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Über Mensch und Maschine

Uwe Haubold hat von 1988 bis 1993 an der Chemnitzer Universität Konstruktionstechnik studiert und arbeitet seit 2001 bei der Heckert GmbH

Wer in die Produktionshallen der Heckert GmbH kommt, ist erst einmal beeindruckt. In den riesigen Hallen stehen Maschinenkomplexe, die mehrere Tonnen schwer und viele Meter hoch und breit sind. "Die von uns hergestellten Maschinen werden unter anderem in der Energie- und Fahrzeugindustrie zur Bearbeitung von Getriebeteilen verwendet. Neben diesen Riesen stellen wir aber auch Maschinen her, die für das Filigrane zuständig sind. Zum Beispiel für Werkstücke wie Motorenteile, die in der Elektrobranche und Automobilindustrie bearbeitet werden", so Uwe Haubold, Teamleiter der mechanischen Konstruktion bei der Heckert GmbH.

Der gebürtige Karl-Marx-Städter studierte von 1988 bis 1993 an der heutigen TU Chemnitz Konstruktionstechnik. Zuvor hatte er eine Lehre mit Abiturausbildung als Instandhaltungsmechaniker beim VEB Rationalisierungsbau in Limbach gemacht, mit dem Ziel, später noch ein Studium anzuschließen. "Ich wollte nicht nur Maschinen reparieren, sondern auch Dinge neu entwickeln", so Haubold. Nach dem Universitätsabschluss, war es durch die Wende schwer, einen Job in der Maschinenbaubranche zu bekommen. Von den 20 Absolventen, erinnert sich Haubold, fand fast niemand auf Anhieb einen Job in der Branche. "Heute hat sich die Maschinenbauindustrie aber längst wieder erholt und Chemnitz bietet Absolventen viele Möglichkeiten. Wir haben häufig Praktikanten von der TU und auch viele junge Kollegen, die an der TU ihr Studium abgeschlossen haben", so Haubold. Er selbst machte nach dem Universitätsabschluss eine Ausbildung zum Schweißfachingenieur und arbeitete sieben Jahre im Stahlbau, wo er deutschlandweit Stahlkonstruktionen fertigte, bevor er 2001 zur Heckert GmbH kam. In der mechanischen Konstruktion betreut er verschiedene Maschinenbaureihen und entwickelt mit seinem Team neue Maschinen. "Jeder Arbeitstag sieht bei mir anders aus und ist sehr abwechslungsreich. Von der Idee über den Entwurf einer Maschine bis hin zur Formgestaltung ist es immer ein langer Prozess. Wenn am Ende dann die fertige Maschine vor einem steht, freut man sich aber natürlich umso mehr", so Haubold.

Heute erinnert er sich immer noch gerne an seine Studienzeit zurück. "In den Seminargruppen hatten wir einen sehr guten Zusammenhalt, die Zeit des Studiums ist eine ganz besondere gewesen. Wenn ich es zeitlich schaffe, treffe ich mich auch heute noch ab und zu mit meinen damaligen Kommilitonen", sagt Haubold. Studierenden rät Haubold, sich immer zu informieren, ob es offene Praktikumsstellen gibt oder zu Firmen-Informationstagen an der Universität zu gehen, bei denen auch die Heckert GmbH des Öfteren vertreten ist. Durch ein Praktikum könne man vor dem Berufseinstieg testen, wie fit man im Anwenden der erlernten Kenntnisse ist und werde später nicht von den Anforderungen im Job überrascht.

(Autorin: Damaris Diener)

Katharina Thehos
23.04.2014

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