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Synergien aus Erfahrungswissen und aktuellen Erkenntnissen

Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement ruft "Chemnitzer Centrum für Altersdiversität" ins Leben - Wer Mitglied im Generationenrat werden möchte, kann sich bis zum 15. Januar melden

  • Der neu zu gründende Generationenrat des "Chemnitzer Centrums für Altersdiversität" will das Erfahrungswissen älterer Menschen zusammenbringen mit der aktuellen Forschung von Nachwuchswissenschaftlern der TU. Foto: Jens Mühlstedt

Im Alltag bleiben ältere Menschen häufig mit der Frage zurück, warum technische Geräte und viele Produkte ihre Ansprüche und Wünsche nicht berücksichtigen. Dabei wird der Altersdurchschnitt im Raum Chemnitz Prognosen zufolge im Jahr 2020 bereits 50,2 Jahre betragen und die Über-65-Jährigen werden auch in Zukunft die größte Bevölkerungsgruppe der Region stellen. Neben einer altersdifferenzierten Produktentwicklung werden verschiedene Alltagsbereiche vor neuen Herausforderungen stehen: zum Beispiel der Schaffung von Möglichkeiten zum längeren selbstständigen Leben im privaten häuslichen Umfeld, dem sicheren Erhalt der individuellen Mobilität, Gesundheit, Mediennutzung und -kompetenz.

An der Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement der TU Chemnitz laufen bereits zahlreiche Forschungsprojekte zum demografischen Wandel, zum Beispiel zu Demografie-Schulungskonzepten und Fahrerassistenzsystemen für ältere Verkehrsteilnehmer. Diese können vom Einbezug der Zielgruppe profitieren. Um die bestehenden Aktivitäten zu bündeln und die Zusammenarbeit der Generationen zu institutionalisieren, hat die Professur im Dezember 2012 das "Chemnitzer Centrum für Altersdiversität" (CCAD) gegründet.

Zu den ersten Aktivitäten des CCAD zählt eine optimierte Nutzung des Alterssimulationsanzuges MAX. Außerdem soll die Chemnitzer Altersdatenbank erweitert werden und ältere Testpersonen sollen bei der Entwicklung zukunftsfähiger Produkte befragt werden. Im weiteren Verlauf ist beabsichtigt, Themen wie Gesundheit, Medien, Mobilität und Wohnen generationenübergreifend zu erforschen.

Das Erfahrungswissen älterer Experten mit den aktuellen Erkenntnissen junger Wissenschaftler zusammenzubringen, ist Ziel eines Generationenrats. Der Generationenrat wird am CCAD im März 2013 gegründet und gibt Gelegenheit zum Austausch zu arbeitswissenschaftlichen Themen. Regelmäßige, thematisch strukturierte Treffen bringen verschiedene Ausbildungs- und Erfahrungshintergründe zusammen und sollen so Innovationen entstehen lassen, Ideen verbessern und bestehende Erkenntnisse integrieren. Die Professur sucht Mitglieder für den Generationenrat, die über 50 Jahre alt sind und idealerweise einen technischen Hintergrund sowie einen Bezug zur TU Chemnitz mitbringen.

Wer Mitglied des Generationenrats werden möchte, kann sich bis zum 15. Januar 2013 an Dr. Thomas Löffler, den Leiter des Chemnitzer Centrums für Altersdiversität, wenden: Telefon 0371 531-36024, E-Mail thomas.loeffler@mb.tu-chemnitz.de

Katharina Thehos
08.01.2013

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