Navigation

Inhalt Hotkeys
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion
„Uni aktuell“-Meldungen
Uni aktuell Forschung

Die kleinsten Glücksbringer

Chemiker stellen mikrometergroße "Hufeisen" im Labor her, die zu Materialien mit erstaunlichen optischen Eigenschaften führen, und berichten darüber im "Journal of Materials Science"

Hufeisen, die in ihren Abmessungen tausendmal kleiner als der Durchmesser eines menschlichen Haares sind, faszinieren Wissenschaftler am Institut für Chemie der Technischen Universität Chemnitz. Ziel dieser Arbeiten am Institut für Chemie ist selbstverständlich nicht der Ehrgeiz, die kleinsten Glücksbringer der Welt herzustellen. Handfeste Wissenschaft steht im Vordergrund. "Die winzigen goldenen Hufeisen haben als Bestandteile von sogenannten Metamaterialien ungewöhnliche Eigenschaften. Beispielsweise können sie bei der Wechselwirkung mit Licht oder anderen elektromagnetischen Wellen zu einem negativen Brechungsindex führen", erläutert Sabine Kaufmann, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Professur Physikalische Chemie.

Die TU-Wissenschaftler verwendeten zur Herstellung der Mikro-Hufeisen ein neues Prinzip: die Benetzung der Kontaktstellen zwischen dichtgepackten, mikroskopisch kleinen Kugeln. Diese winzigen Kugeln werden durch geschickt durchgeführtes Ausfällen von Kieselsäure gebildet. Die Kontaktstellen zwischen den Kugeln werden mit einer flüssigen Vorstufe für Gold benetzt. Eine anschließende chemische Reaktion wandelt diese in reines Gold um. Danach werden die kleinen Kugeln aufgelöst und es bleiben die mikroskopisch kleinen Hufeisen zurück.

Die Mikro-Hufeisen werden in der Fachwelt nicht einfach nur als eine Kuriosität angesehen, sondern ihre Herstellung und Charakterisierung wurde kürzlich in dem angesehenen Fachzeitschrift "Journal of Materials Science" veröffentlicht.

Weitere Informationen erteilt Sabine Kaufmann, Telefon 0371 531-36750, http://www.tu-chemnitz.de/chemie/physchem

Die aktuelle Publikation: Sabine Kaufmann, Herbert Schletter, Daniel Lehmann, Francisc Haidu, Dietrich R.T. Zahn, Michael Hietschold, Werner A. Goedel: Preparation of mesoscopic gold rings and split rings by selective wetting of the contact points between the spheres within colloidal crystals, Journal of Materials Science, 2012, 47, 4530-4539 (Hinweis: Der Link funktioniert nur im Deutschen Forschungsnetz. Der Beitrag kann bei Bedarf von den Autoren zugesendet werden.)

Mario Steinebach
30.03.2012

Alle „Uni-aktuell“-Artikel
Hinweis: Die TU Chemnitz ist in vielen Medien präsent. Einen Eindruck, wie diese über die Universität berichten, gibt der Medienspiegel.

Presseartikel

  • „Migration in Geschichte und Gegenwart“

    Neue Ringvorlesung der TU Chemnitz startet am 3. April 2019 im Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz – Erste Vorlesung richtet Fokus auf die Verteilung Geflüchteter innerhalb der EU …

  • Wie entsteht ein Motorrad?

    Chemnitzer Kinder-Uni erklärt Themen aus Wissenschaft und Forschung kindgerecht – Nächste Vorlesung findet am 24. März 2019 in der Stadthalle Chemnitz im Rahmen der Tüftlermesse „Maker Faire“ statt …

  • Vom Wissenschaftler zum Unternehmer

    Maschinenbauer der TU Chemnitz wagt mit eigener Erfindung und seinem Team den Sprung in die Selbstständigkeit - Forschungsergebnisse werden auf der Hannover Messe 2019 präsentiert …

  • In Chemnitz verbunden – Deutsch als Fremd- und Zweitsprache

    46. Internationale Jahrestagung Deutsch als Fremd- und Zweitsprache findet vom 28. bis 30. März 2019 in Chemnitz statt – „Fachkräftegewinnung und dauerhafte Integration“ ist Thema einer Resolution …