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"Tschechien ist in unserer Internationalisierungsstrategie eine feste Größe"

JUDr. Rudolf Jindrak, Botschafter der Tschechischen Republik in der Bundesrepublik Deutschland, besuchte am 31. Januar 2011 zum ersten Mal die TU Chemnitz und die Universitätsstadt

"Ich bin beeindruckt von der vielfältigen gelebten Kooperation der Technischen Universität Chemnitz mit Hochschulen in Tschechien", sagte JUDr. Rudolf Jindrak, Botschafter der Tschechischen Republik in der Bundesrepublik Deutschland, am 31. Januar 2011 während seines Besuches der TU. Er würdigte zudem die Bedeutung der Universität und der Stadt - auch aufgrund ihrer geographischen Lage - für die Kooperation zwischen beiden Ländern.

Zuvor hatten Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes, Rektor der TU Chemnitz, Prof. Dr. Cornelia Zanger, Prorektorin für Marketing und Internationale Beziehungen, Prof. Dr. Christoph Fasbender, Dekan der Philosophischen Fakultät, sowie weitere Professoren und Mitarbeiter der Universität die Kooperation zwischen der TU und vielen Einrichtungen in Tschechien vorgestellt. Vielfältige Aktivitäten wie internationale Tagungen oder Sprachkurse wurden und werden von der Sächsisch-Tschechischen Hochschulinitiative angestoßen, die - wie ihre beiden Vorläufereinrichtungen auch - von der Europäischen Union gefördert wird. "Hier lohnt es sich, auch nach dem Auslaufen des Ziel3-Förderprogrammes weitere Anstrengungen auf sächsischer und auf tschechischer Seite zu unternehmen, um die vorhandenen, erfolgreich arbeitenden Strukturen zu erhalten", betonte der Botschafter. Prof. Matthes versicherte: "Tschechien ist in unserer Internationalisierungsstrategie eine feste Größe."

Auf der Ebene des Studiums ist die TU mit dem Nachbarland seit langem eng verbunden - nicht nur im Rahmen der auf Mittelosteuropa ausgerichteten Europastudiengänge oder vielfältiger auf Universitäts- und Fakultätsebene geschlossener Kooperationen. So ist es beispielsweise möglich, im deutsch-tschechischen Master-Studiengang Produktionssysteme einen Doppelabschluss an der TU Chemnitz und an der TU Brünn abzulegen. Dies ist zugleich der erste integrierte binationale Studiengang an der TU Chemnitz. Aber auch andere Zahlen verdeutlichen die gelebte Kooperation: Derzeit sind 29 tschechische Studierende in Chemnitz immatrikuliert. Im Umkehrschluss weilen 17 Chemnitzer Studierende im Wintersemester 2010/11 über das ERASMUS-Programm an einer von 14 tschechischen Partneruniversitäten. In der Vergangenheit hat das Internationale Universitätszentrum der TU Chemnitz zudem seinen Werbefokus im Studierendenmarketing auch auf das Nachbarland gelegt. So besuchten mehrfach Schüler deutscher Schulen in Tschechien - unter anderem im Rahmen von Schnupperwochen - die Chemnitzer Universität. Aus Sicht des Botschafters sollte man an einem derartigen Austausch unbedingt festhalten.

Auch in der Forschung gibt es viele Beispiele für Kooperationen - etwa im Strukturleichtbau, in der europäischen Regionalgeschichte oder zu Themen im deutsch-tschechischen Grenzraum. Prof. Matthes ließ nicht unerwähnt, dass zahlreiche tschechische Mitarbeiter an der TU Chemnitz promovieren.

Nach seinem Gespräch mit Vertretern der Universitätsleitung und weiterer Bereiche besuchte Jindrak noch den Campus der TU Chemnitz, wo er sich unter anderem bei Prof. Dr. Miloš Rezník über die Arbeit der Professur Europäische Regionalgeschichte sowie bei Ilona Scherm über die vielfältigen Aktivitäten der Sächsisch-Tschechischen Hochschulinitiative informierte. Zudem besuchte er im Pegasus-Center die Bestände der Sächsisch-Tschechischen Fachbibliothek und ließ sich über das Bibliotheksnetzwerk zwischen den Universitäten in Usti nad Labem, Pilsen und Chemnitz informieren.

Mario Steinebach
31.01.2011

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