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Was Handy-Nutzer wirklich wollen

E-Plus Gruppe, TU Chemnitz und MUGLER AG forschen zum Nutzererlebnis im Datennetz der 4. Generation und setzen neue Schwerpunkte bei der Qualitätsmessung von Mobilfunknetzen und -diensten

Was genau sorgt bei Kunden für Zufriedenheit, wenn sie mobil via Smartphone telefonieren oder Datendienste nutzen? Und wie ist es möglich, dieses subjektive Qualitätsempfinden belastbar zu messen und entsprechende Daten für den Netzausbau der Zukunft einzusetzen? Diesen Fragen wollen die E-Plus Gruppe, die MUGLER AG als Netzentwickler und Wissenschaftler der TU Chemnitz jetzt gemeinsam auf den Grund gehen. Untersucht werden dabei unter anderem die Faktoren neue Messverfahren, Mediendienste, Machine-to-Machine-Communication sowie der Einfluss von Endgerätefunktionen und -applikationen.

"Unser Ziel ist, den Kunden das beste Nutzererlebnis im Datennetz der 4. Generation zu bieten. Dabei ist entscheidend, welche Aspekte der Netzgestaltung den Nutzern wirklich zugute kommen - und nicht, womit sich eventuell Technikinteressierte oder die Wettbewerber beeindrucken lassen", erklärt Rafal Markiewicz, Chief Technology Officer (CTO) der E-Plus Gruppe. "Dass sich die Branche zum Beispiel traditionell stark auf maximale Datenübertragungsraten fokussiert, geht unserer Meinung nach an den tatsächlichen Bedürfnissen der Endverbraucher vorbei."

Für die Forschungsarbeiten stellt die E-Plus Gruppe der TU Chemnitz ein eigenständiges Mobilfunk-Basisnetz der 4. Generation mit drei Sendestationen zur Verfügung, das mit Long Term Evolution (LTE)-Technik ausgerüstet ist. Dazu gehören ein entsprechendes Basis-Vermittlungsnetz (Core Network) sowie die notwendigen Leitungsanbindungen zwischen den Komponenten. In diesem Testnetz sind Live-Untersuchungen mit bis zu 200 Nutzern geplant.

"Die TU Chemnitz verfügt bereits über langjährige Testerfahrungen und umfangreiche Testmethodiken aus einem UMTS-Netz auf dem Universitätsgelände", sagt Prof. Dr. Ulrich Heinkel, Inhaber der Professur Schaltkreis- und Systementwurf der TU Chemnitz. "Diese Testmethoden werden nun auf der Grundlage des LTE-Netzes weiterentwickelt und die Basis für weitreichende, fakultätsübergreifende Kooperationen bei Untersuchungen zur besseren, nutzerzentrierten Netzauslegung liefern."

Prof. Dr. Albrecht Mugler, Vorstand der MUGLER AG, erhofft sich ebenfalls wichtige Erkenntnisse aus der Forschungskooperation: "Ziel unserer Kooperation ist auch die Entwicklung neuer Methoden zur Messung der Netz- und Dienstequalität, die letztlich zu einer erhöhten Kundenzufriedenheit in der Praxis führen wird."

Weitere Informationen: Technische Universität Chemnitz, Professur Schaltkreis- und Systementwurf, Prof. Dr. Ulrich Heinkel, Telefon 0371 531-33175, E-Mail ulrich.heinkel@etit.tu-chemnitz.de; E-Plus Gruppe, Unternehmenskommunikation, Klaus Schulze-Löwenberg, Telefon 0211 448-3402, E-Mail Klaus.Schulze.Loewenberg@eplus-gruppe.de; MUGLER AG, Prof. Dr. Albrecht Mugler, Telefon 03723 7470, E-Mail albrecht.mugler@mugler.de

Mario Steinebach
24.03.2011

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