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Wie werden heute digitale Medien verteilt?

Medieninformatik zum Anfassen und Anhören: Workshop "Audiovisuelle Medien" stellt am 1. und 2. Juni 2010 aktuelle Anwendungsszenarien vor und blickt in die Zukunft der Rundfunknetze

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Die Medieninformatiker sind Gastgeber des Workshops. Foto: Christoph Heyden

Die Verteilung audiovisueller Medien befindet sich im Umbruch. "Die Durchschlagkraft des Internets mit seinen on-demand-Diensten stellt einen Gegenentwurf zum klassischen Broadcasting dar. Hier wiederum hat die Digitalisierung zunächst im TV-Bereich und nun auch im Hörfunk Möglichkeiten geschaffen, dem Internet technologisch nachzuziehen", schätzt Prof. Dr. Maximilian Eibl, Inhaber der Professur Medieninformatik an der Technischen Universität Chemnitz ein, und ergänzt:"Interaktive, lokalisierte und personalisierte Dienste sind jetzt auch auf dem heimischen Fernsehgerät möglich. Die strikte Trennung von Internet und Fernsehen wird aufgehoben und in konvergenten Diensten verschmolzen. Die Anwendungsszenarien erreichen durch Computer, Fernseh- und mobile Geräte eine beeindruckende Vielfalt, die sowohl bei der technischen Gestaltung als auch bei der inhaltlichen Erstellung Herausforderungen und Chancen bieten."

Vor diesem Hintergrund veranstaltet die Professur Medieninformatik und die vom Bundesforschungsministerium geförderte Forschungsinitiative "sachsMedia" am 1. und 2. Juni 2010 an der TU Chemnitz den Workshop "Audiovisuelle Medien". Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf der digitalen Mediendistribution. Am ersten Tag streift der Computergrafiker der ersten Stunde Aaron Marcus von Aaron Marcus and Associates, Berkeley (USA), in seinem Hauptvortrag die Themen "Cross-Cultural User-Experience Design", "The Green Machine" und "Mobile Media". Am zweiten wird der Hauptvortrag mit dem Titel "Rundfunknetze der Zukunft - Konzepte für hybride Rundfunknetze" von Prof. Dr. Albrecht Mugler, Vorstand der Mugler AG, gehalten. Insgesamt erwarten die Workshopteilnehmer 14 Vorträge von Vertretern aus Forschung und Wirtschaft zu den Schwerpunkten Medien-Trends, Medien-Empfehlungssysteme, Medien-Plattformen, Social Media, Interaktives Video und Rich Media sowie Medien-Klassifikation.

Zudem werden im Labor der Medieninformatik mehrere Demonstratoren vorgeführt und erläutert. Die Forschungsinitiative "sachsMedia" an der Professur Medieninformatik präsentiert hier Projektergebnisse zum Audio/Video-Mehrwege-Playout zur Speisung von Digital-Fernsehsendern und Web-Streamservern sowie Fortschritte im Bereich Multimedia Information Retrieval und Medien-Annotation. Prof. Dr. Jürgen Lohr (Fachhochschule Aachen) zeigt, wie stereoskopische High-Definition-Video-Ströme über die Internetverbindung in Echtzeit übertragen und dargestellt werden können. Der Bundessieger "Jugend forscht 2010" im Bereich Mathematik/Informatik ist auch dabei: Andreas Lang vom Johannes-Kepler-Gymnasium Chemnitz stellt die Ergebnisse seiner von den Medieninformatikern betreuten Arbeit zur Partikelschwarmoptimierung vor. Zudem stellen Chemnitzer Studenten einen selbstgebauten Multitouch-Tisch vor.

Unterstützt wird der Workshop auch von der Fachgruppe Knowledge Media Design der Gesellschaft für Informatik. Zudem ist er eingebettet in den Forschungsschwerpunkt Intelligente Multimediale Systeme (IMS) der Fakultät für Informatik der TU Chemnitz. Der Tagungsband erscheint sowohl als Print-Ausgabe als auch "open access"-Verfahren im Archivierungssystem MONARCH der TU.

Weitere Informationen zum Workshop: http://wam.sachsmedia.tv

Mario Steinebach
28.05.2010

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