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Erinnerndes Gedenken in Sachsen

Projekte gegen das Vergessen: Die verheerenden Kriege des 20. Jahrhunderts aus sächsischer Perspektive - Historiker der TU organisieren für 2014 und 2015 Seminare, Ringvorlesungen und Kolloquium

Die Technische Universität Chemnitz und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Landesverband Sachsen e.V., gestalten in den Jahren 2014 und 2015 gemeinsame Projekte zu einem würdigen "Erinnernden Gedenken in Sachsen". Diese sollen die unvorstellbar hohe Anzahl der Kriegsopfer der beiden Weltkriege und das damit verbundene außerordentliche Ausmaß an Leid und Zerstörung ins Gedächtnis rufen und zur Auseinandersetzung mit den Lehren der jüngeren Geschichte anregen. Im August 2014 jährt sich der Ausbruch des Ersten Weltkriegs, der "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" zum 100. Mal. Und im Mai 2015 kann die 70. Wiederkehr der Beendigung des Zweiten Weltkriegs begangen werden.

Die maßgeblich vom Sächsischen Ministerium für Soziales und Verbraucherschutz geförderte Veranstaltungsfolge verbindet wissenschaftliche Kompetenzen und vielfältige Erfahrung in anschaulicher Vermittlung historisch-politischer Bildung. Ihre Umsetzung erfolgt unter Federführung von Dirk Reitz, Landesgeschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Sachsen, und Frank-Lothar Kroll, Professor für Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der TU Chemnitz. In die Projekte werden auch Lehrerbildungseinrichtungen, die Stiftung Sächsische Gedenkstätten und die Landeszentrale für politische Bildung einbezogen.

Die Veranstaltungen an der TU Chemnitz umfassen Seminare, Ringvorlesungen zum Ersten und zum Zweiten Weltkrieg in Sachsen sowie ein Kolloquium zum "Zeitalter der Weltkriege" unter Beteiligung namhafter Historiker aus allen an den hiesigen Kampfhandlungen beteiligten Staaten. Die Ergebnisse der Veranstaltungen werden der Öffentlichkeit durch eine Reihe von Publikationen sowie durch Informationen auf den entsprechenden Internetportalen präsentiert. Auf der Homepage des Sächsischen Ministeriums für Soziales und Verbraucherschutz wird in den Gedenkjahren 2014 und 2015 ein Zeitstrahl "Vor hundert Jahren" bzw. "Vor siebzig Jahren", der Auskünfte über tagesaktuelle Bezüge in der jeweiligen Weltkriegsperiode vermittelt. Erweitert wird das Vorhaben durch internationale Jugendworkcamps und durch Exkursionen zu den Kriegsgräberstätten sächsischer Soldaten an der einstigen Westfront des Ersten Weltkriegs. Dadurch sollen vor allem Schülern und Studenten friedenspädagogische Inhalte vermittelt werden. Die Gesamtsumme der für das Projekt der TU Chemnitz zur Verfügung gestellten Gelder beläuft sich auf 72.000 Euro.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll, Telefon 0371 531-33922, E-Mail frank-lothar.kroll@phil.tu-chemnitz.de.

(Autorin: Kristin Lesch)

Mario Steinebach
08.08.2013

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