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Angolaner in der DDR - DDR-Bürger in Angola

Im Rahmen der Chemnitzer Interkulturellen Wochen findet am 28. September 2011 eine Podiumsdiskussion zum Thema "Angolaner in der DDR - DDR-Bürger in Angola" auf dem Campus der TU Chemnitz statt

Die Bundesrepublik warb in den 1950er- bis 1970er-Jahren Gastarbeiter aus südeuropäischen und nordafrikanischen Staaten an, um am Aufbau der deutschen Wirtschaft mitzuwirken. Doch auch die DDR weist eine ähnliche Migrationsgeschichte auf. 1989 lebten ca. 90.000 so genannte Vertragsarbeiter in der DDR. Sie kamen aus Vietnam, Kuba, Mosambik, Angola, Ungarn und anderen kommunistischen Staaten, mit denen die DDR privilegierte diplomatische Beziehungen pflegte. Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung sind viele Vertragsarbeiter in ihre Herkunftsländer zurückgekehrt, einige sind aber auch geblieben.

Doch auch DDR-Bürger gingen in die so genannten Brüderländer, um dort am Aufbau von Infrastrukturen und Bildungseinrichtungen mitzuwirken. Diese beiden Seiten der Beziehungen zwischen der DDR und der Volksrepublik Angola beleuchtet eine Podiumsdiskussion, die im Rahmen der Chemnitzer Interkulturellen Wochen an der TU Chemnitz stattfindet. Auf dem Podium berichtet Geraldo José Mano (Vorsitzender des Vereins der Angolaner in Chemnitz) über seine Erfahrungen als Angolaner in der DDR. Dr. Ulrich Eckstein (Vorsitzender des Vereins Amizade) erzählt von seinem Aufenthalt in Angola. Das Gespräch wird moderiert von Dr. Teresa Pinheiro, die die Professur Kultureller und Sozialer Wandel am Institut für Europäische Studien vertritt.

Die Podiumsdiskussion findet am 28. September 2011 im Raum N010 des Hörsaalgebäudes an der Reichenhainer Straße 90 statt. Beginn ist um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Bereits im Frühjahr hatten Studierende der Europa-Studien und die Professur Kultureller und Sozialer Wandel eine Ausstellung mit dem Titel "Bruderland ist abgebrannt" im Hörsaalgebäude der TU Chemnitz organisiert, um der Chemnitzer Öffentlichkeit das Thema Gastarbeiter in der DDR näherzubringen.

Weitere Informationen erteilt Dr. Teresa Pinheiro, Telefon 0371 531-35014, E-Mail teresa.pinheiro@phil.tu-chemnitz.de.

Katharina Thehos
23.09.2011

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