbruch in den Jahren 1989/90 mitgestaltet hat und seither die damaligen Ereignisse öffentlich in Erinnerung hält.

Das Programm der Ringvorlesung im Überblick: http://www.tu-chemnitz.de/phil/politik/pspi/pdf/plakat-ringvorlesung-2014_s.pdf

Weitere Informationen erteilen Prof. Dr. Eckhard Jesse, Telefon 0371 531-27720, E-Mail eckhard.jesse@phil.tu-chemnitz.de, oder Dr. Thomas Schubert, Telefon 0371 531-36953, E-Mail thomas.schubert@phil.tu-chemnitz.de.

(Autor: Dr. Thomas Schubert)

Katharina Thehos
25.04.2014

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