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Ressourceneffizienz vom Auto bis zur Werkzeugmaschine

International Chemnitz Manufacturing Colloquium ICMC 2012 und 2. Internationale eniPROD-Kolloquium thematisierte Powertraintechnologien im Zeitalter der Elektromobilität

Mittelfristig werden Elektrofahrzeuge wegen ihrer hohen Kosten und geringen Reichweite nur für spezifische Anwendungsbereiche wie den stadtnahen Verkehr entwickelt und produziert. Zu diesem Ergebnis kamen die Teilnehmer der Pressekonferenz im Rahmen des International Chemnitz Manufacturing Colloquiums ICMC 2012 und des 2. Internationalen eniPROD-Kolloquiums am 17. April 2012 im Fraunhofer IWU. Erst auf lange Sicht wird die Elektromobilität eine attraktive Alternative für den konventionellen Verbrennungsmotor sein.

Prof. Dr. Günther Schuh, Direktor des Werkzeugmaschinenlabors WZL der RWTH Aachen und des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie IPT, formulierte die Frage: Wie schaffen wir die Brücke zwischen dem hochpreisigen, elektrisch angetriebenen "Short Distance Vehicle" und dem Ziel, effiziente Elektroautos in Millionen-Stückzahlen zu akzeptablen Marktpreisen herzustellen? "Die deutschen Automobilisten müssten ihre Produktionskosten im Vergleich zur Herstellung eines E-Prototyps um rund 70 Prozent senken", weiß Prof. Dr. Reimund Neugebauer, Leiter des Fraunhofer IWU und Geschäftsführender Direktor des Instituts für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse IWP der Technischen Universität Chemnitz. "Dadurch ließen sich Volumenmärkte erschließen, die für die deutschen Automobilbauer und deren Zulieferer rentabel wären und große Investitionen in neue Produktionsanlagen rechtfertigen", so Neugebauer weiter.

Zur Tagung präsentierten Wissenschaftler, Entwickler und Anwender vor 250 Gästen aus 17 Ländern den aktuellen Stand ressourceneffizienter Produktionstechnologien und zeigten Lösungen auf, um das Einsparpotenzial schon auf Fabrik-, Prozess- und Maschinenebene zu erreichen. Forscher des Fraunhofer IWU und der TU Chemnitz arbeiten beispielsweise im Spitzentechnologiecluster "Energieeffiziente Produkt- und Prozessinnovationen in der Produktionstechnik" (eniPROD) an diesen Fragestellungen. Vorgestellte Themen zur Tagung waren unter anderem die Auswirkungen für die Herstellung von Powertrain-Komponenten in Bezug auf die Energieeffizienz sowie bionische Konstruktionsprinzipien für energieeffiziente Werkzeugmaschinen.

Weitere Informationen: Katja Klöden, Telefon 0371 531-38622, E-Mail eniprod@tu-chemnitz.de, http://www.eniprod.de

Mario Steinebach
17.04.2012

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