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Neuer "Baustein" der Frauen- und Geschlechterforschung

Angewandte "Gender Studies" an der TU Chemnitz: Mit Vortrag von Prof. Dr. Ingrid von Rosenberg startet am 18. Mai 2010 neue Ringvorlesung

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Prof. Dr. Ingrid von Rosenberg Foto: privat

Frauen sollen in der deutschen Wissenschaftslandschaft künftig eine deutlich größere Rolle spielen und weit bessere Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten haben als bislang. Um diesem Ziel ein Stück näher zu kommen, hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)forschungsorientierte Gleichstellungsstandards entwickelt. Diese sollen als Grundlage dienen, um die Gleichstellung von Frauen und Männern auf allen Gebieten voranzutreiben. DFG-Präsident Prof. Dr. Matthias Kleiner unterstrich, dass die Gleichstellungsstandards auf dem Prinzip der freiwilligen Selbstverpflichtung und der Autonomie der Hochschulen und Forschungseinrichtungen basieren.

Die Technische Universität Chemnitz beabsichtigt, eben solche strukturellen Rahmenbedingungen, die eine Gleichstellung fördern, in den nächsten Jahren weiter auszubauen und zu professionalisieren. Dazu wurde ein umfangreicher Maßnahmenkatalog erarbeitet, der sich gleichermaßen im Gleichstellungskonzept der Universität wiederfindet und ein tragfähiges Fundament für eine Selbstverpflichtungserklärung gegenüber der DFG im Rahmen der forschungsorientierten Gleichstellungsstandards bildet. Zu dem umfangreichen Maßnahmenkatalog gehört unter anderem auch die Institutionalisierung, Implementierung und Förderung von Frauen- und Geschlechterforschung. Deren verstärkte Integration und Weiterentwicklung in Forschung und Lehre zählt dabei zu den vorrangigen Zielen. Hier steht die TU Chemnitz noch am Anfang eines weitreichenden institutionellen Entwicklungsprozesses. Obwohl sich eine Reihe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an den Fakultäten mit dieser Thematik auseinandersetzen, fehlte bislang eine geeignete Plattform für den wissenschaftlichen Austausch, die Präsentation interdisziplinär relevanter, interessanter Themen und Forschungsergebnisse.

Die Gleichstellungsbeauftragte der TU Chemnitz, Karla Kebsch, hat deshalb in Zusammenarbeit mit der stellv. Gleichstellungbeauftragten der Philosophischen Fakultät, Dr. Ines Detmers, die Ringvorlesung "Angewandte Gender Studies" konzipiert, die als ein "Baustein" der Frauen- und Geschlechterforschung an der TU Chemnitz den wissenschaftlichen Diskurs auf diesem Gebiet anregen, unterstützen und vorantreiben möchte.

Eröffnet wird die Ringvorlesung am 18. Mai 2010 von Prof. Dr. Ingrid von Rosenberg, die von 1997 bis 2004 an der TU Dresden die Professur für Großbritannienstudien inne hatte. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Raum 013 des Hörsaalgebäudes, Reichenhainer Str. 90. Der Titel der Veranstaltung lautet "Carving Gender Identities: Geschlechtsmanipulationen mit dem Skalpell in der Serie Nip Tuck".

Zur Person: Prof. Dr. Ingrid von Rosenberg

Nach dem Studium der Anglistik und Germanistik an den Universitäten Hamburg, Bonn und Edinburgh, promovierte Ingrid von Rosenberg an der FU Berlin. 1979 erschien ihre Doktorarbeit unter dem Titel "Der Weg nach oben: Britische Arbeiterromane von 1945-1978". Neben Berlin hat von Rosenberg an den Universitäten Braunschweig, Duisburg und Passau sowohl in der Sprachausbildung unterrichtet als auch britische Literatur- und Kulturwissenschaft gelehrt. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen die Gender und Postcolonial Studies, die britische Arbeiterliteratur, Literatur und Kultur der Black and British Asians sowie die Bereiche der bildenden Kunst und der Alltagskultur. Ferner hat sich von Rosenberg als Übersetzerin klassischer und zeitgenössischer britischer Literatur einen Namen gemacht. Sie übersetzte unter anderem Briefe von Jane Austen, Werke von Mary Wollstonecraft sowie von Vita Sackville West, Alan Sillitoe und A.L. Kennedy.

(Autorinnen: Karla Kebsch und Dr. Ines Detmers)

Mario Steinebach
14.05.2010

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