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Kafka einmal anders

Am 27. Juli 2013 lesen und vertonen Studierende der TU Chemnitz im Lesecafé Odradek Texte des weltbekannten Schriftstellers Franz Kafka

  • Begleitet wird der Abend von der Band [Semper] Mirandus. Die musikalische Interpretation von Texten soll den Besuchern einen neuen Zugang zu Kafkas Werk verschaffen. Foto: Band [Semper] Mirandus

Der schuldbeladene Sohn mit Vaterkomplex, der frauenscheue Junggeselle und der an sich selbst verzweifelnde Schriftsteller - das alles hat man schon unzählige Male über Franz Kafka gehört. Ein völlig neues Bild des weltbekannten Schriftstellers versuchen nun Germanistikstudenten der TU Chemnitz zu zeichnen. Insgesamt sechs Studierende der Seminargruppe "Kafkas kleine Prosa" werden am 27. Juli 2013 ab 19.30 Uhr im Lesecafé Odradek in der Leipziger Straße 3 zusammen mit der Band [Semper] Mirandus verschiedene Kafka-Texte lesen und vertonen. Der Eintritt zur Veranstaltung unter dem Motto "Kafka in concert" ist frei. "Wir möchten den unerhörten Kafka zu Gehör zu bringen: einmal musikalisch durch Vertonungen seiner Kurzprosa und zum anderem durch Texte, die eher selten gelesen und vorgelesen werden, wie beispielsweise Kafkas Bettelbriefe um eine Gehaltserhöhung, seine Briefe aus Sicht einer Kinderpuppe sowie Lustiges und völlig Unlustiges aus seinen Tagebüchern - oder auch erotische Gedichte verheirateter Frauen über Kafka", erklärt Dr. Jörg Pottbeckers, Mitarbeiter der Professur Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft und Dozent des Masterseminars "Kafkas kleine Prosa".

Die Idee, einen solchen Abend zu organisieren, wurde bereits zu Beginn des Semesters diskutiert. "Das ehemalige Lesecafé `Nachschlag´ stand vor der offiziellen Umbenennung in `Odradek´, einer verding- und -menschlichten Zwirnspule in Kafkas Werk `Die Sorge des Hausvaters´. In Zusammenarbeit mit Chris Münster vom Lesecafé und unserem Dozenten Jörg Pottbeckers kam die Idee auf, einen Abend beizusteuern, der sich mit Kafkas Texten auseinandersetzt - wie dieser Abend gestaltet werden solle, stand uns frei", erinnert sich Kristin Günther, Mitglied im Organisationsteam des Prosaabends, und fügt hinzu: "Im Verlauf des Semesters haben wir alle zusammen Ideen gesammelt und diese in den vergangenen drei Wochen konkretisiert und umgesetzt."

Tobias Naumann, der das Seminar ebenfalls besuchte, hatte die Idee, die teils unbekannten Kafka-Texte zusammen mit seiner Band [semper] Mirandus zusätzlich zur Lesung zu vertonen. Die musikalische Interpretation von Texten wie "Auf der Galerie", "Nachts" sowie "Zerstreutes Hinausschauen" soll den Besuchern einen völlig neuen Zugang zu Kafka verschaffen - auch denjenigen, die sich bisher vielleicht nicht so stark mit dem Autor identifizieren konnten. "Zudem wird der Abend mit leichten Jazz-Klängen und Interpretationen bekannter Stücke aus Swing und Rock untermalt. Das Ziel ist es, eine gemütliche Bar-Atmosphäre ohne den festen Zwang einer Leseveranstaltung zu schaffen", hofft Tobias Naumann, TU-Student und Bandmitglied bei [semper] Mirandus.

Weitere Informationen erteilt Dr. Jörg Pottbeckers, Mitarbeiter der Professur Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft, Telefon 0371 531-37153, E-Mail joerg.pottbeckers@phil.tu-chemnitz.de.

(Autorin: Ina Huke)

Katharina Thehos
23.07.2013

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