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TU Chemnitz ist deutscher Hochschulmeister im Snowboarden

Chemnitzer Studenten holten in den französischen Dauphine-Alpen die Titel in Boardercross, Slopestyle und Halfpipe sowie sechs von neun Medaillen

Beim Snowboarden agiert die Technische Universität Chemnitz meisterhaft. Dies bewiesen auch die vier Chemnitzer Studenten Eckart Schirmer, Alexander Ludwig, Paul Baudach und Henning Rabe vom 15. bis 22. März 2014 bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften im Snowboarden im französischen Les Deux Alpes. Sie erkämpften sechs von neun Medaillen in den olympischen Disziplinen Boardercross, Slopestyle und Halfpipe, davon drei goldene. Ausgestattet waren die Sportler mit Chemnitzer Hightech-Snowboards aus dem Hause silbaerg Snowboards, welche an der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung der Technischen Universität entwickelt wurden. Im anspruchsvollen und mit zahlreichen Sprüngen gespickten Boardercross-Kurs zeigten die Bretter von silbaerg bereits zum Wettkampfstart das volle Potential der in Chemnitz entwickelten A.L.D.-Technologie, bei der spezielle anisotrope Effekte von Glas- und Kohlenstofffasern ausgenutzt werden. Dadurch konnten sich die Chemnitzer schon in der Qualifikation als Favoriten präsentieren. Letztendlich konnte sich im Finallauf Paul Baudach vom Rest des Feldes absetzen und den Sieg sicher nach Hause fahren. Alexander Ludwig setzte auf die "Lauer-Taktik" und nutze das Gerangel der Kontrahenten um den zweiten Platz zu seinem Vorteil und sicherte sich Platz 3.

Am zweiten Wettkampftag stand der Slopestyle Contest auf dem Programm, bei welchem über drei Kicker (Sprünge) mit bis zu 20 Meter Flugweite und einem abschließenden Slide-Element möglichst technische und saubere Tricks demonstriert werden sollten. Henning Rabe und Paul Baudach konnten sich in deren Paradedisziplin sicher fürs Finale der besten Vier qualifizieren. Paul Baudach führte das Feld nach dem ersten von zwei Finalläufen noch sicher an, rutschte aber nach einem Sturz im zweiten Lauf auf den Bronzerang. Henning Rabe hatte zwar im letzten Lauf bei seinem zweiten Sprung einen leichten Patzer bei der Landung, konnte jedoch auf den Füssen bleiben, sodass es aufgrund der hohen Schwierigkeit und der Vielzahl an technischen Tricks letztendlich für die Goldmedaille reichte.

Und am dritten Wettkampftag ging es in die sieben Meter hohe Superpipe, die vielen Startern fast das Fürchten lehrte. Hier holte sich Henning Rabe mit der größten Höhe und Drehungen in verschiedene Richtungen den verdienten ersten Platz. Paul Baudach landete punktgleich mit einem Kontrahenten aus Freiburg auf Platz 2 und krönte damit seine bisher erfolgreichste Hochschulmeisterschaft mit Podestplatzierungen in allen Disziplinen.

Die Gründe für den auf den ersten Blick vielleicht überraschenden Erfolg einer mitteldeutschen Hochschule bei einer solchen Veranstaltung sind vielfältig. "Hier ist vor allem ein hervorragender Teamspirit zu nennen, der bei vielen gemeinsamen Tagen auf dem Board fast automatisch zum gegenseitigen Pushen und stetiger Weiterentwicklung führt", meint Paul Baudach. Henning Rabe erwähnt in diesem Zusammenhang auch die Nähe zum normalerweise recht schneesicheren Erzgebirge, auch wenn hier die Trainingsbedingungen für die meisten Disziplinen nicht optimal seien. "Und auch die enge Kooperation mit Ostdeutschlands einziger Snowboardfirma ist ein entscheidendes Fundament unseres Erfolges", ergänzt Henning Rabe. Durch diese Konstellation könne Fahr- und Materialtechnik in perfekter Eintracht perfektioniert werden. Nicht zuletzt trägt die Verminderung der finanziellen Hürden, die eine Veranstaltung wie die DHM Snowboard in Frankreich mit sich bringt, zur erfolgreichen Teilnahme bei. Die vier Chemnitzer Sportler bedanken sich in diesem Zusammenhang beim Studentenrat der TU Chemnitz für dessen Unterstützung.

Weitere Informationen erteilt Jörg Kaufmann, Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung, Telefon 0371 531-36473, E-Mail joerg.kaufmann@mb.tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach
26.03.2014

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