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Mit neuen Versuchen zum Erfolg

In seiner Bachelorarbeit erprobte Martin Fränzl einen neuen Versuch, um Quantenphänomene über Schallausbreitung sichtbar zu machen - für einen früheren Versuch wurde er in Hannover ausgezeichnet

  • Versuch am lebenden Objekt: Martin Fränzl simuliert das Experimentalmodell, für das er eine Auszeichnung erhielt. Foto: Laura Richter

"Experimente sind ein wichtiger Bestandteil der Forschung", erklärt Martin Fränzl, Masterstudent der Physik an der TU Chemnitz. "Durch Experimente lassen sich komplizierte Probleme oft einfach sichtbar machen", so Fränzl weiter. So nahm sich der Student zur Aufgabe, im Rahmen seiner Bachelorarbeit Quantenphänomene mit Hilfe von Schallwellen in einem Versuchsmodell zu veranschaulichen. Die Grundidee zu diesem Versuch hatte Prof. Dr. René Matzdorf von der Universität Kassel, der zusammen mit der amerikanischen Firma TeachSpin einen solchen Versuch entwickelte. Martin Fränzl baut diesen Versuch nun unter der Leitung von Dr. Thomas Franke für das Fortgeschrittenen-Praktikum und die Vorlesungssammlung in Chemnitz auf und hat ihn zudem beträchtlich erweitert. "In der Lehre der Quantenmechanik war es bislang sehr schwierig, grundlegende Mechanismen und Phänomene experimentell sichtbar zu machen. In der Regel geht es in dieser Disziplin eher theoretisch zu. Daher ist der Versuch eine tolle Gelegenheit, in der Lehre den Studierenden die komplizierten Mechanismen der Quantenmechanik näher zu bringen und die Experimentalphysik-Vorlesungen attraktiver zu gestalten", erzählt Fränzl.

Im Aufbau neuer Versuche hat der Student bereits einige Erfahrungen gemacht. Schon in der Vergangenheit konzipierte er ein selbst entwickeltes Experimentalmodell für den Studiengang Sensorik und kognitive Psychologie, für das er Ende September das Gütesiegel der DPG im Rahmen der Praktikumsleitertagung in Hannover erhielt. Die jährlich stattfindende Tagung ist eine Austauschplattform aller deutschen Praktikumsleiter inklusive internationaler Beteiligung. Mit Hilfe dieses Versuches ist es möglich, ein EKG mit Hilfe einer Soundkarte aufzunehmen. "Es ist natürlich eine große Ehre für mich, für meine Arbeit ausgezeichnet zu werden, und ich hatte im Vorfeld auch nicht damit gerechnet", meint Fränzl. Bereits im Februar hatte er in einem Vortrag bei der DPG-Schule "Physikalische Praktika" in Bad Honnef auf die Entwicklung seines neuen EKG-Versuchs aufmerksam gemacht, der im Gegensatz zu bestehenden EKG-Versuchen um einiges kostengünstiger ist und den Studierenden mehr Spielraum für die Ausübung handwerklicher Fähigkeiten bietet. Dieser Versuch wurde dann auf der Praktikumsleitertagung mit dem Gütesiegel ausgezeichnet, das seit 2011 für besonders didaktisch wertvolle und innovative neue Versuche verliehen wird. "Dieser Versuch kam sehr gut an und wird sich in Zukunft wohl auch an anderen Universitäten etablieren. Ich freue mich daher, durch meine Versuche einen wertvollen Beitrag zur universitären Lehre zu leisten", sagt Fränzl.

(Autor: Antonin Fischer)

Katharina Thehos
07.11.2013

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