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Kleine Herz-Forscher im großen Hörsaal

Mit einer wahrhaft "herzlichen" Abtaktveranstaltung verabschiedete sich die Kinder-Uni am 23. Juni 2013 in die Sommerpause - Nächste Vorlesung am 13. Oktober

"Warum pocht das Herz, wie arbeitet es und wodurch kann man das Organ schützen?" - mehr als 300 interessierte Juniorstudenten erfuhren bei der Kinder-Uni Chemnitz am 23. Juni 2013 alles rund um das Thema "Herz". Die Sieben- bis Zwölf-Jährigen durften dabei dem Vortrag von Dr. Klaus Kleinertz vom Medizinischen Versorgungszentrum am Küchwald lauschen. Dieser verstand es, das junge Publikum mitzureißen: Spannende Experimente trugen dem Verständnis der Inhalte bei und animierten die Kinder zum Mitmachen. Selbst Eltern und Großeltern konnte manch Wissenswertes sicherlich noch ins Staunen versetzen.

Mehrere hundert Paar kleiner Füße trappeln vergangenen Sonntagvormittag durch den großen Audimax N115 im Hörsaalgebäude zu ihren Plätzen. Federmappen werden auf den Schreibpulten ausgebreitet, Buntstifte noch einmal sortiert und das Datum ins Studienheft eingetragen. Zusammen mit ihren Eltern und Großeltern warten die Kinder auf den Beginn der Vorlesung zum Thema "Herz". Das geschäftige Treiben der Veranstalter im Vorfeld bleibt unter den neugierigen Augen im Raum natürlich keine Sekunde lang unbemerkt. Viele, wie der kleine Hans Gründer, fragen sich gespannt: "Was soll denn mit den ganzen Herz-Luftballons passieren, die sie aufpusten?"

Um 10.30 Uhr hat das Warten dann ein Ende und alle Augen und Ohren im Saal richten sich auf Brita Stingl. Die Leiterin der Kinder-Uni begrüßt die Anwesenden kurz zur letzten Vorlesung im Sommersemester und direkt danach geht es auch schon richtig los. "Sieht so ein richtiges Herz aus?", fragt Dr. Klaus Kleinertz sein junges Publikum und zeigt auf die symbolische Abbildung eines Herzens. "Neeeiiin" ruft es ihm sofort aus allen Richtungen entgegen. "Sehr gut", sagt Dr. Kleinertz und fragt gleich weiter: "Seit wann pocht denn das Herz?" Zaghaft antwortet ihm ein Junge aus einer der hinteren Reihen mit fragender Stimme: "Sobald wir im Bauch sind?". "Erst in der fünften bis sechsten Schwangerschaftswoche beginnt es tatsächlich zu schlagen", erzählt Kleinertz. Nicht zum letzten Mal überrascht er seine kleinen Zuhörer wie hier mit Fakten über das Herz. Weiterhin erfahren sie beispielsweise, dass ihr Herz schneller als das von Erwachsenen schlägt oder, dass es bei einigen ganz wenigen Menschen auch auf der rechten Seite liegen kann.

"Wir spielen das Herz"

Um genau zu verstehen, wie das Herz arbeitet, sollen die Juniorstudenten dann das Herz "spielen". "Eine Reihe Kinder stellt sich hier hin und darf sich nicht weiter bewegen. Sie sind die Hauptschlagader", erklärt Dr. Kleinertz. Die zwei Herzklappen werden durch Pappen dargestellt. Im linken Vorhof kommen schließlich auch die vielen roten Herz-Luftballons zum Einsatz. Sie stehen stellvertretend für das sauerstoffreiche Blut, das aus der Lunge gekommen ist. Als nächstes sollen die Kinder im linken Vorhof enger zusammenrücken, denn dieser zieht sich beim echten Herzen nun auch zusammen. Die Herz-Luftballons werden durch die Pappen in die linke Herzkammer gedrückt, die ebenfalls danach kontrahiert. Die Kinder rücken wieder enger zusammen und das Blut, in Form der Herzluftballons, wird in die Hauptschlagader gedrückt. Über sie wird der gesamte Körper mit sauerstoffreichem Blut versorgt. In weiteren Experimenten sehen die Kinder dann das Herz noch über Ultraschall schlagen und hören ihre eigenen Herztöne über ein Stethoskop.

Doch die Kinder erfahren auch, wie man sein Herz schützen kann. Dr. Kleinertz gibt ihnen mit auf den Weg, dass gesunde Ernährung nicht allein ausreicht und Sport immer ein Muss sein sollte. Das Herz kann zwar in vielerlei Hinsicht mit einem Motor verglichen werden, aber in einem Punkt funktioniert es niemals wie dieser, denn häufige und regelmäßige Belastung tut ihm gut.

Am Ende der Veranstaltung resümiert Dr. Kleinertz, dessen Adressaten sonst um ein vielfaches älter und ausgebildete Ärzte sind: "Die oft unerwarteten Antworten der Kinder sind für mich eine Bereicherung gewesen und ich denke wirklich, dass sie heute etwas mitnehmen werden." Die zehnjährige Kristin Lehmann ist von Dr. Klaus Kleinertz` Vortrag in jedem Fall begeistert: "Es war interessant zu wissen, wie genau das Herz funktioniert und die Experimente fand ich ganz toll."

Übrigens: Weiter geht es mit der Kinder-Uni nach der großen Sommerpause am 13. Oktober 2013. Dann werden die Juniorstudenten mit auf eine Reise in die Zeit der Ritter genommen. Bis dahin: schöne Ferien!

(Autorin: Laura Richter)

Katharina Thehos
24.06.2013

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