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"gemEINSam" für einen friedlichen und interkulturellen Campus

Studentische Initiative "gemEINSam" erhielt Auszeichnung beim Chemnitzer Friedenspreis

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Die Chemnitzer Studenteninitiative ”gemEINSam” wurden beim diesjährigen Chemnitzer Friedenspreis am 5. März 2006 mit bronzenen Lorbeeren geehrt. Dieser Preis zeichnet Ideen, Initiativen und Projekte aus, die ein gewaltfreies Miteinander fördern und unterstützen, die Integration verschiedener Kulturen als ihr Ziel ansehen, für Grundwerte wie Toleranz, Demokratie, Friedfertigkeit und Interkulturalität eintreten und gegen Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus Position bezieht. Er wird jährlich seit 2004 unter der Schirmherrschaft des Bürgervereins FUER CHEMNITZ e.V. in Zusammenarbeit mit dem Kriminalpräventiven Rat sowie der Ausländerbeauftragten der Stadt Chemnitz verliehen. ”Die Preisverleihung war sehr spannend und emotional. Wir saßen alle wie auf glühenden Kohlen und waren überrascht, als unser Projekt "gemEINSam” auf den dritten Platz landete. Haben sich doch insgesamt 13 Projekte beworben. Dies zeigt aber unsere langsam gefestigte Position an der Universität und in der Stadt”, beschreibt Patrick Okongo, seit Dezember 2003 Mitglied der Initiative, seine Gefühle bei der Preisverleihung.

”gemEINsam” – einen Blick hinter die Kulissen

Wer sich schon einmal beim Warten am Geldautomaten unter der Treppe der Mensa in der Reichenhainer Straße die Zeit vertreiben musste, hat sicherlich einen Blick auf das kleine Büro in der rechten Ecke riskiert. Die Wände mit Fahnen aus verschiedenen Ländern geschmückt und ein großes Banner in mehreren Sprachen zieht den neugierigen Blick auf sich. Dieses Büro gehört der Studenteninitiative "gemEINSam" der TU. Für die freiwilligen Mitglieder ist es Arbeitsraum und Sitzungszimmer, doch für die vielen ausländischen Studierenden, die ein Studium an der TU aufnehmen, stellt es eine zusätzliche Anlaufstelle zum Anreisebüro und Patenprogramm des Internationalen Universitätszentrums (IUZ) dar.

Seit drei Jahren kümmern sich die Mitglieder neben ihrem Studium in ihrer Freizeit um Belange und Probleme ausländischer Studierender. Dabei arbeiten sie mit dem IUZ und dem Patenprogramm an der Universität zusammen. So wird beispielsweise im Rahmen der Orientierungswoche des IUZ für ausländische Studienanfänger ein Seminar unter dem Motto ”Kulturschock, deutsche Mentalität, andere Länder – andere Sitten” angeboten, um den Einstieg in das deutsche Studiensystem zu erleichtern. Aber auch internationale Kochduelle, interkulturelle Osterbräuche sowie Diskussionsrunden werden zusammen organisiert und veranstaltet.

Im November 2004 haben die engagierten Mitglieder von ”gemEINSam” die Aufgaben des Referats In- und Ausländer des Studentenrates übernommen und kümmern sich in diesem Rahmen um spezielle Probleme ausländischen Studenten. ”Wir versuchen ihnen damit die Integration in das Leben an einer deutschen Universität zu erleichtern. Behördengänge oder das Stundenplanbasteln fallen genauso, wie die Unterstürzung interkultureller Aktivitäten oder die Organisation von Spendenaktionen”, resümiert Tina Obermeit, die seit der Gründung Mitglied von ”gemEINSam” und seit 2006 Referatsinhaberin ist. ”Aber auch die Betreuung ausländischer Studierender soll dadurch noch weiter verbessert werden, und die deutschen Studenten sollen stärker mit ihren ausländischen Kommilitonen in Kontakt treten können. Die Arbeit an der Basis ist dabei sehr wichtig für uns, deswegen steht unser Büro allen Interessierten bei Fragen oder Anregungen offen”, ergänzt Michel Achenbach, der sich seit ebenfalls seit Beginn in der Initiative engagiert, das ehrgeizige Ziel von ”gemEINSam”.

Ein Blick zurück

Die Initiative "gemEINSam" hat sich im Dezember 2003 gegründet, um deutsche und ausländische Studenten für die Problematik der Fremdenfeindlichkeit zu sensibilisieren. Aber auch an schwierigere Problematiken wie die der kulturellen Parallelgesellschaften trauen sie sich die Mitglieder der Initiative heran und versuchen, mit gezielten Veranstaltungen entgegenzuwirken. Die Unterstützung der ausländischen Studenten im Sinne von ”Student zu Student”, also die Beratung und Hilfestellung, ist ein weiterer wichtiger Punkt mit dem sich die Initiative auseinandersetzt. Das große Ziel ist dabei eine gemeinsame Campus-Identität zu schaffen, um sprichwörtlich ”gemEINSam” auf eine friedliche kulturelle Vielfalt stolz zu sein.

Büro-Öffnungszeiten: Montag 11 - 12 Uhr, Dienstag 13 - 14 Uhr, Donnerstag 13.30 - 14.30 Uhr, weitere nach Vereinbarung

Die Initiative im Internet: http://www.gemeinsam-chemnitz.de/uns.php

Weitere Informationen erteilen Tina Obermeit, E-Mail tina.obermeit@s2002.tu-chemnitz.de und Michel Achenbach, E-Mail michel.achenbach@s2003.tu-chemnitz.de sowie Patrick Okongo, E-Mail patrick.okongo@s2000.tu-chemnitz.de

(Autorin: Nicole Leithold)

Mario Steinebach
07.03.2006

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Hinweis: Die TU Chemnitz ist in vielen Medien präsent. Einen Eindruck, wie diese über die Universität berichten, gibt der Medienspiegel.

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