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Auszeichnung für Sensorik in Bürostühlen und Haustürschlüsseln

Mensch-Maschine-Preis 2012: Professur Arbeitswissenschaft der TU Chemnitz zeichnete Ideen aus, die das Leben einfacher machen könnten

  • Zweimal Gold, zweimal Bronze - von links: Moderator Dr. Jens Mühlstedt, der Fünftplazierte Christian Elmer, der in Vertretung für Christin Benkendorf eine Bronze-Figur entgegennahm, die beiden Erstplatzierten Ricardo Schönherr und Claudia Feger, die ebenfalls drittplatzierte Marcella Makowski und Moderatorin Katharina Pöschel. Foto: Professur Arbeitswissenschaft

Am "World Usability Day" werden weltweit jeden November Aktionen für benutzerfreundliche Produkte initiiert. Die Professur Arbeitswissenschaft der Technischen Universität Chemnitz lud dazu am 8. November 2012 bereits zum fünften Mal zum "Tag der einfachen Produkte" ein. Den Höhepunkt bildete die Vergabe des "Mensch-Maschine-Preises", mit dem Ideen ausgezeichnet werden, die das Leben einfacher machen könnten.

Insgesamt waren in diesem Jahr 28 Ideen für den Wettbewerb eingereicht worden. Sie wurden von einer interfakultären Jury nach den Kriterien Inhalt, Neuheitsgrad, Ergonomie und Beschreibung begutachtet. Sowohl der erste als auch der dritte Platz wurde an jeweils zwei Einreichungen vergeben. "Der Mensch-Maschine-Preis soll das Finden guter Ideen fördern und diese prämieren. Beide Ideen machen das Leben auf unterschiedlichen Gebieten einfacher, so dass wir uns nicht entscheiden konnten, was denn nun die `bessere´ Idee ist. Somit hat die Jury zwei erste Plätze vergeben und einfach zwei glückliche Sieger gekürt", meint Jurymitglied André Dettmann von der Professur Arbeitswissenschaft. Beide erhielten jeweils 200 Euro Preisgeld sowie Gutscheine für diverse Tanz- und Sportveranstaltungen.

Ein erster Platz ging an TU-Mitarbeiterin Claudia Feger. Die Pädagogin beschäftigte sich mit der Gesundheitsvorsorge am Arbeitsplatz. Sie reichte die Idee eines Sensors ein, der per Funk die Belastung des Bürostuhls misst und die Daten an einen PC, ein Handy oder ein anderes externes Gerät überträgt. Mit ihm ließe sich erfassen, wie viele Stunden täglich der Nutzer einer sitzenden Tätigkeit im Beruf nachgeht. Hieraus könnten Informationen über die aktuellen physiologischen Grundlagen des Haltungs- und Bewegungsapparates abgeleitet werden. Dies wäre beispielsweise die Basis eines Trainings für eine rückenfreundliche Haltung im Arbeitsalltag, für eine individuelle Ausgleichsgymnastik oder generell zur Motivation für mehr Bewegung.

Ricardo Schönherr, TU-Absolvent des Maschinenbaus, erreichte ebenfalls einen ersten Platz für seine Idee mit dem Titel "Vergissmeinnicht". Dieses System verhindert, dass man sich aus der Wohnung ausschließen kann. Eine Kombination aus einem Sender am Schlüssel und Antennen im Türrahmen erkennt den Schlüssel beim Durchschreiten. Wird kein Schlüssel erkannt, ertönt ein akustisches Signal und die Tür lässt sich für 30 Sekunden wieder öffnen. Der Schlüssel wird dazu mit einem leichten und kleinen Chip versehen, vergleichbar mit einer Warensicherung. Dieser Chip arbeitet passiv und benötigt keine Batterie.

Auch der dritte Platz wurde an zwei Einreichungen vergeben. Studentin Christin Benkendorf erhielt die Auszeichnung für eine Steckdose mit integrierter Verlängerung. Der Rahmen dieser Steckdose soll wie bisher fest mit der Wand verbunden sein. Das Innenteil jedoch lässt sich bei Bedarf herausziehen. Durch diese zusätzliche Verlängerung soll beispielsweise das Umstecken des Staubsaugers auf dem Weg durch die Wohnung vermieden werden. Ebenfalls eine Auszeichnung in Bronze ging an Marcella Makowski. Die Studentin der Sensorik und kognitiven Psychologie hatte die Idee eines Becherhalters für Hörsäle eingereicht. Mithilfe einer Klammer könnte dieser an der Lehne des Vordersitzes befestigt werden und würde die Gefahr des Umkippens von Kaffeebechern oder Flaschen reduzieren.

Den fünften Platz erreichte der angehende Wirtschaftsingenieur Christian Elmer, der einen Vorschlag entwickelte, wie die Gegensprechanlage in der Wohnung anzeigen kann, ob sich etwas im Briefkasten befindet oder dieser leer ist. Der sechste Platz ging an Juliane Pörs. Die Studentin der Sensorik und kognitiven Psychologie hatte sich mit der Idee eines Multifunktionsliftes beteiligt, der für Ordnung in der Küche sorgen soll.

Weitere Informationen erteilen André Dettmann, Telefon 0371 531-32278, E-Mail andre.dettmann@mb.tu-chemnitz.de, und Dr. Jens Mühlstedt, Telefon 0371 531-36464, E-Mail jens.muehlstedt@mb.tu-chemnitz.de.

Einen Filmbeitrag über den Wettbewerb und ein Interview mit Preisträgerin Claudia Feger zeigt Sachsen-Fernsehen.

Katharina Thehos
12.11.2012

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