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Deutschlands erste Wohnzimmervorlesung

Länderübergreifende Hochschulmarketingkampagne "Mein Campus von Studieren in Fernost" startete mit Unterstützung der TU Chemnitz ihre Reihe "Mein Prof im Wohnzimmer"

Studieninteressierte in Deutschland bleiben gern in ihrer Heimatregion. Das zeigen Studien unter anderem des Deutschen Studentenwerks und des Hochschul-Informations-Systems (HIS). Doch was, wenn besonders viele junge Leute an die nächstgelegenen Hochschulen möchten? Für Neele aus Bonn tat sich Ende vergangener Woche eine Alternative auf: Gemeinsam mit ihrer Mutter Daniela und drei Freunden lauschte die 18-Jährige einem akademischen Vortrag. Prof. Dr. Peter Pawlowsky von der Technischen Universität Chemnitz, gab eine Einführung ins Management - genauso engagiert, als stände er in einem Hörsaal. Organisiert wurde die Wohnzimmervorlesung von der länderübergreifenden Hochschulmarketingkampagne, die westdeutsche Studieninteressierte auf Studienangebote in Ostdeutschland aufmerksam macht.

"Ich gehöre zu den Westdeutschen, denen ein Hochschulstandort im Osten Deutschlands inzwischen zur Heimat geworden ist", antwortete Pawlowsky auf die Frage, wieso er sich für die Kampagne engagiert. Der Professor hat in Chemnitz seit fast 20 Jahren die Professur Personal und Führung inne und lehnte unter anderem einen Ruf an die Freie Universität Berlin ab. "Ich kann jungen Menschen zwischen Kiel und Garmisch-Partenkirchen nur empfehlen: Schauen Sie sich in den ostdeutschen Ländern um. Sie finden dort so gute Studienbedingungen, die keinen nationalen und internationalen Vergleich scheuen müssen." Diesem Plädoyer pflichtete Christian Stellmacher bei, der ebenfalls nach Bonn gekommen war, um Neele und ihren Freunden über das Studieren, Leben und Arbeiten in Chemnitz zu berichten. Der 25-jährige Ostfriese studiert seit 2008 an der Technischen Universität und strebt einen Master in Value Chain Management an. "Die Wohnzimmervorlesung ist zwar mit einem Augenzwinkern zu verstehen", so Stellmacher. "Dennoch gibt sie einen Vorgeschmack darauf, wie persönlich Studierende an ostdeutschen Hochschulen betreut werden." Auch was die Lebenshaltungskosten anbelangt, ist Christian mit seiner Studienortswahl sehr zufrieden. "Ich kann mir mit einem ganz durchschnittlichen studentischen Einkommen eine sanierte Altbauwohnung in Top-Lage leisten und habe trotzdem noch genug Geld, um mit meinen Freunden abends auszugehen."

In der anschließenden Fragerunde erfuhr Neele unter anderem, dass die 43 ostdeutschen Hochschulen besonders gut ausgestattet sind und im Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) vorne liegen. Auch die Qualität von Forschung und Lehre sowie die Bandbreite der Studiengänge überzeugen unabhängige Experten. "Ganz ehrlich, ich hätte das nicht gedacht", gab Neele zu. "Mit der Möglichkeit, im Osten zu studieren, habe ich mich bisher gar nicht befasst. Ich ziehe das mal in Erwägung", so die junge Bonnerin.

Ausschnitte von der ersten Wohnzimmervorlesung Deutschlands sind in einem kurzen Film zu sehen, den die länderübergreifende Hochschulmarketingkampagne online gestellt hat. "Studieninteressierte informieren sich sehr genau darüber, was ihre künftige Hochschule und ihr Studienort zu bieten hat. Genau hier setzt die Kampagne an - es gibt authentische Informationen aus erster Hand", sagt Christoph Matschie, Wissenschaftsminister des Freistaates Thüringen. Dass es in den neuen Bundesländern sehr gute Bedingungen zum Studieren gebe, solle sich noch mehr herumsprechen. "Und wenn Interessenten das vom Professor persönlich hören, ist das überzeugender als alle allgemeinen Appelle", so der Minister.

Stichwort: Länderübergreifende Hochschulmarketingkampagne

Die länderübergreifende Hochschulmarketingkampagne der ostdeutschen Länder - vormals Hochschulinitiative Neue Bundesländer - macht mit den Kampagnen "Studieren in Fernost" und "Mein Campus von Studieren in Fernost" seit dem Jahr 2008 gezielt westdeutsche Stu-dieninteressierte auf Studienangebote in Ostdeutschland aufmerksam. Ins Leben gerufen wurde die Kampagne von den Wissenschaftsministerien der Länder Brandenburg, Mecklen-burg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Das sachsen-anhaltische Mi-nisterium ist für die Koordination verantwortlich. Die Kampagne wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. http://www.studieren-in-fernost.de

Eindrücke von Deutschlands erster Wohnzimmervorlesung: http://www.studieren-in-fernost.de/meinprof

(Quelle: www.studieren-in-fernost.de)

Mario Steinebach
09.09.2013

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