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"Politik in Sachsen" - auf der Suche nach dem "Sächsischen Weg"

Politologen der TU Chemnitz stellen in ihrem Buch die sächsische Politik auf den Prüfstand - Die Publikation ist kostenlos bei der Sächsischen Landeszentrale für Politische Bildung erhältlich

  • Wird im Sächsischen Landtag anders Politik gemacht als in den übrigen deutschen Bundesländern? Die Autoren des Buches kommen zu dem Schluss: "In vielen Bereichen wie dem Landesparteiensystem oder der Regierungsbildung gibt es einen `Sächsischen Weg´." Foto: Sächsischer Landtag/Steffen Giersch

Seit 1990 führt Sachsen die Landesbezeichnung "Freistaat", dies ist ein Ausdruck der wiedererlangten politischen Freiheit und Selbstbestimmung der Bevölkerung. In Verbindung mit der sächsischen Identität soll das Land so eine Ausnahmestellung unter den deutschen Bundesländern einnehmen - doch rechtfertigen die Besonderheiten der politischen Landschaft Sachsens tatsächlich die Rede von einem "Sächsischen Weg"? Dieser Frage gingen Prof. Dr. Eckhard Jesse, Dr. Thomas Schubert und PD Dr. Tom Thieme von der Professur Politische Systeme, Politische Institutionen des Instituts für Politikwissenschaft der TU Chemnitz auf den Grund. Die Ergebnisse ihrer Studie veröffentlichten sie nun in Form des Buches "Politik in Sachsen".

Die Autoren verfolgten bei ihrer Untersuchung zwei Ziele: "Zum einen soll das Buch als erste umfassende politische Landeskunde zum Freistaat Sachsen einen Überblick über die Entwicklung seit 1990 geben. Zum anderen ist mit der Leitfrage nach einem genuinen `Sächsischen Weg´ eine wissenschaftliche Problemstellung verbunden, mit der sich die Strukturen, Prozesse und Akteure im Freistaat systematisch untersuchen lassen", erklärt Dr. Thieme. So finden sich in dem Band neben den klassischen Themen einer politischen Landeskunde wie Verfassung, Parlament, Parteien und Wahlen auch Aspekte wie Medien, Demographie und Sozialstruktur. Auch auf politische Kultur und politischen Extremismus gingen die Autoren ein. Ihr Resümee: "In vielen Bereichen wie dem Landesparteiensystem oder der Regierungsbildung gibt es einen `Sächsischen Weg´. Allerdings begründeten einige Sachsen ihre Sonderstellung mit einer Art Vorsprung gegenüber den anderen neuen Bundesländern in den 1990er-Jahren, der sich mittlerweile relativiert hat", fasst Thieme zusammen. Trotzdem kommen die Chemnitzer Politologen zu dem Schluss, dass der Freistaat trotz oder gerade wegen seiner Eigenheiten das "westlichste" der ostdeutschen Länder ist.

Mit ihrem Buch richten sich die Autoren sowohl an Studierende der Politikwissenschaft, als auch an politisch interessierte Bürger. Wer sich auf die Spuren der sächsischen Identität machen will, kann diese Publikation kostenfrei bestellen: "Politik in Sachsen" erfüllt den Bildungsauftrag der Sächsischen Landeszentrale für Politische Bildung und wurde in den Bücherkanon aufgenommen.

Bibliographische Angaben: Jesse, Eckhard; Schubert, Thomas; Thieme, Tom: Politik in Sachsen. Springer Verlag Wiesbaden 2013. ISBN 978-3531185507.

Kostenfrei bestellbar bei der Sächsischen Landeszentrale für Politische Bildung unter
http://shop.slpb.de/sv-online/pub_online/3-sachsen-politik/200-politik-in-sachsen.html

(Autorin: Florentina Liefeith)

Katharina Thehos
21.01.2014

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