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Hilfe zur Selbsthilfe

Studentische Initiative ruft die "Fahrradselbsthilfewerkstatt Dr. Radinger" ins Leben

  • Studierende der TU Chemnitz können die Werkstatt Dr. Radinger in der Bernsdorfer Straße 41 kostenfrei nutzen, Nicht-Studenten zahlen eine Pauschale von 1,50 Euro. Dafür stehen ihnen Werkzeuge und Verbrauchsmittel sowie gebrauchte Ersatzteile und fachkundige Betreuung zur Verfügung. Foto: Christian Schenk

Rad fahren hält den eigenen Körper fit, ist kostengünstig und umweltfreundlich. Doch was passiert wenn der geliebte Drahtesel streikt, weil die Reifen Luft verlieren oder die Bremsen quietschen? Anstatt für viel Geld die Hilfe professioneller Fahrradwerkstätten in Anspruch zu nehmen, setzen die Mitglieder des StuRa der TU Chemnitz ab sofort auf Hilfe zur Selbsthilfe. So können interessierte Studenten seit dem 9. Juli 2012 einmal wöchentlich die Räumlichkeiten der Werkstatt Dr. Radinger in der Bernsdorfer Straße 41 nutzen, um ihr Rad in Schuss zu halten. "Ab sofort ist die Werkstatt jeden Montag im Juli von 16 bis 18 Uhr geöffnet sowie zweimal in den Sommersemesterferien - am 27. August und 24. September. Im Oktober wird dann wieder wöchentlich geöffnet sein, während im Winter die Öffnungszeiten an die Witterung angepasst werden", stellt Dominik Intelmann als Helfer des Projektes in Aussicht.

Initiiert wurde die Fahrradselbsthilfewerkstatt von der NATUC, dem Referat für Ökologie und Nachhaltigkeit an der TU Chemnitz, sowie dem Referat für Verkehr des StuRa. "Im Vordergrund des Projektes steht nicht nur die Hilfe zur Selbsthilfe, sondern auch die möglichst nachhaltige Verwendung von wiederverwertbaren, gebrauchten Ersatzteilen. Den Nutzern soll auf diesem Weg eine weitestgehend kostenlose Mobilität ermöglicht werden", erklärt Intelmann die Ziele des Projektes. Da die Selbsthilfewerkstatt nur zum Teil aus den Mitteln des StuRa finanziert wird, hoffen die Verantwortlichen auch auf Geldspenden der Nutzer. Feste Preise gibt es für die einzelnen Leistungen schließlich nicht. Lediglich Nicht-Studierende müssen eine Pauschale von 1,50 Euro für die Nutzung der Werkstatt zahlen, während Studenten der TU Chemnitz die Räumlichkeiten kostenlos für kleinere und größere Fahrradreparaturen nutzen können.

Vor Ort stehen verschiedene Werkzeuge und Verbrauchsmittel wie Öle und Fette zur Verfügung. Außerdem gibt es eine ansehnliche Auswahl an gebrauchten Ersatzteilen, die die Werkstatt über immer wieder gern gesehene Sachspenden von Privatpersonen und dem Studentenwerk Chemnitz-Zwickau erhält. Auch technisch weniger versierten Studenten wird in der Werkstatt geholfen. So stehen den studentischen Reparateuren zwischen zwei und drei Helfern stets zur Seite, erklären die Arbeitsschritte und unterstützen die Werkstattnutzer je nach Bedarf und Schwierigkeitsgrad der Aufgabe. Vorkenntnisse bezüglich des Reparierens von Fahrrädern sind damit nicht zwingend erforderlich. "Nicht zuletzt sind die Helfer selbst Studierende, die das Reparieren von Fahrrädern als Hobby betreiben und oft selbst noch beim Reparieren dazulernen", so Intelmann. Helfende Hände sind daher in der Fahrradselbsthilfewerkstatt immer gerne gesehen. Wer Interesse hat, als Werkstattbetreuer tätig zu werden oder Ersatzteile spenden möchte, kann sich per E-Mail an verkehr@stura.tu-chemnitz.de wenden.

(Autorin: Ina Huke)

Katharina Thehos
19.07.2012

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