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Herausforderungen des demografischen Wandels im Netzwerk lösen

DieDEMOGRAFIEfabrik: Nach universitätsinterner Partnersuche folgt nun der gemeinsame Außenauftritt - Science Slam 2013 am 29. Oktober als erste Bewährungsprobe

  • Enrico Putzke, Koordinator des Projekts DieDEMOGRAFIEfabrik an der Professur Fördertechnik, sieht in der aktuellen Bevölkerungsentwicklung den Beweis für die Notwendigkeit, das Projekt weiter voranzutreiben: Deutschlandweit liegt der Altersdurchschnitt bei Personen über 65 Jahren bei geschätzten 21 Prozent und in Chemnitz bei geschätzten 28 Prozent (Zensus vom 9. Mai 2011). Foto: Victoria Graul

Seit März 2013 verfolgen die Mitarbeiter der Professur Fördertechnik der TUeine Idee: den demografischen Wandel in Chemnitz nicht fachisoliert, sondern fachübergreifend zu untersuchen. Heraus kam das DieDEMOGRAFIEfabrik-Konzept, für das sich vier Fakultäten der TU zusammenschlossen. "Mit dem bisherigen Verlauf sind wir sehr zufrieden und hoffen, nach unserem ersten Außenauftritt im November 2013 ein großes regionales Feedback zu bekommen", sagt Enrico Putzke, Koordinator des Projekts an der Professur Fördertechnik.

DieDEMOGRAFIEfabrik ist ein interdisziplinäres Projekt der TU Chemnitz mit dem Ziel, langfristig ein Netzwerk aus verschiedenen regionalen Branchen- und Technologiebereichen zu knüpfen, um schwerpunktmäßig Probleme des demografischen Wandels in der Arbeitswelt zu lösen. "Wir wollen alternden Menschen eine maximale Teilhabe am Erwerbsleben ermöglichen. Um adäquate Lösungsansätze anzubieten, verbindet DieDEMOGRAFIEfabrik an der TU verschiedene Fachrichtungen. Einen Großteil der derzeitigen Lösungsansätze umfasst die Beantwortung rein technischer Fragen wie verbesserte Hebetechniktechnik, und von Benutzerfragen wie Umgestaltungsmaßnahmen im organisatorischen Bereich der Arbeit", erklärt Putzke. Langfristig will DieDEMOGRAFIEfabrik als regionales Netzwerk diese bisher separaten Lösungsansätze aus Wissenschaft und Industrie bündeln und weiterentwickeln. "Wir wollen als unabhängige Anlaufstelle für Entwicklungsfragen zunächst hauptsächlich den regionalen Firmen und Kommunen entgegenkommen, weil diese durch den demografischen Wandel zukünftig ihre Produktivität mit einer alternden Belegschaft aufrechterhalten müssen. Die neusten Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung in Deutschland bestätigen dabei unsere These, dass dafür auf den regionalen Bedarf angepasste, interdisziplinäre Lösungsstrategien notwendig sind. "

Kooperationspartnersuche: von intern zu extern

Das Projekt DieDEMOGRAFIEfabrik befindet sich noch in den Kinderschuhen. Finanzielle Unterstützung erfährt das Projekt durch den Freistaat Sachsen im Rahmen der Förderrichtlinie Demografie. Seit der Auftaktveranstaltung im Juni 2013 hat sich eine universitätsinterne Kernarbeitsgruppe aus vier Fakultäten gebildet. Das Expertenwissen steuern bei: die Professur Fördertechnik (Maschinenbau), die Professur Allgemeine Psychologie und Arbeitspsychologie / die Juniorprofessur Forschungsmethoden und Analyseverfahren / die Professur Sportmedizin/-biologie (Human- und Sportwissenschaften), die Professur Privatrecht und Recht des geistigen Eigentums (Wirtschaftswissenschaften) und die Professur Digital- und Schaltungstechnik (Elektrotechnik/Informationstechnik). "Nachdem wir erste universitätsinterne Partner gefunden haben, widmen wir uns seit einiger Zeit der Vorbereitung eines gemeinsamen Außenauftritts wie die Gestaltung von Roll-ups für Tagungen sowie Messen und die Homepage-Gestaltung", sagt Koordinator Putzke. Zu den neuesten Aktivitäten von DieDEMOGRAFIEfabrik zählt die Vorbereitung des 1. Chemnitzer Demografie - Kolloquiums am 25. November im "Alten Heizhaus" des Uni-Teils Straße der Nationen 62: "An diesem Tag werden wir zum ersten Mal aktiv als Netzwerk nach außen auftreten, um eben externe Kooperationspartner zu finden. Der Nachmittag dreht sich um die Fragen: Welche Projekte in DieDEMOGRAFIEfabrik gibt es bereits? Was können wir leisten und was kann man von uns erwarten?"

DieDEMOGRAFIEfabrik beim Science Slam 2013

Eine weitere Gelegenheit DieDEMOGRAFIEfabrik der breiteren Öffentlichkeit vorzustellen und sich der allerersten Bewährungsprobe zu stellen, eröffnet der Science Slam 2013 - ein deutschlandweiter Wettbewerb, bei dem - anders als beim Poetry Slam - Nachwuchswissenschaftler in Kurzvorträgen zu ihrer eigenen Forschung um die Gunst des Publikums buhlen. Zum diesjährigen Thema "Wissenschaftsjahr 2013 - Die demografische Chance" findet eine von acht Vorentscheidungsrunden am 29. Oktober im Weltecho, Annaberger Straße 24, in Chemnitz statt. Mit dabei: Enrico Putzke, der das DieDEMOGRAFIEfabrik-Konzept vorstellt und sich gegen sieben weitere Slammer behaupten muss. "In Vorträgen auf Tagungen bin ich erprobt, aber das letzte Mal auf der Bühne stand ich für Theateraufführungen in der Schulzeit", gesteht er und fügt hinzu: "Ich werde mein Bestes geben, um unser Projekt bildhaft und locker zu präsentieren."

(Autorin: Victoria Graul)

Katharina Thehos
14.10.2013

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