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  • Die Angehörigen der Professur Europäische Regionalgeschichte unter Leitung von Prof. Dr. Miloš Rezník (l.) mit den Projektpartnern von Dialog mit Böhmen e.V. (Greiz), Antikomplex (Prag) und der Außenstelle des Staatlichen Gebietsarchivs Plzen in Cheb. Foto: privat
Uni aktuell Forschung

Regionale Identität durch historisches Wissen stärken

Professur Europäische Regionalgeschichte der TU startet umfangreiches deutsch-tschechisches Forschungs- und Bildungsprojekt mit Partnern aus der Region

Die Professur Europäische Regionalgeschichte der Technischen Universität Chemnitz ist am Drittmittelprojekt "Grenzüberschreitungen - Neue Wege von Land zu Land" beteiligt, das in den kommenden drei Jahren mit umfangreichen grenzraumbezogenen Forschungsarbeiten und Bildungsangeboten einen Beitrag zur verstärkten Identitätsbildung in der Region leisten soll. Projektpartner sind der Verein "Dialog mit Böhmen e.V." mit Sitz in Greiz, der Verein "Antikomplex" aus Prag sowie das Staatliche Gebietsarchiv Plzeň mit seiner Außenstelle in Cheb.

Projektinhalte auf Seiten der Professur Europäische Regionalgeschichte sind unter anderem die Anfertigung von zwei Dissertationen, die Veranstaltung mehrerer Fachtagungen sowie die fachliche Begleitung von Projektteilen anderer Projektpartner. Dazu gehören Schüler-Workshops und Studienfahrten. Mit den geplanten Dissertationsvorhaben sollen in historischer Perspektive die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklungen während des 19. und 20. Jahrhunderts im mitteldeutsch-westböhmischen Grenzraum untersucht werden. Die Forschungsergebnisse sollen in die geplanten Fachtagungen, Studienfahrten und Workshops einfließen und damit das historische Fachwissen neben der Publikation einer breiten, generationenübergreifenden Öffentlichkeit zugänglich und nutzbar machen.

"Mit der Vertiefung des historischen Wissens über die Region wollen wir langfristig und nachhaltig zur Stärkung der regionalen Identität und damit nicht zuletzt zur Bindung der Bewohner an ihre Heimat beitragen", so Prof. Dr. Miloš Rezník, Projektverantwortlicher an der TU Chemnitz. Diesen Zweck verfolgt auch ein weiterer Projektteil, in dem sich Schüler auf beiden Seiten der Grenze unter fachkundiger Anleitung gemeinsam die jüngere Geschichte des Grenzraumes erarbeiten und die Ergebnisse medial umsetzen sollen.

Das Projekt hat einen Gesamtumfang von 680.000 Euro, von denen 580.000 Euro durch die Europäische Union im Rahmen des Ziel3/Cíl3-Programmes zur Verfügung gestellt werden. "Wir möchten an dieser Stelle auch ausdrücklich dem Dezernat Haushalt der TU sowie dem Dekanat der Philosophischen Fakultät danken, die die Vorbereitungsarbeiten stets konstruktiv und wohlwollend unterstützt und die benötigten Eigenmittel unbürokratisch zur Verfügung gestellt haben", ergänzt Prof. Rezník, "und sehen nun gespannt den ersten Ergebnissen der Projektrealisierung entgegen".

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Miloš Rezník, Tel. 0371 531-34390, E-Mail milos.reznik@phil.tu-chemnitz.de.

(Autorin: Katja Rosenbaum)

Mario Steinebach
27.01.2011

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