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EU-Projekt MINOS erfolgreich abgeschlossen

TU-Wissenschaftler sind beteiligt an der Entwicklung eines mehrsprachigen Weiterbildungs- und Qualifizierungskonzepts auf dem Gebiet der Mechatronik für Fachkräfte in der industriellen Produktion

  • Die Teilnehmer des Abschlusstreffens freuen sich über die im Projekt entstandenen mehrsprachigen Lehrunterlagen. Hintere Reihe von links: Lynn Lüdemann (TU Chemnitz), André. Henschke (henschke group, Dresden), Tomas Brezina (VUT Brno, Tschechien), Dr. Gabriele Neugebauer (neugebauer & partner, Dresden), Antonio. Passacantilli (TU Chemnitz), Michele Staiano (Universität Napoli, Italien). Vorne von links: Matthias Römer (neugebauer und partner, Dresden), Mariana Mondragon (TU Chemnitz), Urribari Goikuri (CICmargune, Spanien), Simone Müller (TU Chemnitz), Dr. Andreas Hirsch (TU Chemnitz), Guiseppe Marino (Tower Automotive, Italien), Petr Blecha (VUT Brno, Tschechien). Foto: IWP

Mit einem international besetzten Abschlusstreffen am 29. September 2010 wurde die insgesamt vierjährige Arbeit am EU-Projekt MINOS und dessen Fortsetzung MINOS** "Ein europäisches Konzept für die Zusatzqualifikation Mechatronik für Fachkräfte in der globalisierten industriellen Produktion" erfolgreich abgeschlossen. MINOS fand unter der Leitung der Professur für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik der TU Chemnitz (Institutsleiter Prof. Dr. Reimund Neugebauer) statt.

MINOS ist ein mehrsprachiges modular aufgebautes Weiterbildungs- und Qualifizierungskonzept auf dem Gebiet der Mechatronik für Fachkräfte in der industriellen Produktion. MINOS ist die Basis einer berufsbegleitenden Qualifizierung ,die Menschen und Unternehmen in der Europäischen Union die Suche und das Finden neuer Beschäftigungen ermöglicht. Die Lehrunterlagen liegen in sieben europäischen Sprachen vor: deutsch, englisch, polnisch, tschechisch, ungarisch, italienisch und spanisch. Mit dem Projekt MINOS und dessen Weiterführung MINOS** wurden Lehrmaterialien geschaffen, die durch ihren modularen Aufbau eine länderübergreifende Ausbildung in Anlehnung an die deutsche Mechatroniker-Berufsausbildung ermöglichen.

19 beteiligte Partner aus acht Ländern mit universitärem bzw. betrieblichem Hintergrund erarbeiteten gemeinschaftlich die MINOS Module, welche sowohl die notwendigen technischen Fachkenntnisse beispielsweise aus den Bereichen der Elektrotechnik, Hydraulik und Sensortechnik als auch so genannte Softskills wie Projektmanagement, Sozialkompetenz bzw. Wissen über die europäische Migration vermitteln. Getestet wurden die Module im Rahmen von Präsentationen auf Messen und vor Firmen als auch in der beruflichen Weiterbildungspraxis.

Die vorliegenden zwölf Module bestehen jeweils aus Lehr-, Übungs- und Lösungsbuch mit einem Gesamtumfang von über 2.000 Seiten. Entsprechend der Ausgangsqualifikation sowie dem gewünschten Ausbildungsniveau können ausgewählte Module bzw. Teile der Module zu spezifischen Unterlagen zusammengestellt werden. Grundlagen der Mathematik, Physik und technisches Zeichnen sind je nach Zugangsvoraussetzungen in die Ausbildung integrierbar.

Auf dem Weg zu einem europäischen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (EQR) war das Projekt MINOS ein Schritt in Richtung Vereinheitlichung des Ausbildungs- und Wissensniveaus von Fachkräften. Die Ergebnisse von MINOS sind somit für Firmen mit internationalen Standorten, Partnern oder Zulieferern interessant.

Weitere Informationen unter http://www.minos-mechatronic.eu oder bei Projektleiter Dr. Andreas Hirsch, Telefon 0371 531-32292, E-Mail minos@mb.tu-chemnitz.de.

(Autor: Dr. Andreas Hirsch)

Katharina Thehos
12.10.2010

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