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Als Nachwuchsdiplomaten die Welt erobern

Washington und New York: Preisgekrönte Chemnitzer Delegation macht sich am 9. April 2011 auf den Weg zur UNO - vom 17. bis 21. April vertreten die Studierenden die Interessen der Ukraine

  • Hier deuten sie die Umrisse der Ukraine an, in Washington und New York werden sie zeigen, dass sie sich auch inhaltlich mit ihrem Land auskennen: die diesjährigen Nachwuchsdiplomaten der TU Chemnitz. Foto: Christian Schenk

Chemnitz, Hamburg und Berlin sind nur einige der Stationen, die 14 Chemnitzer Studierende passieren mussten, um sich nun auf den Weg in die USA machen zu können. Dort werden sich vom 17. bis 21. April 2011 gemeinsam mit 4.000 Studierenden aus der ganzen Welt in die Rolle von Diplomaten schlüpfen und als Länderdelegierte aktuelle Herausforderungen der Weltpolitik diskutieren. In diesem Jahr wird die Delegation der TU Chemnitz die Interessen der Ukraine repräsentieren. Die Studierenden werden Reden halten, Berichte vorlegen, Resolutionen schreiben: genauso wie "echte" UN-Delegierte dies tun.

"Wir haben sehr lange auf unseren großen Auftritt hingearbeitet", berichtet Felicitas Schott, die im Sommer 2011 ihren Master in Anglistik/Amerikanistik ablegen wird. "Wir haben Wochenenden mit dem Erlernen diplomatischer Regeln verbracht und diese auch auf Probesimulationen getestet. Ich habe in diesem Jahr zum Beispiel schon Spanien und Südafrika repräsentiert und dabei viele Erfahrungen sammeln können, wie ich meine Länderpositionen durchsetzen kann", erzählt Felicitas Schott weiter. Ihr Mitstreiter, Oleksandr Beribes, Student der Politikwissenschaft, ergänzt: "Die Treffen mit `echten´ Diplomaten in Berlin waren ebenfalls sehr aufschlussreich und haben uns bei der Vorbereitung enorm geholfen. Jetzt sind wir bereit für die UNO."

Einen ersten großen Erfolg feierten die Chemnitzer Delegierten bereits im November 2010, als sie sich in Hamburg gegen internationale Konkurrenz durchsetzten und drei Awards für ihre Leistungen erhielten. Um die Erfolge der letztjährigen Chemnitzer Delegationen, die auch aus New York stets preisgekrönt zurückkehrten, wiederholen zu können, stehen ab dem 9. April noch zahlreiche offizielle Termine in internationalen Organisationen auf dem Programm.

Los geht es im Zentrum der Weltpolitik Washington DC. Dort werden die Studierenden Botschaften, die Weltbank und Forschungsinstitute besuchen und ihr Wissen in Gesprächen mit Experten weiter vertiefen. "Ich freue mich darauf, endlich meine Fragen loszuwerden und so noch mehr über mein Auftreten als ukrainischer Nachwuchsdiplomat zu erfahren", meint Berit Neumann, Studentin der Europastudien, die die Ukraine im 2. Hauptausschuss der Vereinten Nationen vertreten wird, der sich mit Wirtschaftsfragen auseinandersetzt. "Die Ukraine ist ein spannendes, aber auch ein schwieriges Land, da sie politisch zwischen der Europäischen Union und Russland balancieren muss. Unsere Aufgabe wird uns fordern, aber wir sind alle hoch motiviert, unser Bestes in New York zu geben", fügt Berit Neumann hinzu.

Projektleiterin Prof. Dr. Beate Neuss, Inhaberin der Professur Internationale Politik, ist überzeugt, "dass es keinen besseren Weg gibt, um politisches Arbeiten kennen zu lernen und internationale Entscheidungsfindungsprozesse zu verstehen."

Die Studenten werden während ihres Aufenthalts täglich von ihren Erlebnissen in Washington und New York auf der TU-Website berichten.

Stichwort: UN-Simulation (National Model United Nations)

In 35 Ländern der Welt simulieren jährlich tausende Studenten Sitzungen und Verhandlungen der Vereinten Nationen bei den so genannten "Model United Nations (MUN)". NMUN - die größte und bekannteste dieser Simulationen - findet jedes Jahr in New York, dem Tagungsort der Vereinten Nationen, statt. 2011 werden wieder rund 4.000 Studenten eine Woche lang Verhandlungsstrategien entwerfen, Berichte vorlegen und über Resolutionen beraten und abstimmen. Neben interkulturellem Austausch sind Hauptziele der NMUN, das Verständnis der Studenten für internationale Beziehungen, komplexe Sachverhalte und deren Zusammenhänge zu wecken. Seit 2004 nehmen studentische Delegationen der TU Chemnitz an der NMUN-Konferenz teil. Sie vertraten bisher die Interessen von Mazedonien, Georgien, Estland, Vietnam, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Israel und Namibia.

Weitere Informationen erteilt Susanne Günther, Professur Internationale Politik, Telefon 0371 531-36869, E-Mail susanne.guenther@phil.tu-chemnitz.de.

Das Chemnitzer NMUN-Projekt im Internet: http://www.tu-chemnitz.de/nmun

(Autorin: Susanne Günther)

Katharina Thehos
06.04.2011

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