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Erfolgreiche Podestjäger auf der Matte

Chemnitzer TU-Angehörige holten bei der XII. Internationalen Deutschen Meisterschaft im Brazilian Jiu-Jitsu zwei Titel - diese Kampfsportart erfreut sich an der Universität zunehmender Beliebtheit

  • Chemnitzer Erfolg im Doppelpack: TU-Student Julius Hannig und Promotionsstudentin Andresa Germano siegten bei der XII. Internationalen Deutschen Meisterschaft im Brazilian Jiu-Jitsu in ihren Klassen. Foto: Renato Germano
  • Kursleiter Renato Germano (Mitte) hat Brazilian Jiu-Jitsu an der TU Chemnitz fest etabliert. Foto: privat

Die Sportart Brazilian Jiu-Jitsu wird erst seit dem Sommersemester 2010 an der TU Chemnitz angeboten. Deshalb wissen vermutlich immer noch recht wenige, dass es sich dabei um eine Abwandlung und Weiterentwicklung einer Kampfkunst handelt, die sich auf den sportlichen Bodenkampf ohne Schläge und Tritte konzentriert. "Das brasilianische Jiu-Jitsu ermöglicht, dass eine körperlich schmächtige Person eine weitaus stärkere Person überwinden kann", erläutert Renato Germano, der an der Universität Präventions- Rehabilitations- und Fitnesssport studiert und wöchentlich Jui-Jitsu-Kurse anbietet. "Diese spezielle Kampfkunst ist auch sehr effektiv als Selbstverteidigungs-Technik gegen Angriffe, Gegenstände, Halte- und Würgeattacken und auch zur körperlichen und geistigen Gesundförderung", ergänzt der gebürtige Brasilianer. Er sammelt seit mehr als 15 Jahren Erfahrungen in Kickboxen, Brazilian Jiu-Jitsu , Muay Thai, Karate, Judo und Ringen, nimmt regelmäßig an Wettkämpfen teil und gibt sein Wissen als Kursleiter weiter.

"Da Brazilian Jiu-Jitsu in Deutschland noch nicht so bekannt und verbreitet ist wie in den USA oder Brasilien und es keine Hochschulmeisterschaften gibt, hält sich die Unterstützung durch den Hochschulssport landesweit leider sehr in Grenzen", bedauert der 35-Jährige. Doch an der Technischen Universität Chemnitz erlebt diese Sportart eine sehr positive Entwicklung. 53 Teilnehmer, davon 15 Fortgeschrittene, trainieren verteilt auf drei Kurse mittwochs, donnerstags und freitags in einem Sportraum im Pegasus-Center. Und das mit Erfolg: Bei der XII. Internationalen Deutschen Meisterschaft, die vom Brazilian Jiu-Jitsu Bund Deutschland vom 17. bis 18. November 2012 in Neuried veranstaltet wurde, kehrten die Chemnitzer mit zwei Titeln heim. Andresa Germano, die an der Professur Bewegungswissenschaft promoviert, siegte bei den Frauen in der Klasse bis 58,3 Kg (Blue Belt) und sicherte sich in der Open Class noch einen dritten Platz. Julius Hannig, der an der TU Maschinenbau studiert, holte sich bei den Männern den Titel in der Klasse bis 70 Kg (White Belt). Renato Germano verfehlte bei den Männer in der Klasse bis 88,3 Kg (Purple Belt) das Siegerpodest nur knapp und erreichte Platz 4.

"Angesichts der Gesamtteilnehmerzahl von 430 Kämpfern, davon sieben aus der Chemnitzer Universität, können wir mit diesem Ergebnis mehr als zufrieden sein", sagt Renato Germano. Überhaupt sei die Saison sehr erfolgreich gewesen. "Bei der Ostdeutschen Brazilian Jiu-Jitsu Meisterschaft im März in Freiburg und bei der Süddeutschen Meisterschaft im Juni in Augsburg kamen meine Frau Andresa, Martin Barthel und ich in unseren Klassen jeweils unter die besten Drei", berichtet Renato Germano. Jetzt bereiten sich die Chemnitzer Sportler auf die nächste Ostdeutsche Meisterschaft am 9. Februar 2013 vor, an der voraussichtlich 15 Chemnitzer teilnehmen wollen. Und im August des kommenden Jahres ist ein Trainingslager in Brasilien geplant.

Mario Steinebach
21.11.2012

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