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  • Das Institut für Print- und Medientechnik hat Solarmodule entwickelt, die auf Standardpapiere gedruckt werden. Spezielle Druckfarben mit elektrischen Eigenschaften bilden die notwendigen Strukturen auf dem Papier, so dass bei Lichtbestrahlung Strom entsteht. Da die hierbei eingesetzten klassischen Druckverfahren sehr kostengünstig sind, sollen die Solarmodule im Vergleich zur heute üblichen Technologie billigeren Strom produzieren. Im Bild: Bystrik Trnovec vermisst die Eigenschaften der gedruckten Solarzellen an einem Tastspitzenmessplatz des Instituts für Print- und Medientechnik. Foto: Bildarchiv der Pressestelle/Jürgen Lösel
Uni aktuell Forschung

Mit gedruckter Elektronik auf den Markt

Gründungsteam der Professur Print- und Medientechnik erhält Förderung durch EXIST-Forschungstransfer, um kostengünstige gedruckte Elektronik für Verpackungen zur Marktreife zu bringen

Das Vorhaben "Packutronik" des Instituts für Print- und Medientechnik der Technischen Universität Chemnitz erhält eine Förderung im Rahmen des Programms EXIST-Forschungstransfer vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. "Packutronik" - kurz für "Packung Elektronik" - zielt auf die Entwicklung integrierter gedruckter elektronischer Komponenten in marktfähigen Produkten mit Hilfe konventioneller Drucktechnologie ab. Das Gründungsteam unter der Leitung von Dr. Moazzam Ali besteht aus drei wissenschaftlichen Mitarbeitern des Instituts für Print- und Medientechnik sowie einem kaufmännischen Verantwortlichen. Unterstützt wird das Team durch Prof. Dr. Arved Hübler. Die EXIST-Förderung unterstützt das Forscherteam in Förderphase I, die Entwicklungsarbeiten zur Klärung grundlegender Fragen einer Umsetzung wissenschaftlicher Ergebnisse in technische Produkte und Verfahren durchzuführen, die darauf basierende Geschäftsidee zu einem Businessplan auszuarbeiten und die geplante Unternehmensgründung gezielt vorzubereiten. Als Projektstart ist April 2014 vorgesehen.

Das Institut für Print- und Medientechnik verfügt über eine mehr als 15-jährige Erfahrung im Bereich Printed Electronics (PE) und zählt sich auf diesem Gebiet zu den weltweit führenden Forschungsinstituten. Zu den bislang entwickelten Printed Electronics-Komponenten zählen unter anderem gedruckte Solarzellen, Lautsprecher und integrierte Schaltkreise.

"Der Ansatz unseres Forschungstransferprojekts liegt in der Entwicklung integrierter gedruckter elektronischer Komponenten in marktfähigen Produkten mit Hilfe konventioneller Drucktechnologie", erklärt Dr. Ali. Zielmarkt solle dabei zunächst der Markt für Produktverpackungen sein, die nicht nur aufmerksamkeitswirksamer, sondern auch fälschungssicherer ausgestattet werden. "Die größte Herausforderung liegt neben den zahlreichen technischen Hürden in einer deutlichen Senkung der Herstellungskosten für integrierte PE-Produkte", sagt Dr. Ali und ergänzt: "Diesen beiden Themen werden wir uns zukünftig vorrangig stellen und ihnen mit innovativen Ansätzen begegnen."

Das Förderprogramm EXIST umfasst drei Linien: "Gründungskultur", "Gründerstipendium" sowie "Forschungstransfer". Mit EXIST-Forschungstransfer sollen Forschungsergebnisse, die das Potential besitzen, Grundlage einer Unternehmensgründung zu werden, zunächst in der wissenschaftlichen Einrichtung - einer Hochschule oder Forschungseinrichtung - soweit weiterentwickelt werden, dass die prinzipielle technische Machbarkeit der Produktidee sichergestellt ist und eine Gründung erfolgen kann. EXIST wird mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanziert.

Weitere Informationen erteilt Dr. Moazzam Ali, Telefon 0371 531-39242, E-Mail ali.moazzam@mb.tu-chemnitz.de, und Steve Paschky, Telefon 0341 2236 957, E-Mail paschky@phneutral.org.

Katharina Thehos
12.12.2013

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