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Die Nähe zu Tschechien als Standortvorteil nutzen

Der Tschechische Minister für Schulwesen, Jugend und Sport, Prof. Dr. Petr Fiala, und die Sächsische Staatsministerin für Kultus, Brunhild Kurth, informierten sich am 11. April 2013 an der TU Chemnitz

  • TU-Rektor Prof. Dr. Arnold van Zyl (r.) begrüßte den Tschechischen Minister für Schulwesen, Jugend und Sport Prof. Dr. Petr Fiala und die Sächsische Staatsministerin für Kultus Brunhild Kurth an der Technischen Universität Chemnitz. Foto: Katharina Thehos
  • Zu Gast war außerdem Dr. Jarmila Krejcikova, die seit 2010 Generalkonsulin der Tschechischen Republik in Dresden ist. Foto: Katharina Thehos
  • Das Informationsgespräch fand statt mit weiteren Mitgliedern des Tschechischen Ministeriums für Schulwesen, Jugend und Sport sowie der beiden Sächsischen Staatministerien für Kultus bzw. für Wissenschaft und Kunst. Seitens der TU Chemnitz waren Vertreter der Universitätsleitung, von drei Professuren sowie vom Internationalen Universitätszentrum beteiligt. Foto: Katharina Thehos

Am 11. April 2013 besuchten der Tschechische Minister für Schulwesen, Jugend und Sport Prof. Dr. Petr Fiala und Vizeminister Dr. Jindrich Fryc sowie die Sächsische Staatsministerin für Kultus Brunhild Kurth die Technische Universität Chemnitz. Zu Gast waren zudem Generalkonsulin Dr. Jarmila Krejcikova sowie weitere Vertreter des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus und des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. Sie informierten sich vor allem über die Kooperation der TU Chemnitz mit der Tschechischen Republik in Forschung und Lehre.

TU-Rektor Prof. Dr. Arnold van Zyl gab den Gästen einen Überblick über die Chemnitzer Universität. Er betonte dabei insbesondere den interdisziplinären Ansatz bei der Vernetzung der verschiedenen Fächer und Fakultäten an der TU Chemnitz. Anschließend stellten Vertreter von drei Chemnitzer Professuren konkrete Kooperationen vor: Prof. Dr. Milos Reznik, Professur Europäische Regionalgeschichte, sprach über das Projekt "Grenzüberschreitungen - Neue Wege von Land zu Land", das aus Mitteln der Europäischen Union über das Ziel 3-Programm zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit gefördert wird. Mit grenzraumbezogenen Forschungsarbeiten und Bildungsangeboten leistet das Projekt einen Beitrag zur verstärkten Identitätsbildung in der Region. Partner der TU Chemnitz sind dabei der Verein "Dialog mit Böhmen e.V." mit Sitz in Greiz, der Verein "Antikomplex" aus Prag sowie das Staatliche Gebietsarchiv Plzen mit seiner Außenstelle in Cheb.

Prof. Dr. Stefan Garsztecki, Professur Kultur- und Länderstudien Ostmitteleuropa, stellte das Projekt "Grenzraum 2.0" vor. Hierbei werden Studierende aus Sachsen und Tschechien für die selbstständige Projektarbeit im sächsisch-tschechischem Grenzraum vorbereitet. Das Projekt, bei dem die TU Chemnitz Lead Partner ist, wird ebenfalls gefördert im Rahmen des Ziel 3-Programms. Auf tschechischer Seite sind die Technische Universität Liberec und die Jan Evangelista Purkyne-Universität in Usti nad Labem beteiligt.

Dr. Martin Kolouch von der Professur Werkzeugmaschinen und Umformtechnik stellte anschließend den deutsch-tschechischen Masterstudiengang Produktionssysteme vor. Dieser wird gemeinsam von den Fakultäten für Maschinenbau der TU Chemnitz und der TU Brno angeboten. Das Studium findet sowohl in Chemnitz als auch in Brno statt; die Entscheidung an welcher der beiden Hochschulen die Masterarbeit angefertigt wird, ist frei. Nach erfolgreichem Abschluss werden die beiden akademischen Grade "Master of Science (M.Sc.)" und "Inzenyr (Ing.)" mit tschechischem Staatsexamen verliehen. Um noch mehr Studierende für diesen Masterstudiengang zu interessieren, ist ein zugehöriger Bachelorstudiengang in Vorbereitung, für den Studierende vor allem an Gymnasien im Grenzgebiet zwischen Sachsen und Tschechien gewonnen werden sollen.

Die Vertreter der Ministerien sowie der TU stimmten überein, dass die Nähe zu Tschechien ein Standortvorteil für die Chemnitzer Universität sei, den es zu nutzen gelte. Prof. Fiala sowie Dr. Fryc vom Tschechischen Ministerium für Schulwesen, Jugend und Sport nahmen die Anregung mit, im geplanten Studiengang Westslawische Regionalstudien ein tschechisches Lektorat an der TU Chemnitz einzurichten.

Kultusministerin Kurth sprach dem Rektor der TU ihren ausdrücklichen Dank für die Aktivitäten der Universität bei der Kooperation mit Tschechien aus. Vor allem das Engagement zur Ansprache von Schülern im Grenzgebiet könne anderen sächsischen Universitäten als Vorbild dienen.

Katharina Thehos
12.04.2013

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