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Fallstricke zwischen Forschung und Fälschung

Seminar widmet sich am 12.und 13. November 2010 ethischen Konfliktsituationen im Forschungsalltag und gibt Anregungen für eine gute wissenschaftliche Praxis - Anmeldungen sind ab sofort möglich

Ohne Frage, deutsche Universitäten und mit ihnen auch die Technische Universität Chemnitz, vermitteln Fachwissen und persönliche Kompetenzen auf hohem Niveau und geben ihren Absolventen alles Rüstzeug für eine erfolgreiche Karriere. Doch die Chemnitzer Universität tut noch mehr. Denn nicht nur der Erfolg will gelernt sein, sondern auch, wie man mit ihm umgeht - oder mit seinem Ausbleiben. Denn in einer konkurrenzbetonten Gesellschaft warten so manche Fallstricke, die die persönliche Integrität und den ruhigen Nachtschlaf gefährden können. Der Konflikt zwischen guter wissenschaftlicher Praxis und dem allgegenwärtigen Leistungsdruck ist täglich, real und nicht immer leicht auszuhalten. Konfliktsituationen sollten daher wie ein Feueralarm im Vorgriff geprobt werden - auf dass es niemals ernst wird.

Bundesweit nahezu einzigartig bietet daher die TU Chemnitz gemeinsam mit dem Institut für Medizin- und Organisationsethik, Herrlingen, Schulungen zur guten wissenschaftlichen Praxis an. Am 12. und 13. November 2010 findet für Studierende der höheren Semester, Master-Studenten, Diplomanden sowie Doktoranden und Post-Doktoranden ein Seminar über "Ethische Konflikte im Forschungsalltag" statt. Dieses von Dr. Gerlinde Sponholz und Dr. Michael Gommel gestaltete praxisorientierte Seminar ist etwas Besonderes. Es holt die Studierenden dort ab, wo sich ihre Gedanken befinden - nicht bei Kant & Hegel, sondern im Laboralltag. Reale und realitätsnahe Konfliktsituationen werden im Seminarstil vorgestellt und mit viel Raum für eigene Gedanken der Teilnehmer diskutiert.

Das Programm wird streckenweise begleitet von erfahrenen Wissenschaftlern und dem Ombudsmann der TU Chemnitz, Prof. Dr. Michael Hietschold. "Wir sind sehr froh, dass wir die beiden Seminarleiter erneut gewinnen konnten", berichtet der Gastgeber, Prof. Dr. Werner A. Goedel von der Professur Physikalische Chemie. "In der klassischen Ausbildung werden Fälschung und zwischenmenschliche Konflikte in der Wissenschaft kaum thematisiert. Nur wenige Universitäten haben ein Angebot, um diese Lücke zu schließen. Es ist sehr erfreulich, dass dieses Projekt die volle Unterstützung der TU Chemnitz genießt."

Vorkenntnisse für das Wochenendseminar werden übrigens nicht verlangt. Das Seminar ist begrenzt auf 15 Teilnehmer. Eine Anmeldung über das Sekretariat der Physikalischen Chemie ist ab sofort möglich. Kontakt: Sylvia Uhlmann, Straße der Nationen 62, Raum 022, Telefon 0371 531-21240, E-Mail physchem@chemie...

Mario Steinebach
01.11.2010

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