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Das Faszinosum Jean-Jacques Rousseau

Die Professur Politische Theorie und Ideengeschichte würdigt bei einer Tagung am 26. Januar 2012 Jean-Jacques Rousseau und verabschiedet Professurinhaber Prof. Dr. Alfons Söllner

  • Prof. Dr. Alfons Söllner hat die Professur Politische Theorie und Ideengeschichte an der Philosophischen Fakultät seit 1994 inne. Foto: Christian Schenk

Anlässlich des 300. Geburtstages von Jean-Jacques Rousseau (1712-1778) würdigt die Professur Politische Theorie und Ideengeschichte den politischen Philosophen, Pädagogen, Naturforscher, Komponisten und Dichter mit einer wissenschaftlichen Tagung. Rousseau als Vater der Demokratie oder als theoretischer Wegbereiter des Totalitarismus, Rousseau als philosophischer Narr oder als theoretischer Schöpfer des autonomen und sozialen Individuums, sind nur zwei der widersprüchlichen Rezeptionslinien, die bis ins 21. Jahrhundert hineinführen. Im Rahmen der öffentlichen Tagung erforschen ausgewiesene nationale und internationale Ideenhistoriker und Politikwissenschaftler das Faszinosum Jean-Jacques Rousseau.

Alle Interessierten sind am Donnerstag, den 26. Januar 2012, von 9 bis 15 Uhr ins Alte Heizhaus der TU Chemnitz (Straße der Nationen 62) eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei. Informationen zu den geplanten Vorträgen gibt es im Internet unter http://www.tu-chemnitz.de/phil/politik/rousseau. Die Tagung wird von der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Gesellschaft der Freunde der TU Chemnitz e.V. unterstützt.

Prof. Dr. Alfons Söllner, seit 1994 Inhaber der Professur Politische Theorie und Ideengeschichte, wird nach dem Wintersemester 2011/2012 in den Ruhestand versetzt. Die Tagung zum politischen Denken Rousseaus ist der Höhepunkt einer Festveranstaltung zu seiner feierlichen Verabschiedung. Bereits am Vorabend, am 25. Januar 2012 um 19 Uhr, spricht Prof. Söllner selbst im Rahmen der Ringvorlesung "Mein Buch" im Museum Gunzenhauser (Falkeplatz 1) über Rousseaus politisches Hauptwerk "Du contrat social" (Vom Gesellschaftsvertrag) von 1762.

Der Ideengeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts, dem Zeitalter der Revolutionen, gilt ein Forschungsschwerpunkt seiner Professur. Prof. Söllner, der zudem einer der Wegbereiter der wissenschaftlichen Erforschung der deutschen Emigration zwischen 1933 und 1945 ist, verknüpft jene Ideenstränge mit den Bruchlinien des 20. Jahrhunderts, von der Russischen Revolution, über die Weimarer Demokratie hin zur politischen Kultur der Bundesrepublik und der Gründung seines eigenen Faches, der Politikwissenschaft. Besondere Aufmerksamkeit, auch in jahrzehntelanger Forschungskooperation mit der "Groupe de recherche sur la culture de Weimar" in Paris, erhielt die Beziehung zwischen Deutschland und Frankreich. Davon zeugt unter anderem die unter seiner Herausgeberschaft entstandene Sammlung und Analyse deutscher Frankreichbücher der Zwischenkriegszeit, die im vergangenen Jahr erschienen ist.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Alfons Söllner, Telefon 0371 531-27710, E-Mail alfons.soellner@phil.tu-chemnitz.de.

(Autorin: Dr. Ellen Thümmler)

Katharina Thehos
11.01.2012

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